„Die Pest“ – Buchrezension

Nun ist es also endlich so weit, meine erste Buchrezension. Lange habe ich mir überlegt, wie ich diese Kategorie gestalten soll und bin zu dem Entschluss gekommen, dass ich zuerst eine Art Klappentext verfassen werde, damit ihr eine Ahnung bekommt, worum es in dem Buch überhaupt geht und dann mit meiner Meinung zu dem Buch fortfahren werde. Am Schluss werde ich dann wie bei den Filmrezensionen die wichtigsten Eckdaten wie Titel, Autor, Verlag, etc auflisten. Also dann, viel Vergnügen beim Lesen…

Eine Küstenstadt namens Oran. Die Bewohner gehen ihren alltäglichen Beschäftigungen nach und registrieren kaum jene ersten unheilvollen Boten – die toten Ratten. Erst als ihrer so viele auf den Straßen zu finden sind, dass große Feuer entzündet werden, um der Massen Herr zu werden, schleicht sich langsam aber sicher Beunruhigung in den Herzen der Menschen ein. Doch auch als der erste Tote zu verzeichnen ist wollen die Behörden noch nicht recht war haben was sich vor ihren Augen abspielt. Noch so mancher Krankheitsfall muss folgen bis schließlich das Unausweichliche eintritt, die Stadt wird hermetisch abgeriegelt und unter Quarantäne gestellt. Liebende werden getrennt, Familien auseinander gerissen. Den in der Stadt Verbliebenen bleibt nichts anderes übrig als sich mit der Einsamkeit, der Angst und den Toten zu arrangieren.

In „Die Pest“ schafft es Camus bis zum Kern des menschlichen Daseins vorzudringen. Durch diese kaum vorstellbare Situation bringt er seine Figuren an den Rand des Menschseins und zeigt dabei auf, dass, wie unterschiedlich die Menschen zu anfangs auch auf eine solch immense Bedrohung reagieren mögen, wir uns am Ende doch alle gleichen. Dabei ist die große Kunst Camus das wahre Drama nicht im unmenschlichen der Dinge, sondern in den Alltäglichkeiten zu finden. Nicht die Toten sind in diesem Roman das wahrhaft Bedrückende, sondern die in ihrem Angstschweiß Ausharrenden, die nicht nur abgetrennt von allen anderen, sondern auch von sich selbst entfremdet einer schreckenerregenden Gegenwart entgegen blicken – dabei unfähig ihrem Schicksal zu entfliehen. Seit dem ersten Satz den ich von Camus gelesen habe, was inzwischen schon einige Jahre her ist, hat es dieser Mensch geschafft mich in seinen Bann zu ziehen. Ich finde das Camus eine äußerst kräftige und präzise Sprache besitzt, die ich mir oft in meinen eigenen Texten wünschen würde.

Mein Fazit: Jeder Mensch sollte einmal in seinem Leben in den Genuss gekommen sein Camus zu lesen!

  • Titel: Die Pest
  • Originaltitel: La Peste
  • Autor: Albert Camus
  • Übersetzer: Uli Aumüller
  • Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag
  • Auflage: 3. Auflage
  • ISBN: 978-3-499-25307-2

 

Advertisements

Ein Gedanke zu “„Die Pest“ – Buchrezension

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s