„Breaking Bad“ – Serienreview

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So Leute, es ist mal wieder Zeit für eine neue Kategorie, da ich es endlich geschafft habe, eine der vielleicht besten Serien aller Zeiten fertig zu schauen (aber dazu gleich mehr). In dieser Kategorie werde ich euch immer kurz einen Überblick über die Handlung der Serie geben, ohne dabei allerdings zu viele Spoiler einzubauen – vor allem das jeweilige Ende wird natürlich nicht enthüllt werden. Danach werde ich euch einen Einblick in meine Gedanken zu der Serie als Ganzes und zu einzelnen Staffeln (sollten diese in irgendeiner Form herausgestochen sein) geben. Aber nun genug der einleitenden Worte – fangen wir an… 

„Breaking Bad“ erzählt die Geschichte des unscheinbaren Chemielehrers Walter White, der eines Tages feststellen muss, dass er Lungenkrebs hat. Noch tief erschüttert von dieser Nachricht brechen zwei Probleme über ihn herein – einerseits die Frage, wie er seine Behandlung bezahlen soll und andererseits die Frage, wie seine Familie nach seinem Tod finanziell abgesichert werden kann. In dieser verzweifelten Situation kreuzt Jesse Pinkman, ein ehemaliger Schüler, zufällig Walters Weg. Jesse war schon zu Schulzeiten den Drogen nicht abgeneigt und ist auch heute noch ein reger Konsument, darunter auch Crystal Meth. Durch diese Begegnung wächst in Walter die Idee für die Lösung all seiner Probleme heran – das fehlende Geld durch den Verkauf von selbstgekochtem Crystal Meth erlangen. Da Walter zwar ein begnadeter Chemiker ist sich in der Drogenszene aber nicht gerade zu Hause fühlt verbündet er sich mit Jesse. Doch schnell müssen die beiden herausfinden, dass der Weg zum erfolgreichen Drogenbaron ein steiniger ist, in dem auch der ein oder andere Kopf rollen muss. Ehe sie sich versehen, sind sie gezwungen Partnerschaften mit genauso verrückten wie skrupellosen Dealern einzugehen, um ihre Ware an den Mann zu bringen. Um sich selbst, seine Familie und sein Geld vor dieser Schattenwelt schützen zu können, erfindet Walter sein Alter Ego „Heisenberg“. Doch immer mehr Probleme tun sich vor dem ungleichen Duo auf, dass sich, trotz aller Unterschiede, scheinbar immer mehr ans Herz wächst und schließlich, wenn es hart auf hart kommt, doch immer zueinander hält, egal wie sehr sie sich eigentlich gerade verabscheuen. Auch die Tatsache, dass Walters Schwager Hank bei der DEA arbeitet und sich in den Fall „Heisenberg“ verbissen hat, trägt nicht gerade dazu bei Walters Leben einfacher zu machen. Genausowenig wie seine Frau Skyler, die einerseits mitmischen will, andererseits aber ständig den entrüsteten Moralapostel spielt. So steuert die Serie immer weiter einem Abgrund entgegen der unausweichlich scheint und gerade wenn man einen Silberstreif am Horizont erahnt, zieht es einen nur noch tiefer in die Misere hinein.

Was soll man über diese Serie noch groß sagen, was nicht in irgendeiner anderen Review schon gesagt wurde. Sie ist einfach brilliant und zwar in allen Aspekten und über alle Staffeln hinweg. Nur selten habe ich es erlebt, dass eine Serie es tatsächlich schafft ihr Niveau über alle Staffeln hinweg konstant zu halten und oft sogar noch zu steigern. Außerdem fühlt sich die Geschichte zu jedem Zeitpunkt stimmig an, wodurch man am Ende das Gefühl bekommt, dass die Episodenanzahl perfekt gewählt wurde, um die Handlung zu einem Ende zu bringen. Natürlich tragen auch die Schauspieler zum Erfolg des Ganzen bei und diese sind alle durchwegs herausragend in ihren Rollen. Nicht umsonst haben manche Zeilen aus der Serie es in den alltäglichen Sprachgebrauch geschafft und jeder der noch nie in seinem Leben die Szene gesehen hat, in der Walter White sein berühmtes „I am the one who knocks“ in Skylers verblüfftes Gesicht regelrecht schleudert, hat ein Stück Seriengeschichte verpasst. Es muss überhaupt gesagt werden, dass Bryan Cranston die vielen Lorbeeren, die auf ihn für diese Performance herabgeregnet sind, wirklich verdient hat. Aber ich möchte noch eine Figur der Serie hervorheben, die es leider nicht in meine obige Zusammenfassung der Handlung geschafft hat und das ist der Anwalt Saul Goodman, der grenzgenial von Bob Odenkirk verkörpert wird. Eine bessere, abgedrehtere und komischere Darstellung eines Anwalts in einer amerikanischen Serie habe ich seit Richard Fish in Ally McBeal nicht mehr gesehen. Die Figur stach sogar so hervor, dass sie ein eigenes Spin-Off namens „Better Call Saul“ bekam, dass dem Original um nichts nachsteht. Auch die äußerst kreative Kameraführung und Schnittarbeit machen die Serie verdient zu jenem Stück Fernsehgeschichte, das sie auf jeden Fall bereits ist.

Also, für alle die es nach dieser Review noch immer nicht begriffen haben: Schaut euch die Serie an ;-)!

  • Titel: Breaking Bad
  • Originaltitel: Breaking Bad
  • Erscheinungsjahr(e): 2008 – 2013
  • Anzahl der Staffeln: 5
  • Anzahl der Episoden: 62
  • Network: AMC
  • Creator: Vince Gilligan
  • Darsteller: Bryan Cranston, Aaron Paul, Dean Norris, Anna Gunn, Bob Odenkirk, Jonathan Banks
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