„Zehn Tipps, das Morden zu beenden und mit dem Abwasch zu beginnen“ – Buchrezension

Copyright dtv

Toxic hat alles was er zum Leben braucht, eine scharfe Freundin, einen spannenden Beruf und eine handvoll Kumpel mit denen es sich gut abhängen lässt. Die Tatsache, dass er ein Auftragskiller ist scheint ihn dabei wenig zu kümmern. Es ist nun mal ein Job, die einen sind Fleischer, andere sind Taxifahrer und er ist eben ein Killer – noch dazu ein verdammt guter. Doch das alles ändert sich schlagartig als sich sein letzter Job als verdeckter FBI-Agent entpuppt. Die eigentlich gut geplante Flucht wird aufgrund widriger Umstände kurzer Hand über Bord geworfen. Zum Glück ist eine improvisierte Alternative schnell gefunden – und zwar in dem Toxic äußerst ähnlich schauenden Father Friendly, einem Mann der zufällig ein Flugticket nach Island sein Eigen nennt. Doch in Island angekommen muss Toxic schnell feststellen, dass Father Freindly als Alter Ego vielleicht doch keine allzu gute Wahl war. Der Prediger wird nämlich schon sehnsüchtig von seinen Gastgebern erwartet, einem ebenfalls das Wort Gottes verkündenden Pärchen. Als eines Tages die Polizei an die Tür klopft und Toxic mit nichts weiter als seiner Kleidung am Leib zur Hintertür entflieht beginnen die Ereignisse sich zu überschlagen und ein Katz-und-Maus-Spiel nimmt seinen Anfang.

Vorweg eine kleine Info über mich – ich bin seit einiger Zeit ein ziemlicher Island-Fan. Auch wenn ich leider noch keine Gelegenheit hatte das Land persönlich zu besuchen, fasziniert es mich dennoch auf eine besondere Art und Weise und zieht mich in seinen Bann. Das war wahrscheinlich einer der Gründe weshalb das Buch zunächst auf meiner Leseliste und später in meinem Bücherregal hatte. Der zweite Grund war mein Faible für schwarze Komödien. Zwar lese ich diese Art von Büchern eher selten aber ab und zu genieße ich es einfach, es mir auf meiner Couch gemütlich zu machen und ein paar Stunden mit einem bitterbösen Buch in der Hand zu verbringen. Leider konnte mich dieses Buch aber nicht zur Gänze überzeugen. Ich finde die Prämisse der ganzen Geschichte sehr interessant – ein Auftragskiller gibt sich in einem fremden Land als Prediger aus, um der Polizei zu entkommen – ich mein, wie abgefahren klingt das denn. Leider ist die Ausgangssituation aufgrund der guten Polizeiarbeit schnell Geschichte und auch wenn das Buch in seinem weiteren Verlauf einige gute Ideen aufgreift und man an vielen Stellen schmunzeln, manchmal sogar lachen muss gibt es auch einiges an Leerlauf – ein Umstand, der einen aufgrund des flüssigen Schreibstils zwar nicht wirklich tangiert aber dennoch schade ist. Auch das Ende war meiner Meinung nach eher schwach, da es für mich nicht ganz nachvollziehbar erscheint.

Alles in allem bleibt es eine gute Urlaubslektüre, mit guten Beschreibungen der isländischen Landschaft und Stimmung und einigen überzeugenden Lachern.

  • Titel: Zehn Tipps, das Morden zu beenden und mit dem Abwasch zu beginnen
  • Originaltitel: 10 ráð til að hætta að drepa fólk og byrja að vaska upp
  • Autor: Hallgrimur Helgason
  • Übersetzer: Kristof Magnusson
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag
  • Auflage: 5
  • ISBN: 978-3-423-21318-9
Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s