„Guardians of the Galaxy Vol. 2“ – Filmrezension

© Marvel; © Disney

Unser aller Guardians sind zurück – und es ist schön sie wieder zu sehen!

Für alle die es noch nicht mitbekommen haben sei es an dieser Stelle klipp und klar gesagt: Ich liebe das MCU (für alle Nichtwissenden unter euch, das steht für „Marvel Cinematic Universe“)! Seit sie ihre Reise im Jahr 2008 mit dem ersten „Iron Man“ Film offiziell begonnen haben bin ich ein riesiger Fan (und das obwohl ich kaum einen der Comics gelesen habe) des Franchise. Mit dem ersten „Guardians of the Galaxy“ Film zeigte uns Marvel dann nicht nur, welche unendlichen Weiten ihr Universum umspannt, sondern auch, dass sie selbst aus eher unbekanntem Grundmaterial Gold machen können. Aber nun genug des allgemeinen Schwärmens über das MCU (vielleicht verfasse ich allein zu diesem Thema mal ein eigenes Special) und tauchen wir ein in das eigentliche Thema von Interesse. 

Der zweite Geschichte rund um die beliebten Galaxieretter setzt kurz nach den Ereignissen des ersten Teiles an. Von Anfang an ist deutlich spürbar, dass die Gruppe zwar durch die vorangegangenen Erlebnisse zusammengeschweißt wurde, diese ehemaligen Einzelkämpfer allerdings, durch die Entscheidung ein Team zu bilden, vor neue Herausforderungen und Konflikte gestellt werden. Dieser Aspekt des Films war für mich eines der Highlights. Man sieht, wie sich die Gruppe als Ganzes und jeder für sich entwickelt und voran bewegt, sodass sie schließlich zu mehr als einem zusammengewürfelten Haufen werden – zu einer Familie. Es ist wohl dem Umstand geschuldet, dass Entwicklung nur selten ohne die Überwindung von Ängsten und Schmerz vonstatten gehen kann, dass der Film den Zuschauer auf eine viel emotionalere Reise mitnimmt, als der erste Teil dies tat. Gleichzeitig, und obwohl dies paradox erscheinen mag, zünden für mich einige der Gags sogar noch besser als im Vorgänger weil man die Charaktere schon etwas besser kennt und dadurch merkt, wie sehr die Autoren stellenweise den Nagel auf den Kopf treffen. Besonders überraschend war hier die Figur des Drax – dieser liefert einige der besten Sprüche des gesamten Streifens. Auch die kleinen Nebenhandlungen und vor allem der eigentliche Bösewicht konnten mich auf ganzer Linie überzeugen.

Alles in allem könnte ich verstehen, wenn manche Leute vielleicht etwas enttäuscht sein könnten, da dieser Teil den Fokus weniger auf den Humor legt, als es der Erste tat. Mir hat er aber genau aus diesem Grund sogar um eine Spur besser gefallen als der Erste, da er den Spagat zwischen Tragödie und Komödie so gekonnt meistert, dass man auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle mitgenommen wird und den Saal trotzdem mit einem Lächeln verlässt!

PS: Wie bei jedem anderen Film des MCU heißt es auch hier – wer sitzen bleibt und die Endcredits über sich ergehen lässt wird belohnt! Ich erwähne das nur weil es auch heute wieder ein paar Leute gegeben hat, die einfach aufgestanden und gegangen sind, als die Endcredits anfingen.

  • Titel: Guardians of the Galaxy Vol. 2
  • Originaltitel: Guardians of the Galaxy Vol. 2
  • Erscheinungsjahr: 2017
  • Laufzeit: 136 Minuten
  • Produktionsstudio: Walt Disney Studios Motion Pictures
  • Regie: James Gunn
  • Darsteller: Chris Pratt, ZoëSaldana, Dave Bautista, Bradley Cooper, Vin Diesel, Kurt Russell, Michael Rooker
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8 Gedanken zu “„Guardians of the Galaxy Vol. 2“ – Filmrezension

  1. Sehr gute Review und interessante Sichtweise. Mir hat der Film auch sehr gut gefallen aber er war etwas zu überladen was die Handlungsstränge angeht. Dennoch ein sehr starker Film von James Gunn den man gesehen haben muss, egal ob man Comicverfilmungen mag oder nicht. 🙂

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    • Mir hat gerade das irgendwie gefallen, denn während der erste irgendwie sehr zielstrebig und geradlinig war und trotzdem so viele Geschichten und Verflechtungen angedeutet hatte, habe ich mich sehr gefreut, dass beim zweiten auf viele dieser Andeutungen aus dem ersten eingegangen wurde…wie zum Beispiel auf Quills Vater, die angespannte Beziehung von Gamora und Nebula, die Beziehung zwischen Yondu und Quill. Ich fand, dass die Figuren dadurch noch mehr Schattierungen bekommen haben.
      Da kann ich dir nur recht geben…den Film sollte sich einfach jeder anschauen 😉

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      • Von dieser Warte aus betrachtet kann ich verstehen das dir der zweite Teil so gut gefallen hat. Wenn ich so darüber nachdenke muss man die beiden Guardians of the Galaxy Filme fasst schon als Einheit betrachten. In keinem anderen Film, von Marvel, wird so stark auf den Vorgänger eingegangen und die dortigen Andeutungen im Nachfolger weiter ausgebaut.

        Ich bin ehrlich, der Gedankenaustausch mit dir ist sehr erfrischend. Du hast wirklich Ahnung von der Materie. 😀

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      • Hast recht, die beiden Filme hängen wirklich sehr stark zusammen….vielleicht wurde dieser Kniff auch deswegen gewählt weil die Guardians dafür im bisherigen MCU nur so lose verankert wurden. Wobei wenigstens Stan Lee und Thanos dafür sorgen, dass als Fan weiß, dass es nur mehr eine Frage der Zeit ist bis auch diese Außenseiter endlich ins Universum stärker eingebaut werden (ich kann Infintiy War kaum mehr erwarten 🙂 ).

        Danke, ich finde den Austausch mit dir auch sehr anregend ;-).

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      • Das würde auf jeden Fall Sinn machen. Als Cosmic Avengers haben die Guardians eigentlich nur mit den Filmen um Thor eine Brücke mit den Marvel-Filmen die auf der Erde spielen. Spätestens im Infinity War (den ich auch nicht mehr erwarten kann) treffen alle Helden aufeinander. Naja bis auf die Defenders, die dürfen leider (noch?) nicht mitspielen. xD

        Vielen Dank. 🙂

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