„Ein Liebhaber ungerader Zahlen“ – Buchrezension

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Mit großer Spannung erwartet die literarische Welt das neueste Werk aus der Feder des Kultautors Florious Fenix – es gibt nur ein Problem: der große Meister ist verschwunden. Nachdem er schon immer ein eigensinniger Charakter gewesen war, zog sich Florious Fenix vor einigen Jahren vollkommen aus dem öffentlichen Leben zurück und tauchte unter – wo und unter welchem Namen vermag nur eine handvoll Personen auf dieser Welt zu sagen. Doch wer hätte gedacht, dass jene schicksalhafte Begegnung zwischen dem literarisch eher ungebildeten Drogisten Pagenandt und dem gar nicht so geheimnisvollen Seniore Fioravanti eine Abfolge von Ereignissen in Gang setzen sollte, mit der keiner der Beteiligten rechnen konnte.

Herbert Rosendorfer beweist hier einmal mehr, dass es nicht immer auf die Länge ankommt, denn auch wenn sein Roman eindeutig nicht zu den dicken Wälzern der Literaturgeschichte gezählt werden kann, nimmt ihm das doch nichts von seinem Charme. Auf knapp über hundertdreißig Seiten erzählt Rosendorfer auf humoristische und treffsichere Weise, wie drei Fremde, durch Zufall und (un)glückliche Fügung, das Leben des jeweils anderen verändern. Dabei bedient sich der Autor eines sehr eingängigen Schreibstils, sodass die Seiten nur so an einem vorbei fließen. Auch die Einführung gut konzipierter Nebenfiguren, die den eigentlichen Hauptfiguren durch ihre Interaktionen ganz nebenbei mehr Tiefe verleihen, zeugt von einem besonderen erzählerischen Gespür. Ein weiterer Vorteil der relativ geringen Seitenzahl ist die Tatsache, dass das Buch keinerlei unnötige Längen aufweist – man ist stets von der Handlung gefesselt und erfährt gerade so viel über die Charaktere, wie nötig ist.

Alles in allem ist „Ein Liebhaber ungerader Zahlen“ somit ein leichtfüßiges und amüsantes Werk, dass einem einige heitere Stunden beschert!

  • Titel: Ein Liebhaber ungerader Zahlen
  • Originaltitel: Ein Liebhaber ungerader Zahlen
  • Autor: Herbert Rosendorfer
  • Übersetzer: —
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag
  • Auflage: 2. Auflage
  • ISBN: 3-423-12307-9
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