„Get Out“ – Filmrezension

© 2017 Universal Pictures International

Nervenaufreibender Thriller mit schwachem Ende!

„Get Out“ war der zweite Film, neben „Ein Dorf sieht schwarz“, den ich gestern gesehen habe, der sich mit dem Thema Rassismus auseinandersetzt. Und er macht dies neunzig Prozent seiner Laufzeit über auf eine so spannende und verwirrende Art und Weise, dass einem als Zuschauer der Puls höher schlägt und man gefesselt auf die Leinwand blickt – bis zu der finalen Auflösung, die einen enttäuscht im Kinositz zurücklässt. 

Was wirklich extrem schade ist, denn ohne dieses platte und abstruse Ende hätte der Film das Zeug zu einem funkelnden Stern am Genre-Firmament gehabt. Das liegt nicht nur an den exzellenten Schauspielern, vor allem Daniel Kaluuya zeigt mit dieser Performance, dass er eine große Zukunft vor sich hat wenn er dies wünscht, sondern auch an den treffenden Dialogen, den stimmigen Settings und der unheimlichen Atmosphäre. Besonders gefreut habe ich mich über den äußerst spärlichen Einsatz von Jump-Scares, da diese meiner Meinung nach im Thriller/Horrer Genre in den letzten Jahren zur Plage avanciert sind und die wohl billigste und einfachste Art darstellen, dem Zuschauer einen Schrecken zu verpassen ohne dabei jedoch tatsächlich beängstigend zu sein. Ein weiterer kleiner Wermutstropfen war, neben der schwachen Auflösung, die Figur des Rod Williams, der lustige Sidekick, der nur selten tatsächlich etwas komisches von sich gibt und ein paar der idiotischsten finalen Worte liefert, die ich seit langem gehört habe.

Alles in allem ist „Get Out“ also ein Film, der leider sein ganzes Potenzial auf den letzten Metern vergeudet und somit nicht mehr ist als ein Streifen, den man sich vielleicht mal anschauen kann wenn gerade nichts anderes läuft!

  • Titel: Get Out
  • Originaltitel: Get Out
  • Erscheinungsjahr: 2017
  • Laufzeit: 104 Minuten
  • Produktionsstudio: Universal Pictures
  • Regie: Jordan Peele
  • Darsteller: Daniel Kaluuya, Allison Williams, Catherine Keener, Bradley Whitford, Caleb Landry Jones
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9 Gedanken zu “„Get Out“ – Filmrezension

  1. Ich habe diesen Film mit zwei Freunden im Kino gesehen und was habe ich ihn geliebt. Gute Schauspieler, Clever geschrieben und so viel Potential für eine Analyse. Das Ende ist leider wirklich etwas schwach aber das reißt den Gesamteindruck zumindest für mich weniger runter. ^^

    Gefällt 1 Person

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