„Taffe Mädels“ – Filmrezension

© 2017 Twentieth Century Fox Home Entertainment, Inc.

Ein paar gute Lacher aber irgendwie wollte der Funke nicht über springen!

Melissa McCarthy und Sandra Bullock spielen zwei Cops, die sich trotz aller Widrigkeiten und Unstimmigkeiten als Team zusammenraufen müssen um den Fall zu lösen. Wer jetzt denkt: „Einen Moment mal – das kommt mir doch irgendwie bekannt vor?!“, der hat vollkommen recht. Der Film bietet dem Zuschauer eine weitere Adaption des altbekannten und oft gesehenen Cops-/Buddies-Comedy Rezept, das dank einer soliden Performance seiner Darsteller davor bewahrt wird zu einem farblosen Einheitsbrei zu verkommen. 

Vor allem die Chemie zwischen McCarthy und Bullock sticht einem dabei sofort ins Auge und bleibt über die gesamte Laufzeit hinweg einer der strahlendsten Lichtblicke des Films. Auch wenn man das leider nicht wirklich von den Figuren selbst behaupten kann – Bullocks Charakter der zugeknöpften und korrekten FBI Agentin wirkt ja noch ganz glaubwürdig aber McCarthys Charakter ist speziell zu Beginn des Films so überspitzt und extrem gezeichnet, dass es zwar für einige Lacher sorgt aber die Figur sehr unrealistisch wirkt. Da es über einen langen Zeitraum hinweg auch keinen wirklichen Bösewicht gibt, beziehungsweise dieser nicht wirklich in Erscheinung tritt, gibt es für die beiden taffen Mädels nicht viel was anderes zu tun, als sich gegenseitig das Leben schwer zu machen, was zwar für eine tiefere Charakterzeichnung von Vorteil ist, den Film allerdings (s)einer Handlung beraubt. Was rückblickend betrachtet aber verschmerzbar ist, da die Handlung sowieso weitestgehend nach Schema F abläuft – eine Tatsache, die den Streifen leider äußerst vorhersehbar macht. Um euch meine Gedanken zu dem Film etwas anschaulicher zu machen, schreibe ich hier eine kurze Anekdote darüber, was am Sonntag während des letzten Drittels dieses Films geschah. ‚Ich saß also auf meiner Couch und McCarthy sammelte gerade ihre Familie ein, um diese in Sicherheit zu bringen und da ging mir plötzlich ein Licht auf und ich erinnerte mich daran, dass ich den Film schon einmal gesehen hatte!‘ Jetzt kann jeder von euch selber entscheiden, was das über einen Film, vor allem eine Komödie, aussagt, wenn man sich erst nach zwei Dritteln daran erinnert, dass man ihn bereits zum zweiten Mal schaut.

Alles in allem kann man mit „Taffe Mädels“ auf jeden Fall seinen Spaß haben und man wird es definitiv nicht bereuen sich den Film angeschaut zu haben aber es besteht die große Wahrscheinlichkeit, dass er schnell auf dem Friedhof des Vergessens begraben wird!

 

  • Titel: Taffe Mädels
  • Originaltitel: The Heat
  • Erscheinungsjahr: 2013
  • Laufzeit: 117 Minuten
  • Produktionsstudio: 20th Century Fox
  • Regie: Paul Feig
  • Darsteller: Melissa McCarthy, Sandra Bullock, Demián Bichir, Marlon Wayans, Michael Rapaport
Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s