„God is an Astronaut“ – Konzert im Dom im Berg in Graz

© God is an Astronaut; Grazer Spielstätten

Ein phantastischer Abend ganz im Zeichen des Post-Rock!

Normalerweise erscheinen auf diesem Blog ja eigentlich keine Besprechungen und Rezensionen zu Alben, geschweige denn Konzerten, aber nach dem vergangenen, wirklich äußerst musiklastigen Wochenende, habe ich mir doch die Frage gestellt, weshalb eigentlich nicht. Nachdem mir nicht ein einziger Grund eingefallen ist, der dagegen sprechen würde, will ich diese neue Kategorie mit meinem persönlichen Höhepunkt des Wochenendes einweihen – dem sonntäglichen Konzert von God is an Astronaut (wer Lust darauf bekommen hat sich die Band mal genauer anzuschauen, dem hilft wie üblich ein Klick auf das Banner weiter).

Bevor mein zukünftiger Angetrauter mich fragte, ob wir nicht zu besagtem Konzert gehen könnten, sagte mir der Name dieser unter Genrefans offensichtlich sehr bekannten Band überhaupt nichts. Doch da ich ein Mensch bin der prinzipiell immer offen für neues ist, habe ich natürlich zugesagt – was soll denn schon großartig passieren. Und meine Güte, was hat mich diese Band aus den Socken gehauen.

Doch ich greife schon vor…beginnen wir doch zunächst mal mit den Umrahmung des Abends. Hier bot der Dom im Berg die wohl passendste und außergewöhnlichste Location, die Graz zu bieten hat. Über etliche spärlich beleuchtet Metallstufen und -streben gelangt man immer tiefer in den Berg hinein, auf halber Strecke nach oben befindet sich der eigentliche Ort des Geschehens – ein knapp über 700 Quadratmeter großes und 11 Meter hohes gewaltiges Loch, dass in den massiven Stein gehauen wurde. Darin befindet sich alles was das Herz begehrt – eine kleine Bühne, eine gut befüllte Bar, ein paar Bartische und -hocker und natürlich genug Fläche, um das Tanzbein zu schwingen.

Neben der Location sorgte auch der Supportact „Møuntain„, eine österreichische Band mit viel Gespür für starke Beats und feine Riffs, dafür, dass das Publikum so richtig angeheizt wurde und sich dank musikalischer Verwandtschaft bereits auf den bevorstehenden Hauptact eingrooven konnte.

Und dann war es soweit, nach einer kleinen Umbaupause (genau der richtige Augenblick, um sich etwas Kühles zu trinken zu genehmigen) zeigten die gut gelaunten Iren den begeisterten Zuhörern dann, weshalb sie zur Crème de la Crème der Szene zählen. Unorthodoxe Rhythmen, vibrierende Bässe, krasse Gitarrenriffs und elektrisierende Sounds wurden von einer Licht- und Lasershow untermalt, die an Vielfältigkeit, Kreativität und Timing mit den großen Rock- und Popbands ohne weiteres mithalten kann.

Alles in allem kann ich God is an Aatronaut all jenen unter euch weiterempfehlen, die auf komplexe Rhythmen und starke Arrangements stehen und nicht unbedingt Gesang für eine runde Performance benötigen. Vor allem live ist die Band eine Naturgewalt, die man sich nicht entgehen lassen sollte!

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