Special: S-E-P-T-E-M-B-E-R #1

Bereits über die Hälfte des Monats ist dahin und schön langsam wird es eng mit der Sichtung der übrigen 8 Filme. Aber bereits seit Schultagen spornt mich ein latenter Zeitdruck zu Höchstleistungen an, insofern bin ich guter Dinge, dass ich die Challenge von Zacksmovie trotz allem noch fristgerecht meistern werde. Ein Anfang ist ja nun auch endlich gemacht und wenn die Qualität der Filme so bleibt, stehen mir noch einige sehr erfreuliche Abende vor dem Fernseher bevor (das richtige Wetter für einen kuscheligen Abend auf der Couch hätten wir ja schon mal). Aber nun genug der einführenden Worte – hier nun meine Rezension zum Film…Sing Street!

Dublin, 1985: Aufgrund der anhaltenden Wirtschaftskrise muss der 15 jährige Conor von der teuren Privatschule auf die preisgünstigere katholische Schule in der Syng Street wechseln. Dort sieht er sich nicht nur mit unfähigen und grausamen Lehrern, sondern auch mit Hämen und Schlägen von Seiten seiner Mitschüler konfrontiert. Zum Glück gibt es einen Silberstreif am Horizont, der den Namen Raphina trägt. Doch Raphina ist ein Jahr älter und hat auch noch einen Freund – wie gewinnt man also die Aufmerksamkeit einer solchen Schönheit, ohne dabei albern rüber zu kommen? Na klar, man bittet sie im neuen Musikvideo der eignen Band mit zuspielen – dass besagte Band noch nicht einmal existiert ist dabei erst einmal zweitrangig. Nach der überraschenden Zusage der Angebeteten müssen also nur noch schnell ein paar willige Kameraden zusammengewürfelt werden, ein paar Songs geschrieben werden, ein paar Outfits besorgt werden und schon kann es losgehen.

„Sing Street“ war einer jener Filme, die ich vollkommen übersehen hatte, bis er plötzlich auf allen möglichen Bestenlisten des Jahres aufgetaucht war. Spätestens da hatte ich realisiert, dass mir hier womöglich eine echte Perle durch die Finger gerutscht war. Umso erfreuter war ich, den Film Anfang des Jahres beim großen Räumungsverkauf meiner Stammvideothek im Regal zu entdecken. Nachdem sich gestern dann, dank des miserablen Wetters und der akzeptierten Challenge, endlich die Gelegenheit ergab den DVD-Player an zu werfen und mir selbst ein Bild zu machen, kann ich nur sagen, ich verstehe warum der Film so gut ankommt.

Besonders überzeugend waren dabei die zahlreichen Jungdarsteller und angehenden Nachwuchsstars, die es tatsächlich mit Bravour gemeistert haben den Film auf ihren Schultern zu tragen und neben ihren erwachsenen Co-Stars eine ausgezeichnete Figur zu machen. Ihrem Spiel ist es zu verdanken, dass man als Zuschauer vollkommen in das Geschehen eintauchen kann und jede Sekunde mit dem Protagonisten und seinen Außenseiter-Freunden mitfiebert.

So verkommt die eigentlich recht simple und bereits gut bekannte Geschichte von der ersten großen Liebe und den zur Pubertät gehörenden Wirrungen auch niemals zur langweilenden Schablone, sondern wirkt stehts erfrischend und geht ans Herz.

Natürlich spielt bei einem Film, der sich auch um die Gründung einer Band dreht die Musik eine Raum einnehmende Rolle. Zum Glück gelang den Machern hier ein Glanzstück, mit selbst komponierten Liedern, die sich wie ein Streifzug durch die 80er anhören und runter gehen wie warme Milch mit Honig.

Dabei wirkt auch das Zusammenspiel aller Komponenten stimmig und dank dem gekonnten Wechsel zwischen ruhigen, lange stehengelassenen Bildern und schnellen Schnitten entwickelt der Streifen eine schöne Dynamik.

Alles in allem ist „Sing Street“ somit tatsächlich die erhoffte Perle im irischen Filmmeer und auf jeden Fall eine Sichtung wert. Also DVD rein, Licht aus und umspülen lassen von den Erinnerungen an früher, als das Leben noch scheinbar unendlich viele Möglichkeiten zu bieten hatte!

 

  • Titel: Sing Street
  • Originaltitel: Sing Street
  • Erscheinungsjahr: 2016
  • Laufzeit: 106 Minuten
  • Produktionsstudio: The Weinstein Company; Lionsgate
  • Regie: John Carney
  • Darsteller: Ferdia Walsh-Peelo, Aiden Gillen, Jack Reynor, Lucy Boynton, Ben Carolan, Mark McKenna

 

Weitere Beiträge der Challenge zum „S“:

17 Kommentare zu „Special: S-E-P-T-E-M-B-E-R #1

Gib deinen ab

  1. Sing Street war irgendwie auch so ein kompletter Überraschungserfolg. Ich hatte das Glück ihn damals in der Sneak im O-Ton zu sehen (als ich noch in einer Stadt mit anständigen Kinos lebte…). Er hat mir großen spaß gemacht, aber ohne die Sneak wäre er wohl bis heute an mir vorbeigegangen

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