Special: S-E-P-T-E-M-B-E-R #2

Und „schon“ trudelt der nächste Beitrag zur September-Challenge von Zacksmovie hier bei mir ein – mit einer kleinen Abweichung vom eigentlichen Programm, denn statt „Enemy“ wurde nun doch auf Wunsch meines Mannes „Everest“ vorgezogen. Was nach Sichtung des Films auch kein Fehler war, denn mit diesem Streifen habe ich dank dieser Challenge bereits den zweiten sehr guten Film zu sehen bekommen.

Nachdem die Besteigung des höchsten Berges der Welt immer mehr zum Touristenspektakel avancierte, machten sich im Mai des Jahres 1996 so viele Expeditionen wie noch nie an die Besteigung des Giganten. Auch das Unternehmen „Adventure Consultants“ nascht schon seit Jahren fleißig mit an dem ertragreichen Kuchen namens Everest und kann auf eine erfolgreiche Quote an Besteigungen zurück blicken – immerhin hat die Truppe von erfahrenen Bergsteigern noch nie eine Menschenseele in der eisigen Höhe verloren. Doch in diesem folgenschweren Jahr werden die wagemutigen Männer und Frauen am eigenen Leib miterleben, dass jede Besteigung anders ist und es in diesem Fall wortwörtlich um Leben und Tod geht.

Was für ein Film! Alleine die Bilder sind unbeschreiblich schön und furchteinflößend zu gleich und bei vielen der atemberaubenden Szenen fragt man sich wirklich, wie die Macher das nur hinbekommen haben. Nie bekommt man das Gefühl auf einen Green Screen zu blicken und das, obwohl sicherlich einiges an CGI zum Einsatz gekommen sein muss, bedenkt man nur einmal den Ort des Geschehens. Aber nicht nur die äußerst gelungenen Effekte tragen zur besonderen Ästethik des Films bei, sondern auch die Kameraeinstellungen – wenn man sich mit Josh Brolin auf der schmalen Leiter über dem Abgrund befindet und das Klirren des Metalls unter einem hört, wird einem Angst und Bang.

Natürlich haben auch die hervorragenden Schauspieler einen immensen Anteil daran, dass der Zuschauer die schier unendliche Bandbreite an Emotionen, die einen bei einer solchen Aufgabe überkommen, beinahe ungefiltert nachempfinden kann. Sei es nun Clarke als besonnener Bergführer, Brolin als ungeduldiger Tourist oder Gyllenhaal als leichtfertiger Klettermaxe, alle holen trotz weniger Dialoge das meiste aus ihren Figuren heraus.

Ein weitere Punkt der den Film zu einem besonderen Erlebnis macht und ihn stimmig abrundet ist der Soundtrack oder besser gesagt das weitestgehende Fehlen eines solchen. Stürmende Winde oder eisige Stille sind oft die einzigen Begleiter auf dem Weg, wodurch die Szenerie noch beklemmender und vor allem realistischer wird.

Dank der Tatsache, dass der Film dann auch noch auf einer wahren Geschichte beruht, berührt er einen nachhaltig auf eine ganz besondere Art und Weise.

Alles in allem ein rundum gelungenes Biopic, das einen dank unfassbarer Bilder mit auf eine Reise nimmt, die man nicht so schnell vergisst!

  • Titel: Everest
  • Originaltitel: Everest
  • Erscheinungsjahr: 2015
  • Laufzeit: 120 Minuten
  • Produktionsstudio: Universal Pictures
  • Regie: Baltasar Kormákur
  • Darsteller: Jason Clarke, Josh Brolin, Jake Gyllenhaal, John Hawkes, Robin Wright, Keira Knightley

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45 Kommentare zu „Special: S-E-P-T-E-M-B-E-R #2

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    1. Oh ja, glaub schon, dass das tatsächlich einer der wenigen Filme sein könnt bei denen das 3D was bringt. Ich mein, die Bilder sind ja so schon so plastisch und mit 3D-Effekt haut es einen sicher noch mehr von den Socken.

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      1. Echt nicht? Weil auch ohne 3D find ich viele Einstellungen schon äußerst plastisch und da könnt ich mir durchaus gut vorstellen, dass 3D da noch einen netten Tiefenschärfen-Effekt bringt?!

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      2. Okay…ich muss aber auch sagen, dass ich überhaupt nur selten das Gefühl hab, dass 3D wirklich was bringt. Oft ist es für mich nur ein sehr kleiner Unterschied und manchmal sehe ich es fast gar nicht 😉

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  1. Wieder ein Film, den ich schon öfter in der Hand hielt und nie gekauft habe.
    Zumal ich ja auch ein anderes, cineastisches Biopic mit Bergsteigen kenne, besitze und bereits kritisiert habe: „127 Hours“, falls du ihn nicht kennst: es lohnt sich.

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      1. Werd ihn mir auf jeden Fall mal anschauen…wie gesagt ich hatte ihn eh auch schon öfter in der Hand aber irgendwie kam er dann doch nie mit mir nach Hause aber beim nächsten Mal wenn ich ihn irgendwo erspähe ist es endlich soweit 😉

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      2. Im Ernst. Die beiden Filme sind nur schwer miteinander zu vergleichen. Bei 127 hour geht es um den armen Kerl in der Felsspalte. In Everest eher um den Berg und das Verhältnis Mensch-Natur.

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      3. Verstehe…das macht natürlich schon einen Unterschied – werd trotzdem mal reinschauen auch weil ich den eh sowiso schon vorher auf meiner Liste hatte 😉

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  2. Oh. Dabei hatte ich mich schon so auf deine Meinung zu Enemy gefreut. Naja, es gibt ja noch zwei weitere „E“-Filme 🙂
    Mit „Everest“ habt ihr wirklich nichts fasch gemacht. Ich habe den damals im Kino gesehen und war begeistert. Sogar so sehr, dass ich mir direkt danach das Krakauer Buch ausgeliehen habe und quasi in zwei Zügen durchgelesen habe. Ein wie ich finde total unterschätzter Film!

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    1. Ich weiß…ich wollt eigentlich auch lieber endlich Enemy schauen aber mein Mann war dann einfach zu fertig an dem Abend für etwas so anspruchsvolles – aber beim nächsten „E“ kommt er nicht mehr aus ;-)!
      Aber wie gesagt, nachdem ich Everest dann gesehen hatte war ich wegen dem Tausch nicht mehr wirklich enttäuscht weil der Film einfach großartig war. Find auch, dass der viel zu wenig gewürdigt wurde…allein die Landschaftsaufnahmen machen ihn zu einem Erlebnis!

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      1. Trotzdem eine sehr schöne Rezension, die einem einen guten Einblick gewährt und durchaus Lust auf den Film macht 😉
        PS.: Mir geht es mit dem Bergsteigen übrigens sehr ähnlich 😉

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