Stephen King Verfilmungen – Aller guten Dinge sind drei: Misery

© 2017 Metro-Goldwyn-Mayer Studios Inc.

Nachdem die Hälfte der Woche schon wieder rum ist, wird es heute aber wirklich Zeit euch den nächsten Kandidaten von meiner Liste, den ich im Zuge des King-Specials mit DerStigler geschaut habe, vorzustellen. Und ich freue mich sehr darüber, endlich mal etwas Positives über eine der etlichen Verfilmungen des Großmeisters des Horrors sagen zu können.

Denn bei „Misery“ stimmt einfach alles – die Schauspieler, die Inszenierung, die Musik – alles trägt dazu bei, dass man als Zuseher nicht anders kann, als gebannt auf den Bildschirm zu starren und der Dinge zu harren, die da kommen mögen. Vor allem Kathy Bates hat mich wahrlich vom Hocker gehauen, ihr zwiespältiges Tänzeln auf dem Drahtseil, das famose Hin und Her zwischen liebevollem Fan und fanatischer Irrer ist einfach ein wahrer Augenschmaus und driftet dank herausragendem Spiel nie ins Lächerliche oder Unrealistische ab. Aber auch ihr „Gegenspieler“ James Caan muss sich nicht hinter seiner Kollegin verstecken und das, obwohl King selbst nicht sehr zufrieden mit dieser Besetzung war. Für eine gehörige Portion Spannung sorgt auch die Inszenierung, denn obwohl ich den Film im Free-TV mit Werbeunterbrechungen gesehen habe, konnten mich die gut positionierten Kameraeinstellungen und Schnitte jedes Mal wieder sofort zurück in die Atmosphäre des Films ziehen. Die treffenden Dialoge bildeten dann noch die Kirsche auf der Sahnetorte und ergänzten das Filmerlebnis um eine weitere Komponente.

Alles in allem bietet „Misery“ einfach alles, was man sich von einem Suspense-Thriller nur wünschen kann!

  • Titel: Misery
  • Originaltitel: Misery
  • Erscheinungsjahr: 1990
  • Laufzeit: 103 Minuten
  • Produktionsstudio: Columbia Pictures
  • Regie: Rob Reiner
  • Darsteller: Kathy Bates, James Caan, Richard Farnsworth, Lauren Bacall

Für mich war der Film nach den zwei ersten King-Verfilmungen „Friedhof der Kuscheltiere“ und „Rhea M“ natürlich ein besonderes Schmankerl, das Lust auf mehr macht. Freut euch also schon auf meine nächste Rezension zu einer weiteren King-Verfilmung (die hoffentlich genauso positiv ausfallen wird).

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24 Gedanken zu “Stephen King Verfilmungen – Aller guten Dinge sind drei: Misery

  1. Da hast Du wirklich ein Schmankerl erwischt. Ich finde seine Thriller sind um einiges besser verfilmt, als die Horror. Seine Bücher – ich habe sie verschlungen in den 90ern. Allerdings muss ich auch sagen, dass er es wie keiner schaft unheimlich langweilige Passagen einzubauen. Aber er hat den richtigen Zeitpunkt immer abgepasst, denn jedesmal wenn ich es weg legen wollte wurde es immer wieder so spannend dass ich weiter lesen musste. Ich bin gespannt – ich habe ja Nebel geplant – seit langem mal wieder eines seiner Bücher.

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  2. Sooo, jetzt kommen wir zu den guten Sachen! 😉
    Es überrascht mich so gar nicht zu hören, dass King mit der Besetzung von Caan unglücklich war. Er sieht eben in seinen Autorenfiguren (die quasi immer vorkommen) eben jemanden ganz bestimmten – sich selbst. Zum Glück besteht er nicht darauf sich selbst zu spielen. Obwohl in Creepshow war er sehr gut , wenn auch weit weg vom Autoren. Der kommt hoffentlich auch noch!

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    • Jaaa, endlich mal der gute Stoff😉!
      Ja, mich hat es auch nicht überrascht, dass King damit unzufrieden war…wann ist er das schon nicht mit einer Verfilmung 😉. Ich find seine Cameos aber immer wieder witzig…jetzt wissen wir wo Marvel sich das abgeschaut hat😉

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  3. Okay, leider bin ich kein Fan von King. Ich wäre es gerne, weil sich seine Geschichten interessant anhören. Leider sind sie es aber für mich nicht. Bis auf zwei. Die eine habe ich tatsächlich gelesen und fand sie sehr eindrucksvoll: Todesmarsch. Die zweite habe ich gesehen und gelesen: Misery bzw. Sie. Aber den Film habe ich schon unendlich oft gesehen. Sehr krass und sooo gut gespielt. Irgendwann wollte ich dem Roman eine Chance geben, weil ich dachte, er müsste mich dann doch überzeugen. Aber er hat’s wieder nicht so hingekriegt wie der Film

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    • Ich muss gestehen, dass ich noch kein einziges Buch von ihm gelesen hab…und das obwohl er mindestens eins pro Jahr rausbringt und das seit den 70ern😳! Aber irgendwie finde ich trotz der schieren Masse nie einen Grund mal eins anzufangen…vielleicht ja nach dem Special mal weil wie du sagst, manche Geschichten klingen ja recht spannend.
      Ja, Misery ist einfach wirklich unglaublich gut😉

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