Stephen King Verfilmungen – Vier gewinnt(?): Der Feuerteufel

© 2017 Metro-Goldwyn-Mayer Studios Inc.

Letzte Woche habe ich es leider aus zeitlichen Gründen nicht geschafft, euch 2 Beiträge zum King-Special zu liefern. Dafür dürft ihr euch diese Woche noch auf ein kleines Schmankerl freuen, denn neben dem heutigen Beitrag steht diese Woche noch aus gegebenem Anlass die Rezension zu „Es“ an. Aber zunächst mal zu dem inzwischen vierten Film des kingschen Universums, den ich mir angeschaut habe.

Die Handlung ist dabei relativ schnell erzählt: Ein Vater und seine kleine Tochter befinden sich auf der Flucht vor einer mysteriösen Einrichtung namens „Das Institut“, denn beide haben mentale Fähigkeiten, welche „Das Institut“ für sich nutzbar machen will. So beginnt eine Hetzjagd quer durch die Staaten, die mit einem Meer aus Flammen endet.

Zufälligerweise stolperte ich vor ein paar Tagen im Fernsehprogramm bei Tele 5 über diesen Streifen und ließ mir die Gelegenheit natürlich nicht entgehen. Nach der Sichtung muss ich sagen, dass dies der erste Film ist, den ich im Zuge dieses Specials gesehen habe, der „okay“ ist – soll heißen, ich fand ihn weder besonders gut noch besonders schlecht.

Für ihn spricht auf jeden Fall die Leistung der Schauspieler – auch wenn Drew Barrymore wirklich noch sehr jung ist kann man schon ihr immenses Potenzial erkennen und David Keith legt eine recht glaubhafte Performance als besorgter Vater hin (mal abgesehen von dem versprenkelten Overacting, vor allem wenn er seine Fähigkeiten einsetzt). Auch Martin Sheen und George C. Scott machen eine ganz gute Figur als Antagonisten und das, obwohl ihnen mehr Charakterentwicklung gut getan hätte, da manche Handlungen dadurch nachvollziehbarer geworden wären.

Auch die Inszenierung funktioniert an den meisten Stellen ganz gut. Der Zuschauer muss durch die gewählte Erzählstruktur immer wieder am Ball bleiben, wodurch eine angenehme Dynamik erzeugt wird. Auch auf konfuse Schnitte wird glücklicherweise verzichtet, sodass man dem Geschehen gut folgen kann. Trotzdem entstehen manchmal schleppende Szenen, was auch am Drehbuch liegt, denn dieses erlaubt sich immer wieder grobe Schnitzer was einzelne Dialoge und Verhaltensweisen betrifft.

Doch was mich am meisten an dem Film gestört hat – dasselbe was mich bisher auch bei den anderen Horror(!)-Verfilmungen von ihm gestört hat – ist die Tatsache, dass ich mich nie gegruselt oder erschreckt habe. Nie kommt echte Spannung auf, sei es nun aufgrund der vorhersehbaren Geschichte (wie in diesem Film und bei Friedhof der Kuscheltiere) oder der schlechten Effekte (wie bei Rhea M und ebenfalls bei Friedhof der Kuscheltiere), was bei einem Horrorfilm einfach ein No-Go für mich ist. Aber gut, ich will nicht zu sehr klagen, denn immerhin habe ich ja noch einige Filme, auch neueren Datums, auf meiner Liste und somit stehen die Chance noch immer sehr gut, dass sich einige Gänsehautmomente finden werden.

Bis zu meinem nächsten Beitrag vergesst nicht, auch mal bei DerStigler vorbeizuschauen, um die volle King-Dosis zu erhalten ;-)!

  • Titel: Der Feuerteufel
  • Originaltitel: Firestarter
  • Erscheinungsjahr: 1984
  • Laufzeit: 114 Minuten
  • Produktionsstudio: Universal Pictures
  • Regie: Mark L. Lester
  • Darsteller: David Keith, Drew Barrymore, Martin Sheen, George C. Scott, Heather Locklear
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10 Gedanken zu “Stephen King Verfilmungen – Vier gewinnt(?): Der Feuerteufel

  1. Puh – hier kann ich mich weder noch genau an den Film noch an das Buch so richtig erinnern. Ich kann mich nur erinnern, dass ich von dem Film auch eher enttäuscht war. Aber das Buch war – meiner Erinnerung nach – nicht schlecht – aber das ist dann doch zu lange her. Hat einer von Euch Cujo? Den fand ich damals richtig gut – aber das ist schon – lass mich überlegen – 30!! Jahre her…

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      • Bin auch schon sehr gespannt, wie die Filme des Specials noch so sind weil wie du sagst, die Erinnerung kann trügen und was einem als Kind eine Heidenangst gemacht hat kommt einem als Erwachsener eher lächerlich vor 😉

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      • Ja. Genau so sieht es aus. Hab gesehen, das Spiel wurde auch verfilmt. Das Buch fand ich jetzt nicht so gut. Nun auf den Film gespannt. Das ist auch eher ein Thriller. ☺😌

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    • Naja, wie gesagt, der Film ist jetzt keine Katastrophe aber unbedingt sehen mussan ihn glaub ich nicht! Ich denk, dass Carrie da um Welten besser ist allein weil die Protagonistin schon einmal wegen ihres höheren Alters ihrer Rolle natürlich mehr Tiefe und Substanz verleihen kann als die sehr junge Barrymore

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