Stephen King Verfilmungen #5: Es (2017)

© Saint Genesis

Hallo meine lieben Leser,

viel zu lange ist es her, dass ich einen Beitrag zum King-Special, welches ich gemeinsam mit dem Stigler ins Leben gerufen habe, verfasst habe. Dies ist einerseits meiner mehrwöchigen Abwesenheit geschuldet, aber wohl auch der einfachen Tatsache, dass ich mich in letzter Zeit generell nicht so oft mit meinem Blog beschäftigen konnte, wie ich es gerne getan hätte. Deswegen freut es mich besonders, dass ich euch als fünften Film dieser Beitragsreihe einen (relativ) aktuellen Vertreter aus dem kingschen Filmuniversum näher bringen darf, der neben Misery bisher zu meinen absoluten Favoriten zählt. Die Rede ist natürlich von der neuesten Adaption des Kultromans ES! Eigentlich plante ich an dieser Stelle eine Art „Movie Fight“, in dem ich Alt gegen Neu in den Ring steigen lassen wollte, doch aufgrund der Aufteilung der Neuadaption in zwei Teile fand ich dies nicht ganz fair und beschloss deswegen dieses Vorhaben auf 2019 zu verschieben, wenn uns beide Adaptionen in ihrer Gesamtheit vorliegen. Aber nun genug des Vorgeplänkels, tauchen wir nun ein in das Grauen und den Horror…

Dabei würde ich diesen Film gar nicht als klassischen Horrorfilm einstufen – eher als Crossover aus Horror, Drama und Coming of Age, was ihm unglaublich gut tut. Denn so bekommt der Zuschauer nicht nur ein paar nette Jumpscares und richtig tief sitzende Schockmomente zu sehen, sondern auch noch eine spannende Geschichte rund um Freundschaft, Familie und das Erwachsen werden.

Einen großen Anteil daran, dass man zu jeder Sekunde mit dem „Klub der Verlierer“ mitfiebert, haben auf jeden Fall dessen Darsteller. Diese zählen ganz zu Recht zu den besten Kinderdarstellern, die Hollywood zur Zeit zu bieten hat und können auf eine glorreiche Zukunft blicken, wenn sie ihren Weg auf diese Weise weiter beschreiten können. Der zweite Charakter, der maßgeblich dafür verantwortlich ist, dass der Film so gut funktioniert, ist natürlich Pennywise, brillant verkörpert von Bill Skarsgård. Seine Darstellung des Kinderfleisch verzehrenden, tanzenden Clowns bewegt sich genau auf dem richtigen Grat zwischen Witz und Wahnsinn. Sogar das in den Trailern noch recht albern wirkende Kostüm trägt dazu bei der Figur einen Hauch Unheimlichkeit zu verleihen.

Auch die Entscheidung die Handlung aufzuteilen empfinde ich als wohlüberlegt und gut gewählt (ganz anders als bei den meisten Beispielen, in denen ein Buch in zwei Filme aufgesplittet wurde), konnten die Macher doch so den Fokus voll und ganz auf die erste Begegnung des Klubs mit dem Clown legen.

Alles in allem ist „Es“ ein wahnsinnig unterhaltsamer Film geworden, der auch den nicht ganz so horroraffinen Filmenthusiasten einiges zu bieten hat!

 

  • Titel: Es
  • Originaltitel: It
  • Erscheinungsjahr: 2017
  • Laufzeit: 135 Minuten
  • Produktionsstudio: Warner Bros. Pictures
  • Regie: Andrés Muschietti
  • Darsteller: Bill Skarsgård, Jaeden Lieberher, Sophia Lillis, Jeremy Ray Taylor, Fin Wolfhard, Jack Dylan Grazer, Chosen Jacobs, Wyatt Oleff
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31 Gedanken zu “Stephen King Verfilmungen #5: Es (2017)

    • Aha, okay…ich dachte du meintest vielleicht, dass es auch Handlungsparallelen gibt. Ja, obwohl ich die Serie nicht kenn erkennt man allein von der Vorschau her schon recht viel Ähnlichkeiten zwischen den beiden Werken was den Look angeht aber wie gesagt, sobald ich ein 80er Jahre Setting hernehm bleibt das wohl auch eunfach nicht aus😉

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  1. Natürlich geht hier die Rechnung auf, sich wie Stranger Things den alten Spielberg-Stil einzuverleiben.
    Für mich ein, sicher recht ordentlicher Abklatsch der Serie, aber gut, es ist ja nur die gute erste Hälfte des Buches. Die Erwachsenengeschichte im Buch fand ich ja richtig schlecht, die Auflösung Körperverletzung, aber egal, mal sehen wie sie das diesmal filmisch lösen.

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    • Nachdem ich die Serie noch nicht gesehen hab kann ich dazu nichts sagen…wobei sich doch schon irgendwie die Frage stellen würde, ob die Serie dann nicht ein Abklatsch vom Buch wäre 😉?! Wobei es natürlich auf jeden Fall stimmt, dass die Verlegung der Geschichte in die 80er eindeutig ein kalkulierter Schachzug aufgrund der derzeitigen Nostalgiewelle für dieses Jahrzehnt war…aber hey, solang dabei ein unterhaltsamer Film entsteht bin ich gern bereit über sowas hinweg zu schauen😁.
      Ich bin auch schon sehr gespannt wie sie wohl die Erwachsenengeschichte umsetzen wollen…die fand ich im TV Zweiteiler schon ziemlich mies und war ein deutlicher qualitativer Abstieg im Vergleich zum ersten Part. Aber was man bisher so über den Cast zu hören gekommt weckt zumindest meine Hoffnung😉

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  2. Der Artikel spiegelt in etwa meine Eindrücke des Films wieder. Eines meiner großen Highlights aus 2017. Eine Kritik meinerseits ist zwingend nachzuholen. 😉

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  3. Das klingt famos. Da freue ich mich schon sehr drauf. Ich gehöre ja zu denen, die selbst den 90er „Es“ mochten und zudem liebe ich 80er Jugendabenteuer, sprich: Der 2017 „Es“ scheint wie für mich gemacht… 🙂

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    • Ohja, dann wirst du wirklich deine wahre Freude mit der neuen Adaption haben! 🙂
      Die Rezension zu dem 90er Es ist als nächstes dran…den fand ich um ehrlich zu sein nicht so famos (könnte damit zu tun haben, dass ich ihn nicht als Kind gesehen habe, sondern erst als Erwachsene zum ersten Mal) – wobei er unter den King Verfilmungen immer noch zu den besseren zählt 😉

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