Kinofilme Juli bis September – Mein persönliches Ranking

Erstaunt habe ich diesen Monat festgestellt, dass ich es die letzten Monate mal wieder verabsäumt habe euch mein Ranking der von mir gesehenen Kinofilme zu präsentieren. Da ich trotz angeblicher Sommerflaute aber erstaunlich oft im Kino war, werde ich die drei Monate diesmal nicht zusammenfassen, sondern sie nacheinander abarbeiten. Fangen wir also gleich mal mit dem Juli an…


Juli 2018

Die Enttäuschung

Platz 6 – Mamma Mia 2

Prädikat: Kann man mal schauen, muss man aber nicht

Während mich der erste Teil noch dank des brachial auf Feel Good Movie getrimmten Gesamtkonzepts überzeugen konnte, war mir der zweite Teil dann leider viel zu düster ohne dabei jemals wirklich in die Tiefe zu gehen. Aber man kann es ja zum Glück auch so sehen, dass ein Monat in dem nur eine Enttäuschung zu verzeichnen ist, auf jeden Fall ein guter Kinomonat war.


Das solide bis starke Mittelfeld

Platz 5 – How to party with Mom 

Prädikat: Am besten in Gesellschaft von Freunden

Melissa McCarthy ist ja immer so eine Sache, mal liefert sie grandiose Filme ab und mal deftige Gurken. „How to party with Mom“  befindet sich dabei irgendwo in der Mitte. Zwar gibt es einiges an verschenktem Potenzial zu bemängeln und nicht alle Witze zünden, aber immerhin bietet der Film noch immer genug Herz und amüsante Momente, um als  unterhaltsam durchzugehen.

Platz 4 – Deine Juliet 

Prädikat: Ein Blick kann nicht schaden

„What you see is what you get“ könnte das Motto dieses Films lauten, denn wer sich den Trailer anschaut weiß Bescheid; sowohl Handlung als auch Charaktere folgen schön der Genreschablone und sind dennoch so herzerwärmend, dass man einen netten Abend mit ihnen verbringen kann.

Platz 3 – Papillon 

Prädikat: Sehenswert

Zwar reicht das Remake tatsächlich nicht ganz an die Vorlage heran aber trotzdem ist die Geschichte des Strafgefangenen Papillon ein wunderbar inszeniertes, imposant gespieltes Drama.


Meine Highlights

Platz 2 – Sicario 2 

Prädikat: Sehenswert

Auch wenn man dem Film anmerkt, dass die unverkennbare Handschrift von Villeneuve einfach fehlt, ist den Machern erneut ein dicht erzählter Thriller mit einprägsamen Bildern gelungen.

Platz 1 – Ant-Man and the Wasp 

Prädikat: Sehenswert

Von vielen Kritikern eher milde belächelt, fand ich das zweite Soloabenteuer des Helden im Miniformat herzhaft erfrischend, gespickt mit einem großartigen Humor und genau das richtige nach dem markerschütternden Infinity War.


August 2018

Die Enttäuschung

Platz 6 – Cocote 

Prädikat: Lieber Finger weg

Was kommt dabei heraus, wenn ein Experimentalfilmer, der von sich selbst behauptet, dass ihn Spielfilme langweilen, seinen ersten Spielfilm produziert? Überraschenderweise ein ziemlich langweiliges Endprodukt, das zwar viele auffallend schöne Bilder zu bieten hat,  sich aber ansonsten  ausschließlich an dem einzigen Element festmacht, welches für den Künstler offenbar charakteristisch für einen Spielfilm zu sein scheint, einer geradlinigen Zeitabfolge. Ambitioniert auf jeden Fall aber leider nicht wirklich gelungen.


Das solide bis starke Mittelfeld

Platz 5 – Hotel Artemis

Prädikat: Kann man mal schauen, muss man aber nicht

Was hätte dieser Film nicht  alles sein können, betrachtet man nur einmal, dass in ihm schlummernde Potenzial. Aber leider will der Film nie so richtig in die Gänge kommen, sondern verläuft  sich viel zu oft in den selbigen.

Platz 4 – Catch Me! 

Prädikat: Ein Blick kann nicht schaden

Der Film lässt zwar storytechnisch einige gute Gelegenheiten einfach mal links liegen aber der äußerst sympathische Cast, zwischen dem die Chemie von der ersten Minute weg einfach stimmt, zieht einen so sehr in seinen Bann, dass man gar nicht anders kann, als mit den fünf Freunden mitzufiebern und mitzulachen.

Platz 3 – MEG 

Prädikat: Ein Blick kann nicht schaden

Bereits von verschiedenen Seiten habe ich die Kritik gehört, dass der Film sich selbst zu ernst nehme, um als gelungener Edel-Trash durchzugehen und hier muss ich an dieser Stelle ganz klar sagen, dass ich das komplett anders sehe. Ich hatte während der gesamten Laufzeit zu keiner Zeit das Gefühl, dass auch nur einer der Verantwortlichen den Streifen ernst genommen hätte, ganz im Gegenteil, meiner Meinung nach strotzt er nur so vor selbstreflektierendem Augenzwinkern und hat mir somit genau das Kinoerlebnis beschert, welches ich mir gewünscht hatte.

Platz 2 – The Equalizer 2 

Prädikat: Sehenswert 

Zwar reicht der Nachfolger nicht ganz an den ersten Teil in puncto Überraschungseffekt und Kreativität heran aber zum Glück beachteten die Macher eine wichtige Regel bei Sequels und rückten dafür den Charakter mehr in den Fokus; so gelingt ihnen eine gelungene und erneut actiongeladene Fortsetzung.


Mein Highlight

Platz 1 – Mission Impossible: Fallout 

Prädikat: Sehenswert

Alleine die Tatsache, dass eine Reihe mit ihrem sechsten Teil und dem eigentlich immer irgendwie gleichen Plot dennoch so eine Gänsehaut bei der Sichtung erzeugen kann, ist schon mal ein beachtlicher und erwähnenswerter Erfolg, dass einem dann aber tatsächlich auch noch immer die Charaktere am Herz liegen ist schon ganz großes Actionkino.


September 2018

Die Enttäuschungen

Platz 7 – I can only imagine 

Prädikat: Lieber Finger weg

Was zunächst nach einem harmlosen Biopic über einen Musiker aussah, von dem ich zugegebenermaßen noch nie gehört hatte, mutierte nur allzu schnell zu einer rührseligen Geschichte über das Finden von Gott, in der Alkoholismus ebenso schnell überwunden werden kann, wie körperlicher Missbrauch verziehen werden kann, solange man nur endlich den Erlöser in sein Herz lässt. Das ist genauso abgedroschen wie es sich anhört und wird eigentlich tatsächlich nur durch die Tatsache abgeschwächt, dass es sich um ein Biopic handelt und die Erinnerungen eines Menschen nun mal kaum diskutierbar sind – ein Film ist es hingegen sehr wohl.

Platz 6 – The Nun 

Prädikat: Lieber Finger weg

Leider versammelte der neueste Zuwachs im Conjuring-Franchise so ziemlich alles was mich an Horrorfilmen stört – eine uninspirierte Geschichte, blasse Charaktere und vorhersehbare Jump Scares. Es mag zwar sicher durchaus Leute geben, denen so etwas gefällt, aber ich zähle eindeutig nicht dazu.


Das solide bis starke Mittelfeld

Platz 5 – Das Haus der geheimnisvollen Uhren

Prädikat: Am besten in Gesellschaft von Freunden

Zwar bietet der Film für das erwachsene Publikum kaum Neues aber gerade die Zielgruppe dürfte hellauf begeistert sein…insofern ein idealer Kandidat für einen gemeinsamen Kino-/Fernsehabend mit den halbstarken Rackern.

Platz 4 – Predator – Upgrade 

Prädikat: Am besten in Gesellschaft von Freunden

Von einigen Fans komplett verrissen, hatte ich meinen Spaß mit diesem neuesten Film im Predator – Universum, der tonal tatsächlich völlig neue Gefilde für sich entdeckt und durchsetzt ist mit dem typischen Humor von Shane Black. Ein Meisterwerk ist es zwar sicher nicht aber für einen unterhaltsamen Abend allemal hervorragend geeignet.


Meine Highlights

Platz 3 – Die Unglaublichen 2

Prädikat: Sehenswert

Familie Parr ist nach 14 Jahren zurück auf der großen Leinwand und während viele von uns in dieser Zeit erwachsen geworden sind, sind für die Superheldenfamilie gerade einmal ein paar Sekunden vergangen. Der langen Zeitspanne seit dem ersten Film mag es geschuldet sein, dass sich die Geschichte bei genauerem Hinsehen etwas repetitiv zeigt, aber sei es drum, die kleinen Schwächen vergibt man dem Film gerne, hat man doch einfach jede Menge Spaß mit Mr. Incredible, Elastigirl und der ganzen Gang.

Platz 2 – BlacKKlansman 

Prädikat: Absolut sehenswert

Kaum zu glauben, aber wie uns das Intro nochmals klar macht, beruht der neueste Geniestreich von Spike Lee, der damit zu einer neuen Höchstform aufläuft, tatsächlich auf wahren Begebenheiten. Mit einer nach wie vor leider viel zu wichtigen, da nach wie vor aktuellen Message, einer guten Prise bitterbösem Humor und hervorragenden Schauspielern ist eine Sichtung hier beinahe Pflicht.

Platz 1 – The Man who killed Don Quixote 

Prädikat: Absolut sehenswert

Ja, ich finde das der neueste Streich von Kultregisseur Terry Gilliam tatsächlich ein Geniestreich ist! Weg von den skurrilen Zukunftsdystopien, hin zur schrägen aber auch märchenhaften Adaption eines ganz großen literarischen Stoffs, die dabei soviel mehr als eine bloße Umsetzung des Buches geworden ist.


So, das waren sie jetzt aber, die 19 Filme, die ich über die Sommermonate hinweg auf der großen Leinwand gesehen habe und ich muss sagen, dass der Sommer wirklich ein paar Perlen und zum Glück nur wenige richtige Stinker zu bieten hatte.

Wie schaut es denn bei euch so aus? Was waren eure Highlights bzw Enttäuschungen des Sommers? Schreibt es mir doch gern in die Kommentare.

Danke für’s Vorbeischauen und bis zum nächsten Mal – stay tuned…

 

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Ein Gedanke zu “Kinofilme Juli bis September – Mein persönliches Ranking

  1. Hyvää päivää, Mara.
    Mit seinen wenigen Ausnahmen ist Terry Gilliam im Grunde die Definition des genialen Film(er)schaffenden dieser Zeit. Er verbindet die Phantasie, die Realität & die Absurditäten des Lebens zu einem wundervollendeten Ganzen. Seit Jahrzehnten.

    Die Originalaufnamen am Ende von ‚BlacKkKlansman‘ sagen im Grunde für sich allein bereits, wie wenig Teile der Staaten von der Stelle gekommen sind.

    Anderes als missionarische Obertöne kann man/frau von einem Christian Film aus den Staaten wohl nicht erwarten. Wobei es bedeutend schlechtere (holzhammer-subtile) Streifen, als ‚I Only Can Imagine‘, gibt. 🙂
    Immerhin sind die zu sehenden Reviews dann amüsant!

    bonté

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