„Haus des Geldes“ Staffel 1 und 2 – Review

Hallo zusammen,

heute möchte ich euch mal wieder mit einer meiner viel zu seltenen Serienreviews erfreuen und euch in diesem Zusammenhang auch gleich eine meiner Serienentdeckungen des letzten Jahres ans Herz legen – die Rede ist von der spanischen Netflix-Produktion „Haus des Geldes“. Da die beiden bisher erschienen Staffeln erzählerisch ebenso wie dramaturgisch so dicht verwoben sind, dass es einem schwer fällt im Nachhinein noch zu sagen, wo die eine aufhörte und die anderen anfing, habe ich mich dazu entschlossen, diese Serien nicht staffelweise zu rezensieren, sondern die beiden Staffeln zusammen zu behandeln. Aber zunächst einmal, wie immer, eine kurze Zusammenfassung der Handlung.


Es ist ein waghalsiges Vorhaben, dass sich ein paar Kleinkriminelle, unter der Leitung eines gewissen „Professors“, da vorgenommen haben – immerhin ist der Überfall der spanischen Notendruckerei keine Kleinigkeit. Doch der Plan scheint so ausgeklügelt, dass eigentlich nichts mehr schief gehen kann, eigentlich, denn wie man weiß, kommt es meistens nicht nur anders, sondern anders als man denkt. So scheint der Coup immer wieder zum Scheitern verdammt zu sein und der Zuschauer fragt sich, ob es die Diebe am Ende überhaupt heil aus der Sache raus schaffen können.


„Haus des Geldes“ ist so eine Serie, die man beim Durchstöbern der Netflix-Angebote schnell mal übersehen könnte. Zwar wurde sie dort gar nicht einmal so unprominent beworben aber das etwas schwammige Versprechen eines Heist Movies, der auf 22 Folgen zu je zirka 50 Minuten Laufzeit gestreckt wurde, könnte den ein oder anderen dann doch eher abschrecken – was soll man schon in der ganzen Zeit großartiges über einen Bankraub erzählen können?!
Aber lasst euch nicht täuschen, „Haus des Geldes“ ist nicht nur spannungs- und actionreicher Heist-Serie, sondern auch elektrisierendes Katz- und Maus-Spiel, mitreißendes Drama und virtuos performtes Kammerspiel – quasi Spiel, Spaß und Schokolade in einem. Das liegt unter anderem daran, dass die Serie auf, ebenso wie mit, mehreren Erzählebenen spielt, sowohl zeitlich als auch lokal betrachtet – da hätten wir einmal die Bankräuber, die mit den Geiseln in der Notendruckerei festsitzen, dann den Professor, der alles von außen dirigiert, die Polizisten, die versuchen das Ganze so schnell wie möglich zu einem Abschluss zu bringen und die Rückblenden, welche uns in die Vorbereitungsphase der Bande entführen und eine hervorragende Art darstellen, die Charaktere noch besser herauszuarbeiten. Ebenfalls beeindruckend sind die schauspielerischen Leistungen, hier stehen die spanischen Mimen ihren amerikanischen Kollegen in nichts nach, sodass man als Zuschauer jederzeit mit den Figuren mitfiebert.
Klar könnte man jetzt vielleicht einwerfen, dass die Akteure sich manchmal ziemlich dämlich verhalten aber es sind meiner Meinung nach genau solche Momente, jene Augenblicke, in denen man am liebsten durch den Bildschirm steigen würde, um den Idioten mal so richtig kräftig durchzuschütteln, die das Geschehen einfach umso realistischer wirken lassen, denn so sehr wir es manchmal auch gerne leugnen wollen, wir Menschen sind nun einmal stark emotionsgesteuert, gerade in Ausnahmesituationen. Einzig am Ende übertreiben es die Drehbuchautoren dann auch meiner Meinung nach etwas und kratzen in der letzten Szene des Staffelfinales ein wenig zu sehr an der Glaubwürdigkeit, aber das ist nur ein wirklich winziger Wermutstropfen, der dem Vergnügen bei der Sichtung keinen Abbruch tut.

Alles in allem kann ich mich nur wiederholen und euch die Serie wärmstens ans Herz legen, denn für mich zählt sie zu den besten, die ich jemals gesehen habe. Eine einzige Frage stellt sich mir allerdings – was zum Kuckuck soll denn bitte in Staffel 3 noch großartig passieren? Zur Beantwortung dieser Frage bleibt mir wohl nichts anderes übrig, als geduldig zu warten, und sobald ich Bescheid weiß, erfahrt ihr es natürlich als erste 😉 .

Danke für’s Vorbeischauen und bis zum nächsten Mal – stay tuned…

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5 Gedanken zu “„Haus des Geldes“ Staffel 1 und 2 – Review

  1. Haus des Geldes war letztes Jahr mein absolutes Serien Highlight. Bei jeder Folge konnte ich nur staunen, wie verwoben und durchdacht alles war…..Bis jetzt wurde sie noch nicht getoppt.

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