Rezensionsleichen in meinem Keller #3

Hallo zusammen,

ihr kennt das ja sicher selber nur allzu gut, immer wieder mal sieht man Filme, bei denen man irgendwie keine Lust hat eine eigene Rezension zu dem Streifen zu verfassen oder auch solche, bei denen es sich um erneute Sichtungen handelt, um all diesen Kandidaten dennoch ein „zu Hause“ auf meinem Blog zu geben, habe ich beschlossen, meine Rezensionsleichen-Kategorie wieder aus dem Keller hervor zu holen und ihr neues Leben einzuhauchen. Ich habe vor es in Zukunft so zu halten, dass ihr jedes Mal einen Beitrag zu dieser Kategorie bekommt, wenn ich 10 Filme gesehen habe, die ich nicht andern Orts verwerten möchte. Da 10 Filme eine ganz schöne Menge sind, werde ich meine Meinung zu den einzelnen Werken in knapper Form wiedergeben. Bei der heutigen Ausgabe dürft ihr euch über ein paar Erstsichtungen und einige Rewatches freuen…also dann, fangen wir gleich mal an:


1.) Legend of Tarzan (Erstsichtung) 

Prädikat: Am besten in Gesellschaft von Alkohol

Weltweit von Kritikern ziemlich verrissen, wollte ich mir dennoch selbst ein Bild machen, als diese 2016er Version des beliebten Stoffes im Free-TV zu sehen war, und was soll ich sagen, auch ich war nicht sonderlich begeistert von dem neuesten Abenteuer rund um den Herrscher des Dschungels. Das lag einerseits an einer ziemlich vorhersehbaren und generischen Geschichte und andererseits an teils recht fragwürdigen Dialogen. Allerdings muss ich zugeben, dass mir die Darsteller allesamt sehr viel Spaß in ihren Rollen gemacht haben und ich keineswegs das Gefühl hatte meine Zeit mit dem Film zu vergeuden. So ist „Legend of Tarzan“ zwar seichteste Unterhaltung, aber eben dennoch Unterhaltung.

2.) Bei Anruf Mord (Erstsichtung)

Prädikat: Ein Blick kann nicht schaden

Ach ja, Großmeister Hitchcock verstand sein Handwerk halt einfach, davon kann man sich als Zuschauer auch in diesem Krimi/Thriller Hybrid überzeugen. Die Inszenierung mag aus heutiger Sicht vielleicht etwas zahm anmuten, muss in den 50ern aber für ordentlich Furore gesorgt haben, allerdings ist die Geschichte so gelungen erzählt und die Dialoge sind so pointiert geschrieben, dass man auch heutzutage noch jede Menge Spaß mit dem Film haben kann – vor allem die Figur des Kommissars war für mich eines der Highlights.

3.) Killer’s Bodyguard (Rewatch)

Prädikat: Ein Blick kann nicht schaden

Zwar kam der Film damals nicht so gut an, aber ich habe ihn bereits im Kino gefeiert und mich auf eine weitere Sichtung gefreut. Und auch bei einem zweiten Blick konnte mich der Film wieder überzeugen. Er mag zwar nicht der große Wurf sein aber dennoch eine herrlich schräge Action-Komödie mit einem tollen Darsteller-Duo. Meine ausführliche Kritik zu dem Film findet ihr ⇒ HIER.

4.) The Revenant (Rewatch)

Prädikat: Absolut sehenswert

Es passiert zwar nicht oft, aber ab und an hat das öffentlich-rechtliche Fernsehen ja doch auch in puncto Abendunterhaltung etwas zu bieten, so kam ich nämlich in den Genuss mir nach einer schon länger zurückliegenden Sichtung im Kino, nochmals jenen Film anschauen zu können, für den Di Caprio endlich seinen wohlverdienten Oscar bekommen hat. Ebenso wie bei der ersten Sichtung wurde mir sofort wieder klar, dass dies ein ganz eigener Film ist, auf den man wirklich Lust haben muss, denn die Reise auf die er einen mitnimmt, ist keine angenehme, sondern eine beschwerliche, auf der man jede Minute mit dem Protagonisten mitleidet, mit ihm friert und sich mit ihm nach Rache sehnt.

5.) To die for (Erstsichtung)

Prädikat: Kann man mal schauen, muss man aber nicht

Auch diesen Film habe ich zufällig im Free-TV entdeckt und während diese schwarze Komödie zunächst vor allem durch ihre kreative Inszenierung zu überzeugen weiß, ist es der Schluss, der einem plötzlich die Daumenschrauben anzieht und das eindeutige Highlight des Werkes markiert. Für eine klare Empfehlung ist mir der Streifen zwar zu wenig böse aber wer mal Lust auf einen eher sanften Einstieg in das Genre hat, kann gerne mal einen Blick riskieren.

6.) Der seltsame Fall des Benjamin Button (Rewatch)

Prädikat: Sehenswert

Ja, man könnte diesem Film einen leichten Hang zum Kitsch vorwerfen, auch an dem Vorwurf der versteckten Kalendersprüchen, die sich als große Weisheiten tarnen, mag etwas dran sein, aber das alles schadet dem Vergnügen bei der Sichtung zu keiner Sekunde, denn die Geschichte ist innovativ und einzigartig, die Inszenierung gelungen, die Schauspieler einfach grandios und am Ende kann man seinen Tränen nur mehr freien Lauf lassen.

7.) I, Tonya (Rewatch)

Prädikat: Absolut sehenswert

Dieser Film zählte zu meinen Kinohighlights des vergangenen Jahres und fand sich sogar in meiner TOP 15 Liste wieder. Da verwundert es nicht, dass er mich auch bei der zweiten Sichtung wieder vollends überzeugen konnte. Klar, er spielt vielleicht ein bisschen zu selten mit dem Element der unterschiedlichen Versionen ein und der selben Geschichte, aber dennoch fühlt er sich einfach herrlich unkonventionell und erfrischend anders an. Meine ausführliche Rezension findet ihr ⇒ HIER.

8.) American Assassins (Erstsichtung)

Prädikat: Am besten in Gesellschaft von Alkohol

Ich weiß ja nicht so recht – während der Film einen gleich mal zu Beginn mit einer sehr schockierenden Anfangssequenz in seinen Bann zieht und einen interessanten Einstieg bietet, verkommt er spätestens ab der Hälfte zu einem generischen Geheimagenten-Streifen, der neben harten Kerlen, bösen Buben und atomaren Bomben auch noch in jedes anderen Klischee-Fettnäpfchen tritt, dass sich ihm bietet. Nachdem aber sowohl die Inszenierung, als auch das Schauspiel als solide angesehen werden können, können Fans des Genres durchaus mal einen Blick riskieren – nur sollten sie sich halt nicht allzu viel erwarten.

9.) Dead Man (Rewatch)

Prädikat: Sehenswert

Jeder, der schon einmal einen Film von Jim Jarmusch gesehen hat, weiß, dass er einen ganz eigenen Stil hat und seine Werke dadurch aus der breiten Masse hervorstechen. Ebenso ist es mit „Dead Man“, der sich im Western-Genre bewegt, allerdings Assoziationen zu Kafka, Homer und William Blakes Gedichten schürt. So verwundert es auch nicht, dass Dialoge und Situationen sowohl für den Protagonisten, als auch für den Zuschauer teils grotesk und wenig nachvollziehbar wirken, dass aber genau diese Szenen, in Kombination mit der Inszenierung als Schwarz-Weiß-Film, den Reiz des Werkes ausmachen.

10.) Cleaner (Erstsichtung) 

Prädikat: Kann man mal schauen, muss man aber nicht

Ach, Amazon Prime, was bist du nicht für eine Filmfundgrube, da zappt man sich mal eines Abends auf der Suche nach einem möglichen Kandidaten durch die kürzlich hinzugefügten Titel und schon stolpert man über einen Thriller aus dem Jahr 2007 mit Samuel L. Jackson und Ed Harris in den Hauptrollen – der erste Gedanke „Na, so schlecht kann der bei dem Cast ja gar nicht sein“. Und tatsächlich ist der Film gar nicht mal schlecht, sogar ziemlich solide, aber mehr halt auch nicht, weshalb ich nach der Sichtung verstehen konnte, warum er bei der breiten Masse an Filmen des Thriller-Genres vor 12 Jahren untergegangen ist, denn der Streifen zählt eindeutig zur Kategorie „Kann man mal schauen, muss man aber nicht“.


Und das war es auch schon mit den ersten „Leichen“ für dieses Jahr und ich muss sagen, zum Glück hat keine davon so richtig gestunken. Hoffentlich ergeht es mir bei der nächsten Partie genauso.

Habt ihr vielleicht auch ein paar der Filme gesehen? Wie haben sie euch so gefallen? Hinterlasst mir doch einen Kommentar.

Danke für’s Vorbeischauen und bis zum nächsten Mal – stay tuned….

8 Kommentare zu „Rezensionsleichen in meinem Keller #3

Gib deinen ab

      1. Ich muss ja ehrlich gestehen, dass mich bisher noch keine Tarzan-Verfilmung so wirklich von den Socken gehauen hat…ich mein, es gibt ein paar gute aber wirklich als hervorragend würde ich keine davon bezeichnen.

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