Kultfilm #2: Akira

Hallo zusammen,

wie angekündigt, bekommt ihr heute bereits den nächsten Beitrag zu einem neuen Format von DerStigler und mir, indem wir uns mit Kultfilmen auseinandersetzen. Ab Ende März präsentieren wir euch hier jeden Monat einen Film, der es geschafft hat von der Allgemeinheit (oder auch nur von uns Zweien) als Kultfilm betrachtet zu werden. Bevor wir aber nächsten Monat so richtig durchstarten können, habe ich noch eine „Altlast“ vom letzten Jahr aufzuholen, und ich kann euch sagen, es wäre ein schönes Leben, wenn alle aufgeschobenen „Arbeiten“ sich als so unterhaltsam entpuppen würden, wie die Sichtung von „Akira“ es tat.


Doch zunächst möchte ich euch ein paar Hintergrundinformationen zu dem Film bieten, die einem dabei helfen zu verstehen, weshalb dieses Werk, neben „Ghost in the Shell“, so wichtig für die Etablierung der Kunstform Anime in unseren westlichen Gefilden war.
Zunächst einmal war der Film für die damaligen Verhältnisse alleine aus technischer Sicht ein absolutes Novum und setzte neue Maßstäbe für die kommenden Generationen an Filmschaffenden auf diesem Gebiet. Die Verschmelzung von Computereffekten mit sage und schreibe über 160.000 Animationsfolien lässt schon erahnen, dass sich hinter dem Projekt ein visionärer Geist verbarg. Dieser Visionär hört auf den Namen Katsuhiro Otomo und zeichnete bereits für die in Japan äußerst erfolgreiche Manga-Serie verantwortlich.
Doch die wegweisenden und äußerst aufwendigen Animationen waren nicht der einzige Grund für den bahnbrechenden Erfolg des Films und seine große Bedeutung bei der Etablierung des Gedankens in den Köpfen der westlichen Kritiker, dass nicht jeder Zeichentrickfilm für Kinderaugen gedacht ist; die komplexe Handlung, die durch dystopische Cyberpunk-Elemente an Filme wie Blade Runner erinnert, die noch komplexeren und interpretationsbedürftigen Themen, die der Film einem um die Ohren haut, und die teils ebenso expliziten wie verstörenden Gewaltdarstellungen boten dem damaligen, ebenso wie dem heutigen Publikum etwas Neues, Frisches, Unbekanntes. Wegen jenes hohen Grades an Brutalität zunächst noch von vielen kritisiert, war doch genau dieses Element maßgeblich dafür verantwortlich den Blick der Europäer und Amerikaner für ein neues Genre zu öffnen.

Ich persönlich habe mir, ganz ähnlich wie bei „Ghost in the Shell“, aus einem einzigen Grund etwas schwer mit dem Film getan: der Geschichte. Diese wurde zugunsten der Laufzeit nämlich eindeutig in großem Maße gestrafft, was dazu führt, dass man als Zuschauer stellenweise einfach nicht mehr nachvollziehen kann, was gerade auf der Leinwand passiert. Da werden schon mal mit einem einzigen Satz wichtige hochkomplexe Handlungselemente abgetan, Erläuterungen zu wissenschaftlichen Grundlagen nebenbei eingestreut und ganze Universen im Bruchteil einer Sekunde angedeutet. Doch trotz dieser scheinbaren Unzugänglichkeit erging es mir erneut wie bei „Ghost in the Shell“: die fehlenden Informationen schreckten mich nicht ab, ganz im Gegenteil, sie weckten viel mehr mein Interesse daran noch tiefer in die Materie einzutauchen, weshalb die Lektüre des Manga wohl nicht lange auf sich warten lassen wird.


Alles in allem lässt sich sagen, dass „Akira“ wahrlich keine leichte Kost und nichts für Zwischendurch ist, denn es erwartet den Zuschauer ein wilder Ritt, auf dem wohl coolsten Motorrad der Filmgeschichte, durch ein Science-Fiction-Abenteuer, das neue Maßstäbe setzte. Wer sich aber darauf einlässt, wird einen überwältigenden Film zu sehen bekommen, der beinahe unvergleichlich in seiner Machart ist und das Potenzial besitzt, einem die Augen für eine ganz neue Welt zu öffnen.

Und damit wären wir auch schon am Ende der zweiten Ausgabe „Kultfilme“. Habt ihr den Film vielleicht schon gesehen? Wenn ja, was haltet ihr von dem Werk? Konnte es euch ebenso überzeugen wie mich oder könnt ihr seinen Kultstatus nicht nachvollziehen? Hinterlasst mir doch einen Kommentar.

Zur Rezension vom DerStigler gelangt ihr übrigens, wenn ihr ⇒HIER drauf klickt!
Und zu meiner Rezension zu unserem ersten Kultfilm „Starship Troopers“ gelangt ihr ⇒HIER!

Danke für’s Vorbeischauen und bis zum nächsten Mal – stay tuned…

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8 Gedanken zu “Kultfilm #2: Akira

    • Ich würd mich auch riesig über ein Screening im Kino freuen…das muss einfach der Wahnsinn sein. Naja, vielleicht kommt es ja vor dem Kinostart der Realverfilmung dazu (falls es die überhaupt jemals wirklich geben sollte).

      Gefällt 1 Person

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