*Extrablatt* – Diagonale’19: Die Eröffnung

 

Hallo zusammen,

gestern Abend war es also soweit, die Diagonale, das beliebte Grazer Filmfestival, öffnete erneut seine Pforten und bescherte den Besuchern einen stimmigen Einstand in eine Woche voller sehenswerter Filme, anregender Gespräche und neuer Bekanntschaften. Denn genau dafür steht die Diagonale, neben der Hochhaltung der österreichischen Filmlandschaft, für den Diskurs, für das Miteinander.

Dieser Umstand wurde auch von den beiden Intendanten Sebastian Höglinger und Peter Schernhuber in ihrer Rede mehrmals betont. Ganz allgemein, war die Rede der beiden Masterminds hinter dem großen Ganzen eines der zahlreichen Highlights des Abends. Wenn auch stellenweise etwas hektisch vorgetragen, was wohl der bereits fortgeschrittenen Stunde geschuldet war, trafen die gewählten Botschaften dennoch voll ins Schwarze, was durch mehrmaligen donnernden Applaus honoriert wurde.

© Diagonale/Sebastian Reiser

Durch den weiteren Abend führte dann sicheren Schrittes, und mit ein paar subtilen, dafür umso spitzeren Seitenhieben gegen das derzeitige politische Klima, Manuel Rubey. Ein weiteres Highlight des Abends stellte die Verleihung des großen Schauspielpreises an Birgit Minichmayr dar. Gefolgt von einer äußerst stimmungsvollen Laudatio, betrat Minichmayr selbst, sichtlich gerührt, die Bühne und hielt eine erfrischend ehrliche Rede über ihren Traumberuf, die Schauspielerei. Das von Künstlerin Ashley Hans Scheirl gestaltete Kunstwerk mit dem vielsagenden Namen „Golden Balls“ sorgte dann nach den vergossenen Tränen für etwas Erheiterung.

© Diagonale/Sebastian Reiser

Und dann war es soweit, Marie Kreutzers Film „Der Boden unter den Füßen“ flimmerte als erster Vertreter des Festivals über die Leinwand – meine ausführliche Rezension zu dem Film folgt demnächst. Nach dieser bedrückenden Kost, waren die Gäste dann auch froh sich bei Speis und Trank über die erlebten Eindrücke in lockerer Atmosphäre austauschen zu können. So fand ein gelungener Einstand dann auch sein Ende, begleitet von ein paar wummernden Beats.

Abschließen möchte ich diesen Beitrag gerne mit einem Satz beenden, der, ob seiner häufigen Erwähnung, als Leitmotiv des Abends betrachtet werden kann und zugleich den Titel des von Johann Lurf gestalteten Diagonale-Trailers bildet: Nationalismus ist Gift für die Gesellschaft.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

Bloggen auf WordPress.com.

Nach oben ↑

%d Bloggern gefällt das: