Der Marvel-Monat: Marvel’s The Avengers

Header Image: © Marvel; Disney

Hallo zusammen,

kennt ihr das auch, da macht man große Pläne, bereitet sich auf ein ausführliches Special vor und dann grätscht einem das wahre Leben irgendwie immer dazwischen?! So geht es mir mit meinem Marvel-Monat – aber bevor ich hier noch groß zu Jammern beginne, starten wir doch lieber gleich mal mit einer der heutigen Rezensionen, damit sich das Ganze vielleicht ja doch noch irgendwie bis nächste Woche ausgeht. Heute soll sich alles um die erste große Zusammenkunft unsere Helden drehen, einen Film, der eindrucksvoll bewiesen hat, dass auch ein Team-Up Movie hervorragend funktionieren kann, wenn man das richtige Gespür an den Tag legt.

Die Welt scheint in Ordnung, nachdem sowohl Iron Man als auch Thor die jüngsten Bedrohungen beseitigen konnten und Captain America eine ruhige Kugel im Fitnesscenter schiebt, rechnet keiner mit dem Angriff des tot geglaubten Loki auf eine geheime Shield-Einrichtung. Und als wäre es nicht bereits genug, dass er die Forschungsstation in Schutt und Asche legt, nimmt er zu allem Überfluss auch noch den aus dem Eis geborgenen Tesserakt an sich. So nebenbei rekrutiert er dann noch schnell mittels Gehirnwäsche nicht nur einige Agenten, darunter auch Clint Barton aka Hawkeye, sondern auch den genialen Wissenschaftler Dr. Selvig. Gemeinsam arbeiten sie daran ein Portal in eine andere Dimension zu öffnen, damit die Chitauri, jene Armee, welche Thanos Loki zur Verfügung gestellt hat, auf die Erde zu gelangen können, um diese zu unterwerfen. Um mit dieser noch nie dagewesenen Bedrohung fertig zu werden, versammelt Nick Fury alle Helden die er finden kann, damit sie die Schlachten führen, die sonst keiner gewinnen kann.

Es muss eine wahre Hercules-Aufgabe gewesen sein, der sich Joss Whedon gegenüber sah, als ihm Marvel den Regiestuhl bei diesem Projekt angeboten hat. Zwar konnte man inzwischen auf einigen erfolgreichen Filmen aufbauen und hatte eine unüberschaubare Fülle an Comics, aus denen man seine Inspiration schöpfen konnte, aber das Medium Film folgt, wie man immer wieder sieht, seinen eigenen Regeln und normalerweise funktionieren Werke mit gleich mehreren Hauptfiguren eher selten. Der Grund dafür ist einfach, man muss jeder Figur den nötigen Raum gewähren, ohne dabei die Handlung aus den Augen zu verlieren.
Mit einer der Gründe, weshalb dieses Experiment dann so gut funktioniert hat, könnte, neben dem großartigen Drehbuch, die geleistete Vorarbeit des Franchise gewesen sein. Dadurch, dass jeder Held bereits sein Soloabenteur hatte, konnte Whedon auf die Charaktereinführungen verzichten, immerhin hatten die Zuschauer die Figuren bereits in ihr Herz geschlossen, und sich ganz auch die Entwicklung und das Aufeinandertreffen konzentrieren. So verwundert es dann auch nicht, dass diese vielen Momente der Interaktion zwischen unseren Helden das Herz des Films ausmachen und für ein paar der einprägsamsten Szenen verantwortlich sind. Man denke nur daran, wie Hulk und Thor Seite an Seite am Schlachtfeld stehen und Hulk wie aus dem Nichts Thor eine verpasst – es sind diese Kleinigkeiten, welche aus diesem Film mehr als eine bloße Materialschlacht machen.
Doch für das Gelingen eines solchen Mamutprojektes sind natürlich nicht nur die Helden von großer Bedeutung, beinahe noch wichtiger ist die Wahl des Schurken – hier fiel die goldrichtige Wahl auf Loki. Bereits in „Thor“ konnte Hiddleston eindrucksvoll beweisen, dass er dem eigentlich tragischen Charakter die nötige Tiefe verleihen kann, um ihn aus der Masse der bisherigen Antagonisten herausstechen zu lassen. In „The Avengers“ legt er sogar noch eine Schippe drauf und zeigt meisterhaft die stete Ambivalenz seiner Figur – getrieben von seinem Schmerz blitzt doch auch immer wieder kurz sein Gewissen auf.

Alles in allem ist Marvel mit „The Avengers“ ein wirklich großer Wurf gelungen, da der Film einem alles bietet, was man sich von so einem Team-Up Film wünschen kann. Die einzelnen Figuren bekommen genug Raum, um sich zu entfalten, ohne den anderen dabei die Show zu stehlen, der Bösewicht ist mehr als der generische Schurke von der Stange und Mark Ruffalo beweist eindrucksvoll, dass die Rolle des Hulk eindeutig für ihn gemacht ist.


Zum Abschluss noch ein wenig Trivia:

  • Der berühmte Vorschlag gemeinsam einmal Shawarma zu probieren am Ende des finalen Kampfes stand so nicht im Drehbuch und war von Downey improvisiert. Die Verantwortlichen fanden die Idee so witzig, dass sie eine passende End-Credit-Scene drehen ließen.
  • In der End-Credit-Scene, in der alle gemeinsam Shawarma essen, musste man Chris Evans eine Prothese anfertigen, da er sich für einen anderen Film einen Bart wachsen ließ – deswegen stützt er sich in der Szene auf seine Wange und isst nichts.
  • Laut Originaldrehbuch sollten auch Ant-Man und The Wasp einen Auftritt im Film bekommen, Whedon entschied sich aber dazu diese Szenen zu streichen, da der Film sowieso schon eigentlich zu viele Charaktere hatte.
  • Joss Whedon hatte die Idee dazu, dass Loki von jemandem angestiftet werden sollte, die Erde zu erobern und das dieser jemand Thanos sein sollte.
  • Als Thor mit Loki auf dem Felsen spricht, kurz nachdem er ihn aus dem Quinjet gezogen hat, sieht man zwei Raben um sie kreisen, dies sind die Gefährten Odins Huginn und Munnin, die man auch in späteren Filmen immer wieder einmal erblicken kann und die Odin mit Informationen versorgen.
  • Nachdem eine Rakete auf Manhattan abgefeuert wird, sagt der Pilot, dass es noch zwei Minuten und dreißig Sekunden bis zur Detonation sind – die Szene im Film bis die Rakete schließlich explodiert dauert tatsächlich genau zwei Minuten und dreißig Sekunden.
  • Downey hatte die Angewohnheit überall am Set Essen zu verstecken, da man nicht jeden Tag das Set absuchen wollte, ließ man ihn gewähren und eine Szene, nämlich jene als Stark Banner ein Blaubeerchen anbietet, hat es sogar in den Film geschafft.
  • Mit der Kontinuität brechend, wurde für diesen Film Mark Ruffalo anstatt Edward Norton für die Rolle des Bruce Banner/Hulk gecastet.
  • Jeremy Renner trainierte für die Rolle als Hawkeye mit dem olympischen Team im Bogenschießen.
  • Es war der erste Marvel-Film, der die eine Milliarde Dollar Marke knackte.
  • Es ist der erste Film, in dem man Thanos kurz zu Gesicht bekommt.

Wie immer verlinke ich euch ⇒HIER die Trivia Page von IMDB, für den Fall, dass ihr Lust auf noch mehr spannende Fakten zu dem Film habt.

Damit wären wir auch schon am Ende meiner Rezension zu jenem Film, der in meinen Augen endgültig bewiesen hatte, dass das MCU mehr sein würde, als eine schöne Idee auf dem Papier, als eine Eintagsfliege.

Danke für’s Vorbeischauen und bis zum nächsten Mal – stay tuned…

 

 

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3 Gedanken zu “Der Marvel-Monat: Marvel’s The Avengers

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