Der Marvel-Monat: Thor – The Dark Kingdom

Header Image: © Marvel; Disney

Hallo zusammen,

ich kann mich nur wiederholen, die Zeit rinnt uns durch die Finger. In genau einer Woche sitze ich wahrscheinlich gerade an meinem Laptop, um euch meine Gedanken zu „Avengers: Endgame“ zu präsentieren. Damit sich bis dahin alles ausgeht, müssen wir einen ordentlich Zahn zulegen, weshalb ihr euch in den nächsten Tagen auf eine ganze Wagenladung von Rezensionen zu den noch ausstehenden MCU-Filmen freuen dürft (und an alle da draußen, die damit nichts anfangen können: keine Sorge, ab nächster Woche geht es dann wieder mit dem „Normalbetrieb“ weiter 😉 ).

Es herrschen dunkle Zeiten in den neun Welten, nachdem Loki auf der Erde sein Unwesen getrieben hat, brachen auch auf den anderen Welten Konflikte und Rebellionen aus. So ist Thor damit beschäftigt einmal mehr für Frieden und Ordnung zu sorgen und bemerkt dabei gar nicht, wie sehr Jane Foster seit seinem Verschwinden nach wie vor leidet. Doch wenigstens gibt es ein bisschen Ablenkung für sie in Form eines äußerst seltenen astronomischen Phänomens, der sogenannten Konvergenz. Während dieser sich alle neun Welten in einer Linie ausrichten und die Gesetze der Physik temporär an manchen Stellen außer Kraft treten. Als Jane eine dieser physikalischen Anomalien gerade zu untersuchen gedenkt, wird sie an einen mystischen Ort transportiert, wo der Äther, eine uralte Macht, von ihrem Körper Besitz ergreift. Blöd nur, dass das Artefakt nicht nur ihre Energie langsam aber sicher verbraucht, sonder auch der Dunkelelf Malekith danach sucht.

Nachdem Iron Man sein drittes Abenteuer bestreiten durfte, ist auch für Thor endlich die Zeit gekommen, erneut die Welt zu retten, naja, eigentlich nicht nur DIE Welt, sondern gleich mal ALLE Welten. Auch mit dem zweiten Abenteuer des nordischen Gottes entführt uns Marvel einmal mehr in die golden-glitzernde Welt der Asen und Märchen. Der reichen Mythologie dürfte es zu verdanken sein, dass wir diesmal sogar noch mehr dieser erdachten Welten zu Gesicht bekommen. Neben, dem unserer Erde ziemlich ähnlichen, Vanaheim, darf der Zuschauer auch einen ausgiebigeren Blick auf die Heimat der Dunkelelfen Svartalfheim werfen. Hier muss man wieder einmal die Setdesigner loben, die es schaffen, die karge, schwarze Landschaft bedrohlich und anziehend zugleich wirken zu lassen.
Leider kann man das von den Schurken des Film nicht gerade behaupten. Auch wenn die Masken von Malekith und Konsorten durchaus ansehnlich gestaltet sind und Christopher Eccleston alles tut, um seinen finstersten Blick aufzusetzen, will der Funke einfach nicht so recht überspringen, was vor allem an der äußerst schwachen Motivation hinter den getätigten Aktionen liegen dürfte. Dabei schafft es das Drehbuch nie über die leere Hülle namens „Wir wollen Dunkelheit über alle Welten bringen, weil wir das nun mal wollen“ hinaus. Nie wird dem Zuschauer erklärt, weshalb die Dunkelelfen jetzt eigentlich genau alles ins Dunkel stürzen wollen – außer, dass es bei dem Namen halt irgendwie passend erscheint – und das obwohl gleich zu Beginn klar gemacht wird, dass wir es hier mit einer äußerst alten Spezies zu tun haben. Langer Rede kurzer Sinn, die Dunkelelfen sind an vergeudetem Potenzial innerhalb des MCU kaum zu überbieten, was eigentlich sehr schade ist, denn abseits der vermurksten Antagonisten hat der Film doch auch einige schöne und unterhaltsame Momente zu bieten.
Da wäre einmal die Figur des Dr. Selvig, der die Begegnung mit Loki nicht so gut weggesteckt hat, oder die erneut hervorragende Chemie zwischen Thor und Loki, ebenso wie zwischen Hemsworth und Hiddleston. Außerdem bekommt Natalie Portman als Jane Foster, nachdem sie im ersten Teil als Love Interest etwas an der Seite ihrer männlichen Kollegen verblasste, nun auch endlich etwas mehr Substanz verliehen. Von dem grandiosen Showdown samt äußerst kreativem Einsatz der entstehenden Dimensionsverschränkungen ganz zu schweigen. Außerdem bietet eine der End-Credit-Scenes wohl einen den gemeinsten Cliffhanger des Franchise, bevor der große violette Titan mit seinen Fingern schnipste.

Alles in allem ist „Thor – The Dark Kingdom“ vielleicht nicht das beste Pferd im Stall, aber wer über die schwachen Gegner hinweg schauen kann, wird dafür mit umso mehr kleinen aber feinen Charaktermomenten auf Seiten der Guten belohnt werden.


Zum Abschluss noch ein wenig Trivia:

  • Die Szenen auf Svartalfheim wurden auf Island gedreht, aufgrund des großen Vorkommens von schwarzem vulkanischen Gestein.
  • Die Figur des Loki wurde erst nachträglich aufgrund seiner großen Beliebtheit nach „The Avengers“ ins Drehbuch eingefügt.
  • Obwohl sie es eigentlich vermeiden wollte, sahen die gefakten Ohrfeigen von Natalie Portman so unecht aus, dass sie sich schließlich überwinden musste und sowohl Chris Hemsworth als auch Tom Hiddleston in den entsprechenden Szenen tatsächlich eine Ohrfeige verpasste.
  • Da Schauspielerin Natalie Portman keine Zeit hatte, um die End-Credit-Scene zu drehen, in der Thor und Jane sich küssen, übernahm diesen Part die Ehefrau von Chris Hemsworth.
  • Ähnlich wie bei den Klingonen in Star Trek, wurde auch für die Dunkelelfen eine eigene Sprache entwickelt.
  • Dreißig unterschiedliche Versionen von Mjölnir wurden für den Dreh aus unterschiedlichen Materialien angefertigt.
  • Der schwebende Truck, den die Jugendlichen Jane Foster in dem Industriegebäude zeigen, ist ein praktischer Effekt und kein CGI – der Lastwagen wurde dazu auf einer hydraulischen Vorrichtung angebracht.
  • Die Szene, in der Thor den Hammer auf der Garderobe aufhängt, wurde von Hemsworth improvisiert.
  • Im englischen Original heißt der Film „Thor – The Dark World“, ein, ob seiner Mehrdeutigkeit, wesentlich passenderer Titel – im deutschsprachigen Raum musste der Zusatztitel angeblich aufgrund von Lizenzproblemen geändert werden.

Wie immer verlinke ich euch ⇒HIER noch die Trivia Page von IMDB für den Fall, dass euch jetzt der Wissensdurst gepackt hat.

Danke für’s Vorbeischauen und bis zum nächsten Mal – stay tuned…

 

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