Der Marvel-Monat (Verlängerung): Ant-Man

HEADER IMAGE: © MARVEL; DISNEY

Hallo zusammen,

schon wieder ist eine Woche vorbei und deswegen wird es Zeit für meinen nächsten Beitrag zum Marvel-Monat. Dieses Mal geht es nach all den Fortsetzungen mal wieder um eine Origin-Story und somit um einen neuen Helden der ins MCU eingeführt wurde – die Rede ist, wie euch die Überschrift ja bereits verrät, natürlich von Ant-Man.

Nie im Leben hätte der gerade frisch aus der Haft entlassene Scott Lang damit gerechnet, welche Steine sein nächster Coup ins Rollen bringen würde – immerhin hörte sich alles so einfach an: in ein leeres Haus einbrechen, einen Safe knacken und verschwinden bevor jemand etwas merkt. Doch schon der Inhalt des Safes hätte ihn stutzig werden lassen sollen, befand sich hinter der massiven Stahltür doch lediglich ein eigenartiger Ganzkörperanzug. Aber wo das Ding nun schon vor ihm liegt, greift Scott halt doch zu – vielleicht lässt sich ja doch ein bisschen Kohle mit dem Anzug machen. Was dann allerdings bei der Anprobe des komischen Teils passiert, sollte sein Leben gravierend auf den Kopf stellen.

„Ant-Man“ ist einer jener Filme des MCU, die bei den Fans eher niedriger im Kurs stehen, und vielleicht der Film, bei dem ich es am wenigsten verstehen kann. Viele werfen dem Streifen dabei vor, dass er nach den Vorgängern etwas an Gravitas vermissen lässt, einige trauern der Tatsache hinterher, dass am Ende doch nicht Edgar Wright Regie geführt hat und manche stören sich auch an der Tatsache, dass erneut ein ehemaliger Geschäftspartner die eigene Technologie für seine bösen Zwecke missbrauchen wolle und somit Parallelen zum ersten Iron Man Film unumgänglich sind. Und es stimmt tatsächlich, einige der Handlungselemente erinnern an jenen Film, mit dem 2008 alles angefangen hat, doch meiner Ansicht nach bietet der Film dennoch seinen ganz eigenen Ton, wodurch solch kleinere Ähnlichkeiten kaum ins Gewicht fallen.
Außerdem muss man dem Film anrechnen, dass er bei all den narrativen Gemeinsamkeiten, ein bis zu diesem Zeitpunkt in diesem Universum unangetastetes Genre einführt – heruntergebrochen auf seine Kernelemente ist er nämlich nichts anderes, als ein äußerst amüsanter Heist-Movie. Dass dieser über seine Laufzeit von knapp zwei Stunden zu unterhalten weiß, ist nicht nur dem zwar stringenten aber doch gelungenen Drehbuch zu verdanken, sondern vor allem den involvierten Talenten – alleine Michael Peñas Art der Monologgestaltung rechtfertigt die Sichtung. Aber nicht nur Peña zeigt, was er kann, auch Paul Rudd liefert eine meisterliche Darstellung des liebenswerten „Verlierers“und die Chemie zwischen ihm und Evangeline Lilly ist auch deutlich spürbar. Sogar Michael Douglas scheint seine Rolle viel Spaß zu bereiten und wer ein solches Kaliber für sich gewinnen kann, der kann ja schon mal nicht viel verkehrt gemacht haben.

Alles in allem bietet „Ant-Man“ein kurzweiliges Abenteuer mit einem neuen, sehr sympathischen Helden und damit so ziemlich alles, was ich mir von der Origin-Story eines Charakters mit diesem Namen erhoffe.


Zum Abschluss noch ein wenig Trivia:

  • Eigentlich sollte Edgar Wright die Regie bei dem Projekt bekommen, bereits 2003 unterbreitete er Marvel Studios den Vorschlag weil er ein großer Fan der Figur war. Aufgrund von kreativen Differenzen nach der Übernahme von Marvel durch Disney konnte Wright den Film allerdings nie realisieren – er ist aber trotzdem als Drehbuchautor geführt.
  • Nach dem ursprünglichen Plan sollte der Film bereits 2008 erscheinen und Hank Pym in der Rolle als „Ant-Man“ haben – doch nach dem Ausstieg von Wright wurden diese Pläne verworfen.
  • Während für Paul Rudd tatsächlich ein Ganzkörperanzug hergestellt wurde, ist der Yellowjacket seines Gegenspielers mit Hilfe von CGI erzeugt worden.
  • Hank Pym ist in den Comics eines der Gründungsmitglieder der Avengers.
  • Die Idee Falcon in den Film hineinzuschreiben kam von Rudd und McKay, nachdem die beiden Captain America 2 gesehen hatten.
  • In einigen Szenen kann man im Hintergrund Poster der Firma „Pingo Doce“ sehen, jener brasilianischen Fabrik in der Bruce Banner am Anfang von „Der unglaubliche Hulk“ arbeitet.
  • Die Geräusche, welche beim Abfeuern der Laserwaffen des Yellowjackets zu hören sind, sind originale Sounds aus den Star Wars Filmen.
  • In der letzten Szene, in der Falcon mit der Reporterin spricht, fällt ein Hinweis darauf, dass Spider-Man Teil des MCU werden würde.
  • Zur Auflockerung am Set wollte Rudd die legendäre Szene aus Basic Instinct nachspielen und entblößte sich dadurch vor Michael Douglas – dieser Scherz ging allerdings nach hinten los, denn Douglas starrte ihn nur ungläubig an und sagte „What the…? Are you a fucking pervert?“

Wenn ihr ⇒HIER drauf klickt gelangt ihr zur Trivia-Page von IMdB, für den Fall, dass ihr einfach nicht genug bekommen könnt. Außerdem verlinke ich euch ⇒HIER ein sehr witziges YouTube Video in dem der Regisseur Peyton Reed auf den „Honest Trailer“ von Screen Junkies reagiert.

Danke für’s Vorbeischauen und bis zum nächsten Mal – stay tuned…

 

 

3 Kommentare zu „Der Marvel-Monat (Verlängerung): Ant-Man

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