The Big Bang Theory Staffel 11 – Review

Hallo zusammen,

„The Big Bang Theory“ zählt wohl eindeutig zu jenen Serien, an denen man in den letzten Jahren einfach nicht vorbeigekommen ist – allein schon mal wegen ihrer Dauerpräsenz in Free-TV. Und tatsächlich war ich für eine sehr lange Zeit mit an Bord dieses Hypetrains, wenn auch in gemäßigter Form. Ich bin zwar nicht extra für eine neue Folge zu Hause geblieben, habe mich aber doch immer darüber gefreut, wenn ich mal wieder ein paar neue Folgen irgendwo sehen konnte. Dank Netflix-Account war die Zeit des wöchentlichen Abpassens dann sowieso kein Thema mehr und die Staffeln konnten in aller Ruhe und Gemütlichkeit in chronologischer Reihenfolge genossen werden.

Mit der elften Staffel muss nun aber auch ich zugeben, dass mir schön langsam jene Elemente sauer aufstoßen, die das Internet wohl schon längere Zeit zu beschäftigen scheinen. Damit meine ich allerdings nicht die teils gravierenden Veränderungen der Charaktere, ganz im Gegenteil, gerade diese für mich über die letzten Staffeln hinweg natürlich vorangetriebenen Entwicklungen bilden eine der wenigen Gründe, weshalb ich mir auch die finale Staffel sicher noch anschauen werde. Nein, ich spreche eher davon, dass der bissige Humor von einst scheinbar irgendwo auf dem Weg verloren gegangen ist und dafür durch beinahe schon bösartige Kommentare und platte Sprüche ersetzt wurde. Hatte man früher noch das Gefühl, dass sich die Figuren eher aufziehen als wirklich verletzen wollen, wurde der Ton von Staffel zu Staffel immer rauer – eine Tatsache, die auch den Drehbuchautoren aufgefallen sein dürfte, immerhin kündigt Raj sogar für ein paar Folgen die Freundschaft zu Howard auf weil dieser ihn immer so mies behandelt.
Besonders ins Auge sticht dieses Phänomen, wenn man sich zwei der Charaktere im Vergleich von der ersten zur elften Staffel anschaut: Sheldon und Penny. War Sheldon einst noch der sozial unbeholfene, beinhart ehrliche Typ, der schon immer etwas zu überzeugt von sich selber war, haben ihn die Jahre zu einem gehässigen Egozentriker werden lassen, der kaum eine Möglichkeit auslässt, um eine Gemeinheit los zu werden – oder vielleicht liegt meine neue Sichtweise auf die Figur auch nur daran, dass ich mich in den letzten Jahren entwickelt habe. Noch auffälliger als die Veränderungen bei Sheldon finde ich sowieso die andere Umgangsweise mit Penny. Klar, Penny war schon immer als das Blondchen von Nebenan konzipiert und konnte nie mit den Burschen mithalten, wenn es um den IQ ging, trotzdem bewies sie dafür immer wieder ihre, den anderen überlegenen, Fähigkeiten im sozialen Bereich und zeigte stellenweise sogar ernsthaft den Wunsch sich weiterzubilden. Seit die Autoren allerdings beschlossen haben der blonden Schönheit ein deutliches Alkoholproblem auf den Laib zu schreiben (mit dem meiner Meinung nach von Anfang an zu lax umgegangen wurde), driftete die Figur immer häufiger hin zu einer Witzfigur – die Witze der anderen auf ihre Kosten sind meist einfach nur bösartig, sie selber scheint sich für nichts mehr in der Runde zu interessieren, das ihren Intellekt auch nur ein wenig übersteigen könnte und ganz allgemein hat man das Gefühl, dass ihr der Antrieb und Biss fehlt.

Alles in allem ist die elfte Staffel allerdings bei weitem kein Reinfall geworden weil die Autoren sich zum Glück oft genug darauf besinnen, den Zuschauern berührende Charaktermomente zwischen den Gehässigkeiten zu servieren. Obwohl mir die Staffel also insgesamt ganz gut gefallen hat, muss man sich doch fragen, ob sie ihren Zenit als Sitcom aufgrund der mangelhaften Witze nicht bereits überschritten hat und vielleicht besser als Drama gesehen werden sollte.

Danke für’s Vorbeischauen und bis zum nächsten Mal – stay tuned…

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