Attack on Titan Staffel 1 – Review

Hallo zusammen,

nachdem Netflix ja zur Zeit eine Großinitiative in Sachen Anime betreibt, konnte ich endlich mal eine meiner gewichtigsten Lücken in diesem Bereich füllen und mir die erste Staffel der überall gefeierten Serie „Attack on Titan“ anschauen. Da ich den Manga nicht kenne (ich weiß, Schande über mein Haupt), kann ich hier bezüglich Ähnlichkeiten oder Abweichungen nichts beisteuern, sondern lediglich meine Meinung den Anime betreffend wiedergeben. Doch worum geht es überhaupt…

Über 100 Jahre ist es her, dass jene Mauer errichtet wurde, welche die letzten Reste der Menschheit vor der übermächtigen und drohenden Gefahr beschützen sollte – und über 100 Jahre ist es her, dass der letzte Angriff eines Titanen auf diese Mauern stattfand. Doch eines Tages passiert das Undenkbare, ein neuartiger Titan bricht durch, das Blutvergießen beginnt. Inmitten von all dem Chaos und der Zerstörung befinden sich Eren und seine Adoptivschwester Mikasa, die mitansehen müssen, wie ihre Mutter von einem Titanen verschlungen wird. Nach diesem traumatischen Erlebnis sinnt vor allem Eren auf Rache und entschließt sich dem Millitär und in weiterer Folge der titanentötenden Spezialeinheit namens „Aufklärungstrupp“ beizutreten – immer begleitet von seiner Schwester Mikasa.

Was soll ich sagen, ich kann wirklich verstehen warum die Geschichte, rund um Eren und Mikasa und ihren ausweglos scheinenden Kampf gegen die übermächtigen Titanen, die Massen begeistert. Alleine der visuelle Stil gehört wohl mit zu dem Besten, was es zur Zeit auf dem Markt gibt (hier übrigens ein kleiner Tipp von mir – dasselbe Studio hat noch einen weiteren Anime produziert namens „Kabaneri of the Iron Fortress“, der nach wie vor auf Amazon Prime verfügbar sein sollte und wirklich sehr empfehlenswert ist). Neben den reinen Schauwerten hat der Anime aber natürlich auch noch andere Qualitäten, die ihn ein wenig aus der breiten Masse hervorstechen lassen.
Da wäre zunächst natürlich die wirklich mitreißende Geschichte – die Handlung wirft den Zuschauer von der ersten Folge an quasi mitten ins Geschehen, mitten in den ersten Angriff der Titanen. Dadurch ist man bereits eingangs mit der großen Bedrohung und ihren Konsequenzen konfrontiert, was zu einer sofortigen Verbrüderung mit den Hauptfiguren führt. Die Tatsache, dass diese liebgewonnen Charaktere bei Zeiten einfach mal wegsterben wie die Fliegen, bildet nicht nur ein angenehm realistisches Element in diesem fantastischen Setting, sondern sorgt auch dafür, dass man sich als Zuschauer nie sicher sein kann, wer den nächsten Kampf überleben wird, was natürlich zwangsläufig zu einer stets aufrecht erhaltenen Spannungskurve führt.
Trotz all dieser Stärken muss man allerdings sagen, dass die Serie sich doch auch zumindest eines Anime-Klischees bedient, das mir persönlich eher sauer aufstoßen hat. Denn obwohl die Charakterentwicklungen anfangs noch wunderbar nachvollziehbar wirken, erkennt man nach ein paar Folgen plötzlich wie repetitiv diese angelegt wurden. Scheinbar alle paar Folgen macht einer der Protagonisten den gleichen Blödsinn und lernt dann anschließend die gleiche Lektion. Diese dauernde Wiederholung ist auf Dauer äußerst ermüdend und lässt einen manchmal regelrecht die Augen überdrehen, wenn unser vermeintlicher Held sich mal wieder Hals über Kopf in den Kampf stürzt.
Aber gut, dieses kleine Manko kann man bei einem ansonsten so großartigen Werk getrost auch einfach mal hinnehmen. Ich kann auf jeden Fall nur sagen, dass ich mich wirklich auf die Sichtung der zweiten Staffel freue, in der dann hoffentlich endlich mal wenigstens ein paar der angedeuteten Geheimnisse gelüftet werden.

Alles in allem bietet „Attack on Titan“ neben einem unglaublichen Look auch eine spannende Geschichte, ein paar der beeindruckendsten Kampfsequenzen, die ich je gesehen habe im Bereich Anime, und viele gut ausgearbeitete Charaktere mit denen man mitfiebern kann, auch wenn ihre Entwicklung stellenweise zu repetitiv ausfällt.

Danke für’s Vorbeischauen und bis zum nächsten Mal – stay tuned…

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