„The Frankenstein Chronicles“ Staffel 1 – Review

Hallo zusammen,

ich bin echt begeistert, wie gut es in diesem Jahr mit den Seriensichtungen voran geht, denn tatsächlich kann ich heute schon meine nächste Review zu einer Serienstaffel präsentieren. Diesmal haben mein Mann und ich uns für die erste Staffel der Serie „The Frankenstein Chronicles“ entschieden, die mit ihren gerade einmal sechs Folgen eine wirklich angenehme Länge aufweist. Erstaunlich ist auch die Tatsache, dass die Handlung trotz dieser überschaubaren Episodenanzahl zu keinem Zeitpunkt gehetzt oder übereilt wirkt, sondern es irgendwie schafft, sich dennoch genügend Zeit für ihre Charaktere zu nehmen und das Rätsel rund um die mysteriösen Mordfälle gekonnt in Szene zu setzen. Weshalb die letzte Episode für mich dann allerdings viel von der aufgebauten Spannung mit einem Mal zerstört hat, erfahrt ihr nach einer kurzen Inhaltsangabe.

Detective John Marlott gehört eigentlich zur Hafenpolizei und war gerade dabei einen Schmugglerring auszuheben, als eines Tages die Leiche eines jungen Mädchens an den Strand gespült wird, die offensichtlich zerstückelt und aus den Teilen mehrerer Kinder wieder zusammengesetzt wurde. Ein wahrhaft grauenerregendes Verbrechen, dessen Aufklärung durch die vorherrschende politische Lage noch zusätzlich erschwert wird. Doch trotz aller Widrigkeiten sowie seinem krankheitsbedingten psychischen Verfall, kommt Detective Marlott der Lösung des abscheulichen Rätsels immer näher – ob er allerdings für die dort auf ihn wartenden Antworten bereit ist, steht auf einem anderen Blatt.

Wie zu Anfang bereits erwähnt, machen die Verantwortlichen der Serie zu einem großen Teil und für eine lange Zeit so ziemlich alles richtig und erlauben sich kaum tiefere Schnitzer. Bereits das Casting wirkt äußerst überlegt und stimmig, besonders Sean Bean darf einmal mehr beweisen, wozu er fähig ist, wenn man ihn einmal nicht den frühen Leinwandtod sterben lässt. Aber nicht nur die Hauptrolle ist großartig besetzt, obwohl man die meisten übrigen Gesichter wohl hauptsächlich als Nebenrollen von anderen Projekten her kennen dürfte, machen sie dennoch alle einen sehr respektablen Job und ihre Sache so gut, dass man auch als Zuschauer zunächst vor der großen Frage steht, wer denn nun hinter den Morden steckt. Dieses Miträtseln ist es auch, das den Zuschauer über den ein oder anderen kleineren Schönheitsfehler was die Inszenierung betrifft locker hinwegsehen lässt.
Leider muss man allerdings sagen, dass das Geschehen, je mehr es sich seinem finalen Climax annähert, immer weiter in eine Richtung tendiert, die der Geschichte meiner Meinung nach einfach nicht gut tut. Während zu Beginn ein komplett in der Wirklichkeit verortetes Mysterium samt Ermittler, der seinen sieben Sinne offensichtlich nicht mehr hundertprozentig trauen kann, präsentiert wird, driftet die Serie, vor allem in ihrer letzten Episode, plötzlich in ungeahnte Sphären ab; ein handlungstechnischer Kniff, auf den ich hier nicht näher eingehen möchte, um Spoiler zu vermeiden, der mich aber augenblicklich aus der zuvor so dicht gewebten Atmosphäre gerissen hat.

Alles in allem ist „The Frankenstein Chronicles“ ein absoluter Leckerbissen für alle Fans von Murder Mysteries im Sinne von „From Hell“, der durch sein authentisch wirkendes Setting und die hervorragenden schauspielerischen Leistungen zu überzeugen weiß. Leider hält die Serie ihr Niveau nicht bis zum Schluss durch, sondern präsentiert dem Zuschauer lieber eine Twist, der zu forciert wirkt. Dieser Twist ist auch dafür verantwortlich, dass ich mir die zweite Staffel der Serie wohl eher nicht anschauen werde.

Danke für’s Vorbeischauen und bis zum nächsten Mal – stay tuned…

6 Kommentare zu „„The Frankenstein Chronicles“ Staffel 1 – Review

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      1. Na gut, dann vertrau ich mal auf dein Urteil und geb mir trotzdem die zweite Staffel…ich werde dann berichten, wie ich sie fand😉

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