„Norsemen“ Staffel 2 – Review

Hallo zusammen,

„neue Woche, neue Serienreview“ könnte schon beinahe das Motto auf diesem Blog werden (aber ich will euch da lieber keine zu großen Hoffnungen machen, denn wie ich mich selbst so kenne, halte ich diesen Rhythmus sicherlich nicht lange durch 😉 ). Naja, heute komme ich auf jeden Fall auf die zweite Staffel einer Serie zu sprechen, deren erste Staffel für mich zu den Highlights des letzten Jahres zählte, da ich schon lange nicht mehr eine so bitterböse Komödie vor den Augen hatte – kein Wunder, immerhin stammt „Norsemen“, wie der Titel bereits vermuten lässt, aus dem hohen Norden, wo die Filme- und Serienmacher für ihren schwarzen Humor ja bereits bekannt sind. Weshalb mich die zweite Staffel allerdings nicht ganz so überzeugen konnte, wie die erste dies tat, erfahrt ihr nach einer kurzen Inhaltsangabe.

Das Leben könnte so schön sein für Arvid und seine tapferen Gefolgsleute: die Karte in den Westen ist nach wie vor in ihrem Besitz, Jarl Varg durch den Verlust seiner Hände erst einmal kein Thema mehr und Rufus macht sich gar nicht einmal so schlecht als Dorfrichter. Doch der Frieden wehrt nur kurz, denn mit einem Mann wie Jarl Varg ist nicht zu spaßen und die Wolken am Horizont werden zunehmend dunkler. Schließlich kommt es bei dem alljährlichen Thing zu einem folgenschweren Eklat und die Bewohner des kleinen Wikingerdorfes sehen sich einer nahezu ausweglosen Situation gegenüber.

Während ich meiner Begeisterung für die erste Staffel dieser Serie gar nicht oft genug Ausdruck verleihen kann, hat mich die zweite Staffel tatsächlich nicht mehr ganz so in ihren Bann ziehen können. Woran das genau liegt, kann ich schwer erklären, denn eigentlich macht Staffel 2 nichts großartig anders oder neu – wobei, vielleicht liegt genau hier den Hund begraben. Denn obwohl ich den Humor nach wie vor feiere, bot mir diese Staffel gerade auf erzählerischer Seite einfach etwas zu wenig Bewegung. Zu oft hatte man das Gefühl, dass die Handlung leicht ins Stocken gerät weil die Autoren zu einem Punkt kommen wollen aber zu viele Folgen Zeit haben, um dort hinzu gelangen. Um die ganzen Episoden schließlich dennoch zu mit Inhalt zu füllen, werden Handlungselemente unnatürlich in die Länge gezogen. Wirklich merkwürdig ist allerdings, dass man auf der anderen Seite aber das Gefühl nicht los wird, dass manche Figuren und Handlungsstränge etwas unterentwickelt daher kommen, beziehungsweise wichtige Szenen für das kontextuelle Verständnis fehlen.
Aber gut, lassen wir mal lieber das Nörgeln auf zugegebenermaßen hohem Niveau, denn es soll sich hier ja nicht so anhören, als ob mir die Staffel nicht gefallen hätte. Ganz im Gegenteil, ich hatte wieder einen riesigen Spaß mit dem bunten Wikingerhaufen, der erneut hervorragend von den Schauspielern porträtiert wurde. Auch die Gags saßen wieder punktgenau und trafen voll ins Schwarze, auch hier dank des tollen Timings der Mimen, denn solche Sätze muss man erst mal mit einem ernsten Gesicht rüber bringen können.

Alles in allem kommt die zweiten Staffel von „Norsemen“ zwar, aufgrund einiger kleinerer Schwächen was Handlung und Inszenierung betrifft, nicht ganz an den Zauber der ersten Staffel heran, aber nichts desto trotz verbirgt sich auch hier hinter dem Titel wieder ein Großangriff auf die Lachmuskeln, den man sich als Fan von schwarzen Komödien und Parodien nicht entgehen lassen sollte.

Danke für’s Vorbeischauen und bis zum nächsten Mal – stay tuned…

8 Gedanken zu “„Norsemen“ Staffel 2 – Review

  1. Einfach eine saugeile Serie mit teilweise echt bösem Humor 🙂
    Ich gebe dir recht, handlungstechnisch hätte man bisschen mehr machen können aber die Gags waren wieder sehr gut platziert.

    Gefällt 1 Person

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