Kinofilme Juni 2019 – Mein persönliches Ranking

Hallo zusammen,

obwohl die ungewöhnlich heißen Temperaturen mich tagsüber immer wieder zum verschwitzten Zombie mutieren ließen, der absolut keine Lust auf irgendwas hatte, konnte ich geschlagene sieben Abende dazu nutzen, um mich in einen klimatisierten Kinosaal zu begeben und mir ebenso ein paar neue Kinostarts zu Gemüte führen, wie ein paar Altlasten aus dem Mai nachholen. Und diesmal liegt das Feld vom letzten zum ersten Platz wieder um einiges deutlicher Auseinander, als in manchen der vorherigen Monate – offensichtlich schlägt das Sommerloch nun doch so richtig zu und beschert, neben ganz wenigen Perlen, vor allem Mittelmäßigkeit und Enttäuschung. Aber genug der einleitenden Worte, kommen wir stattdessen lieber zu meinem Ranking…


Die Enttäuschungen

Platz 7 – Godzilla 2

Prädikat: Am besten in Gesellschaft von Freunden UND Alkohol 

Was habe ich mich nicht nach dem Trailer auf diesen Film gefreut, immerhin sah es so aus, als hätten die Verantwortlichen aus ihren Fehlern gelernt und wollten diesmal wirklich alles auf das titelgebende Monster setzen. Doch leider ist der Film tatsächlich meilenweit davon entfernt, endlich mal die Riesenechse in den Vordergrund zu stellen, stattdessen wird dem Publikum hier lieber eine allzu vorhersehbare und generische Geschichte präsentiert, gespickt mit Charakteren, die jene aus dem Jahr 2014 im Vergleich dazu wie Genies wirken lassen. Hier wird wirklich in jedes noch so große oder kleine Klischeefettnäpfchen getreten, wodurch die eigentlich schön inszenierten Monsterkämpfe zu reinem Beiwerk verkommen, weil sie es einfach nicht schaffen den Film ohne vernünftige Narrative alleine zu tragen.

Platz 6 – X-Men Dark Phoenix

Prädikat: Am besten in Gesellschaft von Freunden 

Hier spürt man als Zuschauer förmlich, wie wirklich jeder versucht gegen das uninspirierte, stellenweise gar hanebüchene, Script anzukämpfen. Leider gelingt es weder den Schauspielern, die auch nicht alle ihre A-Mannschaft auf’s Feld schicken, noch dem Regisseur, der das Drehbuch immerhin mitzuverantworten hat, noch dem Special Effects Team, das zumindest stets auf einem annehmbaren bis guten Level seinen Job macht, den Karren aus dem Dreck zu ziehen.

Platz 5 – Men in Black: International

Prädikat: Kann man mal schauen, muss man aber nicht 

Weshalb man sich hier die Mühe macht und so tut, als wollte man dem alten Franchise einen neuen Anstrich verpassen, nur um am Ende dann nochmal die gleiche Prämisse aus dem Hut zu zaubern, um dann nichts besonderes oder aufregendes mit ihr anzufangen, ist und bleibt mir ein Rätsel. Da aber wenigstens die Schauspieler hier ihr bestes geben und die Chemie zwischen Tessa Thompson und Chris Hemsworth deutlich spürbar ist, fühlt man sich am Ende dann doch wenigstens solide unterhalten.

Das solide bis starke Mittelfeld

Platz 4 – Pets 2

Prädikat: Solide Unterhaltung für die ganze Familie 

Illumination Studios mag zwar nicht mit einer Meisterwerk-Schmiede wie Pixar mithalten können, was die Qualität ihrer Filme betrifft, aber nichts desto trotz kann man ihnen nicht absprechen, dass sie sehr gute bis solide Filme auf die Leinwand zaubern, die vor allem für Familien hervorragend geeignet sind. So ist es auch mit „Pets 2“, der zwar deutlich hinter anderen Vertretern des Genres zurückbleibt, der aber genügend Unterhaltungswert bietet, um Groß wie Klein über seine Laufzeit hinweg bei der Stange zu halten.

Platz 3 – Brightburn

Prädikat: Ein Blick kann nicht schaden 

Zwar schöpft der Film sein Potenzial nie wirklich aus aber insgesamt betrachtet, bietet „Brightburn“ einen interessanten, neuen Blick auf das Superheldengenre. Leider sind es dann genau die Horrorelemente, die eigentlich für den frischen Wind sorgen sollten, die im Vergleich zum Rest der Geschichte reichlich übereilt und viel zu generisch rüber kommen. So fällt vor allem der zweite Akt stark in seiner Qualität ab, was man aber etwas leichter verkraften kann, da der Film auf einer hohen Note endet.

Die Highlights

Platz 2 – Rocketman

Prädikat: Besonders sehenswert

Dieses Biopic über den Weltstar und Sänger Elton John bietet einen so herrlich frischen und unverbrauchten Ton (vor allem dank der eingestreuten Musicaleinlagen), dass man als Zuschauer ohne weiteres gerne über den dennoch genretypischen Aufbau und die chronologischen Ungereimtheiten hinwegsieht und lieber die bild- und tongewaltige wilde Fahrt genießt. Dass Taron Egerton dabei nicht nur die richtigen Töne zu treffen weiß, sondern auch noch eine unglaubliche Performance hinlegt, ist da nur mehr die Kirsche auf dem Eisbecher.

Platz 1 – The Dead don’t die

Prädikat: Besonders sehenswert 

Viele können mit dem neuesten Film von Jim Jarmusch nur wenig bis gar nichts anfangen: zu langatmig, seltsame Dialoge und ganz allgemein zu zäh – sind nur einige der Beschwerden, die man immer wieder liest und hört. Ich konnte sogar am eigenen Leib erleben, dass offensichtlich nur Wenige etwas mit dem Streifen anfangen können, denn bei der Sichtung des Films, war ich tatsächlich die einzige, die sich köstlich amüsiert hat (oder zumindest kam es mir aufgrund der anhaltenden Stille so vor). Mich hingegen konnte der Film voll und ganz abholen – die Story und vor allem die zugehörige Inszenierung sind einfach so eigen und abgedreht, dass ich nicht anders konnte, als begeistert dem bunten Treiben auf der Leinwand zu folgen. Gepaart mit einer ans Phlegmatische grenzenden Dialogdarbietung und der manchmal deutlicher, manchmal subtiler eingestreuten Gesellschaftskritik, zählt der Film schon jetzt für mich zu meinen Highlights 2019.


Das war es auch schon wieder mit meinem Ranking jener sieben Filme, die ich im Juni auf der großen Leinwand gesehen habe. Wie oben bereits angedeutet, zeichnete sich der Monat vor allem durch Mittelmäßigkeit aus, denn  obwohl Godzilla 2, Dark Phoenix und MIB 4 unter meinen Enttäuschungen zu finden sind, würde ich die Filme nicht per se als schlecht, sondern eben lediglich als für mich persönlich enttäuschend einstufen. Hoffentlich finden sich im Juli wieder ein paar Perlen mehr im Kinoprogramm, wobei es da einstweilen auch eher mager ausschaut, wenn man sich einmal meine Vorschau für den Juli so durchschaut – naja, bleiben wir mal positiv und hoffen einfach auf das Beste 😉 .

Danke für’s Vorbeischauen und bis zum nächsten Mal – stay tuned…

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