„Haus des Geldes“ Staffel 3 – Review

Hallo zusammen,

jetzt ist es also soweit, endlich habe ich die dritte Staffel der Erfolgsserie „Haus des Geldes“ auf Netflix gesichtet. Aufmerksame Leser meines Blogs werden sich vielleicht noch an meine damalige Lobeshymne zu Staffel 1 und 2 erinnern – für alle, die wie ich selbst ein eher löchriges Gedächtnis haben, verlinke ich ⇒HIER noch einmal die Review. Bereits damals habe ich mir die Frage gestellt, was nach dem überaus befriedigenden und runden Abschluss von Staffel 2 noch an narrativem Zündstoff auf den Zuschauer warten sollte, und die Antwort von Netflix darauf lautet: so Einiges – wie auch diese kurze Zusammenfassung der Handlung deutlich zeigt…

Glücklich und zufrieden verbringen jene Mitglieder, die den Coup des Jahrhunderts überlebt haben, mit einem dicken Batzen Geld unterm Kopfpolster ihren Lebensabend quer über den Globus verstreut. Doch eine Unachtsamkeit von Tokio und Rio führt dazu, dass Rio in die Hände der Polizei fällt und in einem Loch gefoltert wird. Das Team wird also erneut zusammengetrommelt, es stellt sich allerdings die Frage, wie man den lieb gewonnen Kollegen befreien soll, wenn man noch nicht einmal seinen Aufenthaltsort kennt. Zum Glück hat der Professor schon einen Plan parat, einen neuerlichen Coup, einen Coup, der ihren letzten verglichen damit wie Kinderkram ausschauen lassen wird. Ob der Plan allerdings trotz Zeitdruck und daraus resultierender schleißiger Vorbereitung tatsächlich gelingen kann, steht in den Sternen.

Wie man aus der kurzen Zusammenfassung bereits entnehmen kann, schicken die Macher der Serie die Crew erneut auf Beutezug – was sich zunächst ein wenig repetitiv anhört, wirkt allerdings dank der völlig unterschiedlichen Ausgangslagen auf angenehme Weise frisch. Dadurch, dass die Verbrecher diesmal ein gänzlich anders gelagertes Motiv für ihren Coup spendiert bekommen, erscheint der Plan aufgrund des Zeitdrucks weniger durchdacht, etwas übereilter, wodurch sich beim Zuschauer während der Sichtung nie der Gedanke breit macht „Das hab ich schon mal gesehen“. Während der erdachte Raub somit genügend Unterschiede zu den vorherigen Staffeln aufweist, um einen gespannt bei der Stange zu halten, bieten Inszenierung und Charakterzeichnung genügend Gemeinsamkeiten, so dass man sich sofort wieder in dieser Welt zu Hause fühlt. Jegliche Entwicklungen fühlen sich nachvollziehbar und organisch an, getroffene Entscheidungen und getätigte Aussagen passen stets zu den bereits etablierten Figuren.
Hier muss man den Verantwortlichen tatsächlich ein großes Lob aussprechen, es ist ihnen nämlich jenes Kunststück gelungen, welches ihnen wohl kaum jemand zugetraut hätte, sie schaffen es qualitativ mit den ersten beiden Staffeln mitzuhalten. Einziger kleiner Wermutstropfen: ebenso wie bei den ersten beiden Staffeln, benötigt auch die in Staffel 3 begonnene Geschichte zwei Staffeln um zu einem Ende zu kommen, was bedeutet, dass die dritte Staffel mit einem bösen Cliffhanger endet und wir uns nun erneut schweren Herzens gedulden müssen, um zu sehen, ob der Plan denn noch aufgehen kann.

Alles in allem ist auch die dritte Staffel von „Haus des Geldes“ wieder ein absolutes Schmankerl für Serienfans geworden und kann qualitativ mit den ersten beiden Staffeln mithalten. Für mich auf jeden Fall schon jetzt eines der Serienhighlights des Jahres, weshalb mir das Warten auf Staffel 4 noch schwerer fällt.

Danke für’s Vorbeischauen und bis zum nächsten Mal – stay tuned…


Die harten Fakten:

  • Originaltitel: La casa de papel
  • Staffeln: 3
  • Episodenanzahl: 30
  • Laufzeit: 41 – 57 Minuten
  • Distributor: Netflix

2 Kommentare zu „„Haus des Geldes“ Staffel 3 – Review

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