„Agents of SHIELD“ Staffel 1 – Review

Hallo zusammen,

es dürfte wohl kaum jemandem hier entgangen sein: ich bin ein ziemlich großer Fan des MCU. Trotzdem muss ich an dieser Stelle gestehen, dass da einen enorme Wissenslücke, die Serien des Franchise betreffend, klafft. Weder die Kollaborationen mit Netflix, noch das durchaus beliebte „Agents of Shield“, mit dem äußerst sympathischen Clark Gregg in der Hauptrolle, konnten bisher meine Aufmerksamkeit für sich gewinnen. Nachdem ich aber letztens durch meinen Amazon-Account gesurft bin und zufällig entdeckt habe, dass die ersten vier Staffel „Agents of SHIELD“ zur Zeit auf Prime verfügbar sind, fand ich, es wäre an der Zeit diese Lücke endlich einmal zu schließen. Meine Meinung zur ersten Staffel erfahrt ihr wie so oft, nach einer kurzen Inhaltsangabe.

Nachdem der vermeintliche Tod Agent Coulsons die Avengers für die Schlacht von New York zusammenschweißen konnte, folgt die große Überraschung nur wenige Monate später: Coulson konnte gerettet werden. Nicht nur das, er scheint auch bereit für seine neue Aufgabe zu sein: ein handverlesenes Team zusammenzustellen um ungewöhnliche Ereignisse rund um den Globus zu überprüfen. Und so finden sich nach einer kurzen Anwerbephase die Agenten Simmons, Fitz, May und Ward an Bord des von Coulson liebevoll „Bus“ getauften Flugzeugs. Bereits ihre erste Mission wirft die aufgeweckte Hackerin Skye mit in den Mix. Doch kann das Team ihr trauen, was hat es mit ihren unbekannten Eltern auf sich und was für Gefahren lauern in den hintersten Winkel unserer Welt und darüber hinaus?

Überraschenderweise fängt „Agents of Shield“ relativ unspektakulär an, obwohl durch die Filme bereits einiges an narrativer Vorarbeit geleistet wurde, präsentiert sich die Serie zunächst strikt nach dem Konzept des „Falls der Woche“ – klar, der in den Mix geworfene übernatürliche Faktor sorgt für einige coole Effekte, aber prinzipiell ist es lediglich dem immense Charisma von Clark Gregg zu verdanken, dass man sich über die ersten Folgen hinweg schleppt. Na gut, das ist dann vielleicht doch ein wenig zu hart ausgedrückt, denn auch der Rest des Casts macht seine Sache durchaus gut, auch wenn man stellenweise merkt, dass die Mimen noch nicht ganz warm mit ihren Figuren sind, und auch die Autoren werfen einem genügend Knochen in Form von Mysterien vor die Füße, dass man zumindest halbwegs interessiert das Geschehen verfolgt. Und mit jeder Folge schafft es das Team dann auch einen mehr und mehr für sich zu gewinnen: die Schauspieler treffen einen immer stimmigeren Ton, es werden absichtlich liegengelassene Handlungsstränge immer wieder nachvollziehbar aufgenommen und hier und da schaut sogar mal ein bekanntes Gesicht aus dem Filmuniversum vorbei.
Der Zeitpunkt, ab dem die Staffel allerdings von „ganz nett“ zu „großartig“ wechselt, ist relativ leicht zu benennen und tritt exakt dann ein, wenn die „Fälle der Woche“ endgültig mit der 16. Folge ad acta gelegt werden. Ab dieser Episode werden einem als Zuschauer, ebenso plötzlich wie effektiv, die Augen geöffnet und man erkennt zwei Dinge: erstens, dass Geschehnisse aus dem Filmuniversum erheblichen Einfluss auf die Serie haben können, eine ziemlich deutliche Interkonnektivität ist somit nicht mehr abstreitbar, und zweitens, dass die Autoren ebenso wie die Schauspieler doch einen sehr guten Job dabei gemacht haben, einem die Charaktere näher zu bringen, denn so manch ein Twist trifft einen hart in die Magengrube.

Alles in allem ist die erste Staffel „Agents of SHIELD“, trotz einiger Startschwierigkeiten, ein wirklich gelungener Einstieg in die Serienwelt des MCU, die es vor allem in ihrer zweiten Hälfte schafft, den Einsatz deutlich zu erhöhen und damit voll und ganz zu überzeugen. Die Sichtung der zweiten Staffel wird auf jeden Fall nicht lange auf sich warten lassen.

Danke für’s Vorbeischauen und bis zum nächsten Mal – stay tuned…

 

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