„Criminal Minds“ Staffel 13 – Review

Hallo zusammen,

kennt ihr das auch – es gibt so Serien, da blutet einem beinahe das Herz, wenn man erfährt, dass es keine weitere Staffel mehr geben wird, und dann gibt es noch jene Serien, bei denen sich selbst der treueste Fan eingestehen muss, dass der Zenit endgültig überschritten ist. Was das alles mit meiner Review der 13ten Staffel von Criminal Minds zu tun hat, erfahrt ihr nach einer kurzen Inhaltsangabe.

Keine Verschnaufpause ist dem BAU-Team gegönnt – als sie dem überaus gefährlichen Verbrecher namens Mr.Scratch immer näher kommen, geraten sie auch schon in eine Falle und die Chancen scheinen aussichtslos. Doch nicht nur mit gefährlichen Serienmördern bekommen es die schlauen Ermittler diesmal zu tun, auch schwere Verluste, interne Animositäten und private Probleme nagen am Selbstvertrauen. Doch am Ende steht eines fest, solange das Team zusammenhält, ist kein Mörder clever genug, um ihm zu entgehen.

Wie sich die meisten von euch nach meiner Einleitung wohl schon gedacht haben, bin ich nach dieser Staffel nun endgültig der Meinung, dass Criminal Minds sein Mojo verloren hat, weshalb ich auch nicht weiter verwundert oder verärgert war, als ich erfahren habe, dass die 15te Staffel, die nächstes Jahr in den USA ausgestrahlt werden soll, die letzte sein wird. Doch eigentlich veranschaulicht die aktuell auf Amazon Prime verfügbare 13te Staffel lediglich viele kleinere Probleme der Serie, welche sich in den letzten Jahren zu einem schwer verdaulichen Brocken aufgetürmt haben.
Da wäre einerseits jene Falle, in welche die Serie bereits aufgrund ihres Konzeptes zwangsläufig einmal tappen musste: die stete Wiederholung. Schaut man sich alle Staffeln einmal im Zeitraffer an, stellt man nur allzu schnell fest, dass es nur eine handvoll psychischer Grundstörungen gibt, die sich zwar immer auf unterschiedliche Art äußern können, die das obligatorische Darlegen des Profils aber ab und an zur Geduldsprobe für den Zuschauer werden lassen. Dieser, dem Konzept inhärente Mangel ist den Showrunnern wohl schon während der ersten Staffeln bewusst geworden, weshalb sie den Fokus immer mehr von der Profilerstellung weg und hin zu dem Team und dem Mörder an und für sich verlagert haben. Wurde die wahre Identität des Mörders in den Anfängen der Serie immer erst im finalen Akt enthüllt, meist nach ein, zwei Fehlgriffen auf Seiten der Ermittler, ist der Zuschauer heutzutage nicht nur ständig mit den Ermittlern unterwegs, auch privat, sondern bekommt auch tiefer Einblicke in die teils abscheulichen Handlungen des Täters.
Neben diesem tonalen Wechsel, gab es allerdings auch auf personeller Ebene immer wieder teils gravierende Veränderungen, welche bei einer so langlebigen Serie zwar unvermeidbar sind, hier allerdings der metaphorische letzte Nagel für den Sarg gewesen sein dürften. Denn während zu Beginn die einschneidenden Castingveränderungen eher sporadisch auftraten, „sterben“ die Darsteller heutzutage schneller als die Fliegen. Geliebte Charaktere werden aufgrund interner Streitigkeiten so mir nichts dir nichts aus der Geschichte geschrieben, neue Charaktere bekommen nicht einmal genügend Folgen spendiert, dass einen der sie ereilende Serientod tatsächlich auf irgendeinen Art und Weise berühren würde, und wieder eingeführte Charaktere wirken oftmals so, als würden sie am liebsten sofort wieder ihre Sachen packen und verschwinden wollen.
Trotz all dieser Kritikpunkte muss ich aber sagen, dass mich die Serie durchaus noch zu unterhalten wusste. Zwar hänge ich nicht mehr gebannt vorm Fernseher, wie früher einmal, aber als halbwegs spannendes Crime Procedural für Zwischendurch langt es dennoch allemal.

Alles in allem zeigt die 13te Staffel von Criminal Minds nun doch endgültig eindeutige Ermüdungserscheinungen und kämpft mit ähnlichen Problemen wie jede langlebige Serie. Nichts desto trotz bieten die Fälle der Woche noch genügend Spannung und die internen Konflikte noch genügend Zündstoff, um kurzweilige Unterhaltung zu garantieren.

Danke für’s Vorbeischauen und bis zum nächsten Mal – stay tuned…

2 Gedanken zu “„Criminal Minds“ Staffel 13 – Review

  1. Ich habe die Staffel noch nicht ganz durch. Aber so wie früher ist es tatsächlich nicht mehr. Agent Hotchner, der leider schon seit Staffel 12 nicht mehr dabei ist, war ein Qualitätsmerkmal, den man sich beraubt hat. Der Darsteller Thomas Gibson hat diesen Charakter über Jahre getragen und wurde wegen angeblicher Handgreiflichkeiten gefeuert. Ich denke, 15 Staffeln sind dann wirklich das Höchstmaß. Schön, dass es eine Serie so lange geschafft hat.

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    • Ja, Hotch war wirklich ein schwerer Schlag für die Serie…ich fand seinen Ausstieg auch storytechnisch ziemlich mau und gegen den Charakter geschrieben, plötzlich war er einfach weg mit der Begründung, dass er sich und seinen Sohn lieber in Sicherheit bringen will, anstatt den Killer weiter zu jagen? Das passt irgendwie nicht wirklich zu Hotch. Und die Neuen wechseln für mich auch einfach zu schnell, als dass ich mich da wirklich in einen emotional investieren könnte.

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