„The Boys“ Staffel 1 – Review

Hallo zusammen,

neue Woche, neue Staffelreview heißt es heute mal wieder – ich glaube, so viele neue Serien habe ich schon lange nicht mehr in einem einzigen Jahr angefangen…wirklich ein sehr schöner Trend. Apropos Trend, in der heutigen Review soll es, wie euch die Überschrift bereits verraten hat, auch um eine Serie gehen, die derzeit in aller Munde ist. Ob ich in die vielen Lobeshymnen mit einstimmen kann, oder die ganze Aufregung doch nicht so recht verstehe, erfahrt ihr nach einer kurzen Inhaltsangabe.

Gerade noch diskutierte er mit seiner Liebsten über Billy Joel und plötzlich befindet er sich bei ihrer Beerdigung – es war ein Unfall, A-Train, der schnellste Mann der Welt, Mitglied der „Seven“ und damit ein waschechter Superheld, hatte die Dame leider übersehen und war mir nichts dir nichts einfach durch sie hindurch gelaufen. Niemanden scheint das wirklich zu interessieren, denn wie heißt es so schön: „Unfälle passieren“. Doch Hughie will diese Gleichgültigkeit nicht weiter hinnehmen, er will, nein, er muss etwas unternehmen. Da kommt ihm das Angebot eines mysteriösen Fremden, der sich als FBI Agent ausweist, gerade recht, – Hughie soll dem finster dreinblickenden Haudegen namens Butcher nämlich dabei helfen die „Seven“ zu Fall zu bringen.

Hier nun eine Empfehlung an all jene unter euch, die diesen ganzen Superhelden-Hype schon so richtig satt haben und am liebsten all diesen strahlenden Schönlingen mit Föhnfrisur gerne mal eine verpassen würden – schaut euch diese Serie an, denn hier sind die mit besonderen Fähigkeiten Gesegneten zwar „super“, aber sicher keine „Helden“. Da werden Verbrechen begangen, Orgien gefeiert, Drogen eingeschmissen und Leben geopfert und zwar genau von jenen, die sich nach außen hin als Beschützer der Menschheit vermarkten.
Dass dies nicht nur für eine äußerst erfrischende Prämisse innerhalb des Genres sorgt, sondern auch ein Garant für die Unvorhersehbarkeit des Geschehens ist, wird dem Zuschauer bereits ab der ersten Folge bewusst. Besonders beachtenswert ist es auch, dass die Verantwortlichen offensichtlich tatsächlich freie Hand hatten, wodurch sowohl auf verbaler als auch auf inhaltlicher Ebene jene Härte gegeben ist, die eine Serie mit solch einem Konzept einfach benötigt, um funktionieren zu können – soll heißen, hier wird geflucht, Knochen brechen und das Blut spritzt nur so. Man muss zwar schon zugeben, dass nicht jeder Blutstropfen dabei hundertprozentig echt ausschaut, aber das lässt sich bei einer Serie, die ansonsten an allen Fronten zu überzeugen weiß leicht verschmerzen. Vor allem auch deswegen, weil der Cast eine außergewöhnlich gute Performance abliefert. Und dabei meine ich nicht unbedingt Karl Urban, der sowieso schon oft genug unter Beweis gestellt hat, was er kann, sondern auch Mimen wie Antony Starr, der bisher in unseren Landen noch eher unbekannt ist und hier mit seiner Darstellung des Homelander für ein paar der besten Augenblicke der Serie verantwortlich zeichnet.

Alles in allem ist die erste Staffel von „The Boys“ eine herrlich abgedrehte Mischung aus schwarzem Humor, Drama und Action, die das Superheldengenre mal aus einem ganz anderen Blickwinkel betrachtet und dank hervorragender Schauspieler, packender Story und fiesem Cliffhanger eindeutig Lust auf mehr macht.

Danke für’s Vorbeischauen und bis zum nächsten Mal – stay tuned…

8 Kommentare zu „„The Boys“ Staffel 1 – Review

Gib deinen ab

    1. Nein, steht zwar auf der Watchlist aber leider bin ich bisher noch nicht dazu gekommen mal reinzuschauen…aber nachdem da inzwischen schon die vierte Staffel online ist, wird es wohl mal höchste Zeit 😉

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  1. „…eine äußerst erfrischende Prämisse innerhalb des Genres..“ Besser hätte ich das auch nicht sagen können 🙂
    Genau das hat so viel Spaß gemacht… diese Superhelden sind keine… und The Boys sind auch nicht zimperlich. Freu mich auch schon auf die 2. Staffel.

    Gefällt 1 Person

      1. Das ist wirklich das besondere an der Serie, die kann man auch Leuten empfehlen, die ansonsten eigentlich nix mit dem ganzen Superhelden-Hype anfangen können.

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