Meine Kinovorschau für den November 2019

Ich weiß, ich wiederhole mich, aber es ist doch jeden Monat immer wieder aufs Neue erschreckend, wie schnell die Zeit vergeht. Ich meine, in zwei Monaten beginnt schon wieder ein neues Jahr, was einerseits bedeutet, dass Weihnachten mal wieder vor der Tür steht, andererseits aber auch, dass wir uns mit großen Schritten den Oscars nähern, was wiederum zur Folge hat, dass die großen Blockbuster eher ins Hintertreffen geraten und die Oscaranwärter und Indieperlen um die Gunst des Publikums buhlen. Keine Zeit zu verlieren also, schließlich ist gerade den kleineren Produktionen nur selten ein langer Aufenthalt in den Kinosälen beschert, daher fangen wir gleich mal mit der Liste jener Filme an, die mich im November ins Kino locken könnten.


Erstes Startwochenende (1. und 2.11.) 

⇒ Little Joe 

Eine Pflanze, die als Antidepressiva gezüchtet wurde und dann scheinbar zu mutieren beginnt – klingt jetzt eigentlich wie die Prämisse für einen mittelmäßigen Horror-B-Movie. Wer sich allerdings den Trailer zu dem von Jessica Hausner inszenierten Mix aus Drama mit Mysteryelementen anschaut, wird schnell von den beeindruckend schönen Bildern in den Bann gezogen werden.

Zweites Startwochenende (7. und 8.11.)

⇒ Lieber Antoine als gar keinen Ärger 

Den Trailer zu dieser französischen Krimikomödie habe ich letztens zufällig im Kino gesehen und mich bereits in diesen paar Minuten köstlich amüsiert. Natürlich kann es auch immer passieren, dass bei solchen Filmen die besten Szenen bereits im Trailer verbraten werden, aber ich bleibe mal optimistisch und hoffe auf einen erheiternden Kinobesuch.

⇒ Midway

Eigentlich wollte ich mich von diesem Kriegsdrama, dessen Trailer erneut wie schlimmstes Patriotengewäsch à la „Pearl Harbor“ anmutet, fern halten, aber dann habe ich mir ein Interview mit Roland Emmerich durchgelesen und wenn auch nur die Hälfte davon wahr ist, dann hat der Mann des großen Spektakels tatsächlich versucht hier eine ausgewogenen Sicht der Ereignisse zu schildern, ohne zu sehr an der Pathos-Schraube zu drehen – ich bleibe skeptisch.

⇒ Zombieland 2 

Tatsächlich konnte ich den Film, dank eines vorgezogenen Screenings, bereits sichten und kann ihn wirklich wärmstens für einen äußerst unterhaltsamen Kinoabend empfehlen – selbst Leuten, die den ersten Teil lediglich „okay“ fanden, zu denen ich im Übrigen auch zähle.

Drittes Startwochenende (14. und 15.11.) 

⇒ Le Mans 66

Wenn Christian Bale und Matt Damon als Ken Miles und Carroll Shelby in diesem Biopic Ferrari zeigen wollen, wo der Hammer hängt, dann könnt ihr euch sicher sein, dass ich meinen Hintern ins Kino schwingen werde.

⇒ Booksmart

Diese Coming-of-Age Geschichte von Olivia Wilde konnte bereits einige Auszeichnungen einheimsen und gilt als ebenso schöne Genreperle wie „Lady Bird“.

⇒ The Irishman

Auch wenn Scorsese in letzter Zeit eher wegen einiger fragwürdiger Aussagen in Bezug auf das heutige Kino in der Presse vertreten war, kommt man doch auch nicht umhin, seinem neuesten Werk, mit dem er dem Mafiafilm erneut ein Denkmal setzen möchte, seine Aufmerksamkeit zu schenken – immerhin versammelt er mit DeNiro, Pacino und Pesci drei der ganz Großen, nicht nur des Genres. Und keine Sorge, solltet ihr nicht zu den Glücklichen zählen, die neben einem der wenigen Kinos wohnen, welche den Film zeigen werden, der Streifen läuft zeitgleich auch auf Netflix an.

⇒ But Beautiful 

Ja, auch eine Dokumentation findet sich mal wieder auf einer meiner Listen – auch wenn ich eher selten dazu komme mir solche Produktionen dann tatsächlich im Kino anzuschauen, hört sich diese Liebeserklärung an das Leben einfach zu schön an, um unerwähnt zu bleiben.

Viertes Startwochenende (21. und 22.11.) 

⇒ Die Eiskönigin 2

Auch wenn ich den ersten Teil bei weitem nicht so umwerfend finde, wie viele andere, hoffe ich dennoch, dass Disney hier eine gelungene Fortsetzung abliefert – allein schon für die zahlreichen Fans, die schon so hart auf den Streifen warten.

⇒ Official Secrets 

Beruht auf einer wahren Geschichte – check, solider Cast – check, ein nach wie vor brisantes Thema – check; bleibt nur mehr zu hoffen, dass der Film an verwandte Vertreter wie „Snowden“ heranreichen kann.

⇒ Doctor Sleep 

Na gut, auch hier könnte man sich die Frage stellen, ob es wirklich einer Fortsetzung zum Meisterwerk „The Shining“ bedurft hätte – aber hey, wenn King selber meint, die Geschichte wäre fortführenswert, wie käme ich kleine Bloggerin da dazu, den Großmeister des Horrors in Frage zu stellen. Außerdem verspricht der Trailer tatsächlich eine herrlich schaurige Atmosphäre und mit Ewan McGregor  als Hauptdarsteller macht man eigentlich auch nie was verkehrt.

⇒ Marriage Story 

Das Netflix inzwischen ein ernst zunehmender Player ist, wenn es um Filmproduktionen geht, ist wohl spätestens seit „Roma“ allen klar geworden. Mit „Marriage Story“ ist dem Streamingriesen nun der nächste Kritikerliebling gelungen, der mit Namen wie Johansson und Driver auch noch grandios besetzt ist.

Fünftes Startwochenende (28. und 29.11.) 

⇒ Der Leuchtturm 

In dezenten Graustufen wabert hier nicht nur der Nebel über die Leinwand, sondern auch eindrückliche Bilder, das famose Spiel zweier Könner und eine gänzlich eigene Atmosphäre.

⇒ The Good Liar 

Ich sage es immer wieder: Helen Mirren geht eigentlich immer. Und in dieser Rentnerversion von „Focus“ darf die Grande Dame auch noch mit Sir Ian McKellen turteln – na, wenn das nicht vielversprechend klingt.

⇒ Hustlers

Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie überrascht ich war, als ich auf dem Youtube-Kanal von Chris Stuckmann plötzlich zu hören bekam, dass der neue Gangsterfilm mit Jennifer Lopez in einer der Hauptrollen eines der Must-Sees des Jahres ist – aber nachdem mich der amerikanische Filmliebhaber eigentlich mit seinen Empfehlungen noch nie enttäuscht hat, gebe ich dem Film auf jeden Fall eine Chance.

⇒ Aretha Franklin: Amazing Grace 

Wenn ein Konzertfilm seit über dreißig Jahren in der Schublade versauert, und das obwohl er eine der größten Sängerinnen der Musikgeschichte bei einer außergewöhnlichen Performance zeigt, bleibt einem nichts anderes übrig, als schleunigst ins Kino zu gehen, wenn sich doch endlich mal jemand erbarmt und den Film veröffentlicht.

Quelle: www.skip.at 

So, das wäre es nun aber mit meiner eindeutig viel zu langen Liste, denn eines ist jetzt schon klar, so oft werde ich es sicher nicht ins Kino schaffen. Aber ist ja auch egal, immerhin hat man so auch wieder ein paar Kandidaten für die heimische Watchlist dazu gewonnen und der ein oder andere Kinobesuch wird sich schon ausgehen.

Wie schaut es denn bei euch so aus? Welche Kinostarts könnten euch im November in die Lichtspielhäuser locken?

Danke für’s Vorbeischauen und bis zum nächsten Mal – stay tuned…

4 Gedanken zu “Meine Kinovorschau für den November 2019

  1. Mein Highlight wird ganz klar „The Irishman“. Leider läuft er hier nicht im Kino. Sonst freue ich mich „Der Leuchtturm“ , „Le Mans“ und „Zombieland 2“.
    Mich wundert ja immernoch, dass „Doctor Sleep“ scheinbar eine Fortsetzung zu Kubricks Shining wird. Immerhin fand den ja Stephen King überhautpt nicht gut. Mal gucken ob das was werden kann…

    Gefällt 1 Person

    • Ich befürchte, dass The Irishman auch in keinem Kino in meiner Gegend zu sehen sein wird…aber zum Glück hab ich dafür ja meinen Netflix-Account 😉.
      Naja, angeblich soll Doctor Sleep eine guten Spagat zwischen dem Buch und dem Wunsch an Kubricks Werk anzuschließen schaffen…und nachdem King sich bereits positiv gegenüber des Endresultats geäußert hat, scheint das den Machern wohl ganz gut gelungen zu sein

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