Kinofilme Dezember 2019 – Mein persönliches Ranking

Hallo zusammen,

trotz Vorweihnachtsstress und Feiertagen habe ich es geschafft, ganze sechs Mal ins Kino zu gehen, wobei sich ein seit Jahresbeginn bemerkbarer Trend auch diesen Monat weiterhin durchgesetzt hat: viele der heurigen Blockbuster reihen sich in die Kategorie „ganz okay“ ein, echte Überraschungen, sowohl in die eine als auch die andere Richtung sind selten. Und trotzdem hat es ein Blockbuster noch kurz vor Jahresende geschafft, sich per sofort ganz weit vorne auf meine Flop 10 Liste 2019 (die übrigens auch in Kürze hier erscheinen wird) zu katapultieren. Legen wir also gleich mal los und fangen wie immer bei den Enttäuschungen des Monats an…

 

Die Enttäuschungen

Platz 6: Cats

Prädikat: Wo ist nur das schwarze Loch, wenn man mal eines brauchen würde

Na gut, so schlimm wie das Prädikat nun vermuten lässt, ist der Film dann auch wieder nicht – immerhin besitzen die Lieder nach wie vor das Zeug dazu, einem noch lange nach der Sichtung des Films in Form von Ohrwürmern wieder ins Gedächtnis gerufen zu werden. Und auch die Schauspieler machen einen ganz soliden bis guten Job, vor allem auf stimmlicher Ebene. Alles andere kann man dafür getrost vergessen, denn so etwas wie Charakterentwicklungen oder eine Handlung sucht man mit der Lupe, das CGI schwankt zwischen „ganz passabel“ und „grotesk“ und die Katze-Mensch-Hybriden wirken selbst auf den zweiten, dritten und sogar vierten Blick noch verstörend.

Platz 5: Angry Birds 2

Prädikat: Hätte man sich sparen können

Während der erste Film meiner Meinung noch überraschend viel aus seinem äußerst dünnen Vorbild herausgeholt hat, bietet Teil 2 kaum mehr etwas von dem stellenweise eher bissigen Humor, sondern versteift sich lieber noch deutlicher darauf, ein Film für die ganz Kleinen sein zu wollen. Klar, viele werden jetzt sagen, dass es ja eh nur ein Zeichentrickfilm ist, aber gerade Beispiele wie „Alles steht Kopf“, „Wall-E“ und „Zoomania“ haben in den vergangenen Jahren eindrucksvoll bewiesen, dass es auch möglich ist, Zeichentrickfilme zu machen, die Groß und Klein gleichermaßen in ihren Bann ziehen.

Das solide bis starke Mittelfeld

Platz 4: Jumanji – The Next Level

Prädikat: Kann man mal schauen, muss man aber nicht

Klar, für einen unterhaltsamen und kurzweiligen Abend vor dem Fernseher mit Freunden eignet sich der Nachfolger des 2017 erschienen Überraschungshits „Jumanji – Willkommen im Dschungel“ durchaus. Leider reicht er allerdings nie an den eben erwähnten Vorgänger heran, obwohl er diesen stellenweise einfach nur zu kopieren versucht. Die Schauspieler machen zwar allesamt wieder einen guten Job, aber insgesamt fühlt sich alles nach einer uninspirierten Kopie an.

Platz 3: Hustlers

Prädikat: Kann man mal schauen

Weshalb ausgerechnet dieses doch recht generische Biopic bei Kritikern weltweit für solche Furore gesorgt hat, erschließt sich mir nach der Sichtung nicht so wirklich. Die Geschichte ist zwar spannend, das Geschehen kompetent auf Film gebannt und die Schauspielerinnen allesamt scheinbar in ihrem Element, aber das alles kann auch nicht darüber hinweg täuschen, dass so ziemlich alle Genreklischees abgehakt werden, man bereits zu Beginn erahnen kann, wo die Reise hingehen wird und die Frauenpower-Message durch knappe Slips und Spitzen-BHs auch nur mit halber Lautstärke beim Zuschauer ankommt.

Platz 2: Star Wars Episode 9

Prädikat: Visuell atemberaubend, storytechnisch eher mau

Leider bin ich vor den Feiertagen einfach nicht mehr dazu gekommen, meine Gedanken zu dem Film in einer ausführlichen Rezension nieder zuschreiben – vielleicht komme ich ja nach einer etwaigen neuerlichen Sichtung dazu. Grob zusammengefasst möchte ich hier deswegen nur kurz sagen, dass ich durchaus finde, dass Abrams die ihm gestellte, doch recht schwierige Aufgabe äußerst souverän gemeistert hat. Leider ändert das auch nichts daran, dass sich diese neue Trilogie insgesamt sehr inkohärent anfühlt und das große Finale, bedingt durch zu viel bitter benötigte Exposition im letzten Teil, etwas antiklimaktisch daher kommt.

Das Highlight

Platz 1: Der Leuchtturm

Prädikat: Besonders sehenswert 

Nach all der Lobhudelei ist es eigentlich nicht weiter verwunderlich, dass dieser Film hier ganz oben auf dem Treppchen zu finden ist, denn all die Schwärmereien diesen Film betreffend, treffen voll ins Schwarze. Natürlich versteckt sich hinter diesem symbolträchtigen Drama keine leichte Kost für alle Lebenslagen, aber wenn man dazu bereit ist, sich auf einen ungemein intensiven Trip in die Abgründe der menschlichen Psyche zu begeben, wird man mit einem cineastischen Leckerbissen belohnt werden.

 

Und das war es auch schon wieder von meiner Seite aus. In den kommenden Tagen werden hier dann auch noch meine Jahrescharts erscheinen, das neue Filmmagazin, bei dem ich mit zum Team gehöre, geht an den Start, und ein paar kleine Neuerungen wird es hier auch bald geben. Mehr denn je gilt also in den kommenden Tagen das Motto: stay tuned… 😉

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