Der große Jahresputz 2019 – Bücher

Hallo zusammen,

während sich bei den Kinofilmen doch einige Kandidaten angesammelt hatten, zu denen ich aus welchen Gründen auch immer keine ausführliche Rezension verfasst habe, schaut meine Bilanz bei den Büchern schon deutlich besser aus. Lediglich 3 Bücher habe ich relativ kurz vor den Feiertagen gelesen, weshalb sich kein eigener Beitrag mehr zu den drei Werken ausging. Deswegen möchte ich euch im Folgenden kurz diese Bücher vorstellen und ein paar Sätze darüber verlieren, wie mein persönlicher Eindruck von den Lektüren war.

⇒ Fjodor Dostojewski – Aufzeichnungen aus dem Kellerloch 

  • Übersetzer: Hermann Röhl
  • Verlag: Anaconda Verlag
  • ISBN: 978-3-86647-307-2

Auch wenn ich der oft absichtlich überzogenen Schwermut in Dostojewskis Schaffen in vielen seiner anderen Bücher einiges abgewinnen konnte, muss ich doch ganz ehrlich gestehen, dass mich das seitenlange Lamentieren des misanthropischen Protagonisten in diesem Fall etwas genervt hat. Immer wieder wurde die recht spannend geschilderte Erzählung durch ausschweifende innere Monologe, welche von Selbsthass auf der einen und übertriebenem Egozentrismus auf der anderen Seite durchzogen waren, unterbrochen, gebremst und in ihrer Entfaltung behindert. „Anstrengend“ ist das Wort, welches mir beim Gedanken an dieses Werk als erstes in den Sinn kommt. Zum Glück ist Dostojewskis Stil aber nichts desto trotz grandios, weshalb es sich im Großen und Ganzen eben doch nicht um einen echten Reinfall handelt.

⇒ Junichiro Tanizaki – Eine Katze, ein Mann und zwei Frauen

  • Übersetzer: Josef Bohaczek
  • Verlag: Rowohlt Verlag
  • ISBN: 3-498-06503-3

Diese kleine japanische Novelle bietet wirklich alles was der Titel einem verspricht und ist somit ein Must-Read für alle Katzenliebhaber. Dem Autor gelingt auf äußerst gefühlvolle, nachvollziehbare und einzigartige Art und Weise menschliche Beziehungen untereinander und zu Tieren zu beleuchten. Wie so oft bei japanischen Autoren kommt am Ende aber nicht der große Knall, sondern die stille Einsicht, was dazu führt, dass einem das Buch auch noch Tage später leise im Herzen nachhallt.

⇒ Sayaka Murata – Die Ladenhüterin 

  • Übersetzerin: Ursula Gräfe
  • Verlag: Aufbau Verlag (atb)
  • ISBN: 978-3-7466-3606-1

Wie wunderbar es sein kann, seine Bestimmung auf dieser Welt nicht nur zu entdecken, sondern ihr auch, entgegen jedweder gesellschaftlicher Konventionen, zu folgen, beweist Japans heißeste Newcomerin in dieser feinfühlig erzählten Geschichte auf beeindruckende Art und Weise. Ohne großes Tamtam, mit vielen wundervollen Zwischentönen darf der Leser Zeuge dabei werden, wie eine junge Frau ihren Weg in der hektischen Großstadt geht.

 

Und das waren sie auch schon, jene drei Bücher, die ihr Dasein bisher bei den „Entwürfen“ fristen mussten. Demnächst folgt im Zuge meines Jahresrückblicks auch noch ein Beitrag, in dem ich noch einmal kurz alle Bücher aufliste, die ich 2019 gelesen habe – natürlich samt dem Hinweis, welche davon ich als besonders empfehlenswert empfunden habe.

Danke fürs Vorbeischauen und bis zum nächsten Mal – stay tuned…

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