„Taboo“ Staffel 1 – Review

Hallo zusammen,

wieder einmal konnte mir eine Serie nicht nur beweisen, dass dieses Format inzwischen, was das Produktionsniveau betrifft, mit so gut wie jedem Kinofilm mithalten kann, sondern auch, dass ich einfach auf diesen neuen Trend stehe, sich mehr auf die Geschichte zu fokussieren und dafür nur eine handvoll Folgen pro Staffel zu haben. Vorbei sind scheinbar die Zeiten, wo man eine Füllerfolge nach der anderen überstehen musste, wo ganze Folgen lang eigentlich nichts handlungsrelevantes vonstatten ging und man sich sehnlichst wünschte, die Showrunner würden endlich mal auf den Punkt kommen.

Dieser neu gewonnene Mut zum Fokus ist auch eine ganz klar Stärke der ersten Staffel „Taboo“. In gerade einmal 8 Episoden, die jeweils alle knapp eine Stunde dauern, wird auf sehr packende und dramatische Weise davon erzählt, wie der verschollen geglaubte James Delaney nach dem Tod seines Vaters nach London zurückkehrt und dort für allerhand Aufregung sorgt, nicht nur bei seiner Schwester und deren Mann, sondern auch bei der britischen Krone und vor allem bei der East Indian Trading Company. Viel mehr Worte will ich an dieser Stelle auch gar nicht über den Inhalt verlieren, da die Autoren über die Folgen hinweg selber gerne mal den Zuschauer im Unklaren lassen. Das macht unter anderem auch den Reiz an der Serie aus und ist mit ein Grund, weshalb man eine Folge nach der anderen schauen möchte.
Die Atmosphäre fühlt sich stets geladen an, Unausgesprochenes lauert scheinbar an jeder Straßenecke und gerade wenn man meint, die Charaktere durchschaut zu haben, kommt es doch wieder ganz anders. Das all diese Zwischentöne, all das Andeuten so gut beim Zuschauer ankommt, ist natürlich zu einem ganz großen Teil den hervorragenden Schauspielern zu verdanken. Tom Hardy muss ich an dieser Stelle wohl kaum erwähnen, dieser Mann hat schon zuhauf bewiesen, was für ein großes Talent er besitzt. Doch auch ein Tom Hollander als verschrobener Chemiker, ein Jonathan Pryce als skrupelloser Vorsitzender der East Indian und eine Oona Chaplin als ambivalente Schwester machen, neben allen anderen Darstellern, eine wirklich ausgesprochen gute Figur.

Alles in allem bietet „Taboo“ eine packende Atmosphäre, grandioses Schauspiel und einige Mysterien, die es noch aufzuklären gilt. Für alle Fans von düstereren Dramen, mit einer wirklich ganz zarten magischen Note, auf jeden Fall eine ganz klare Empfehlung. Was mich angeht, so fiebere ich schon der zweiten Staffel entgegen, wobei diese sicher noch einige Zeit auf sich warten lassen wird.

Danke fürs Vorbeischauen und bis zum nächsten Mal – stay tuned…


Die harten Fakten:

  • Originaltitel: Taboo
  • Erscheinungsjahr: 2017
  • Anzahl der Staffeln: 1
  • Anzahl der Episoden: 8
  • Darsteller: Tom Hardy, Oona Chaplin, Tom Hollander, Jonathan Pryce, Jefferson Hall

 

10 Kommentare zu „„Taboo“ Staffel 1 – Review

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