„Was man von hier aus sehen kann“ – Buchrezension

Hallo zusammen,

zur Zeit bin ich gerade wieder ein bisschen im Lesefieber und das hat unter anderem mit diesem Buch hier zu tun. Der erste richtige Roman, den ich in diesem Jahr gelesen habe, war dabei ein Spontankauf, der sich bereits jetzt als Glücksgriff und eine der Entdeckungen des Jahres entpuppt hat. Doch worum geht es in dem Werk mit dem kryptischen Titel denn überhaupt.

Eigentlich laufen die Tage im Westerwald immer monoton und gleichbleibend, Routine beherrscht den Alltag. Außer an solchen Tagen, an denen Selma von einem Okapi träumt. An solchen Tagen wollen plötzlich die am tiefsten verborgenen Geheimnisse an die Oberfläche, erledigen die Menschen Aufgeschobenes und erklären sich ihre Liebe – kein Wunder, steht doch der Tod vor der Haustür, zumindest bei einem von ihnen. Wer, wann, wie und warum, ist dabei unklar, aber eines steht fest, das Okapi irrt sich einfach nie. 

Es gibt diese Bücher, die legen einem Freunde ans Herz, dann gibt es jene, auf die wird man aufgrund einer spannende Rezension aufmerksam, und es gibt solche, die einem durch Zufall beim Schlendern durch die Buchhandlung unterkommen und sich dank interessantem Klappentext und schöner Aufmachung in den Einkaufskorb schummeln. Zur letzteren Sorte gehörte in meinem Fall „Was man von hier aus sehen kann“, hatte ich doch auf einer Reise vergessen, mir eine Lektüre einzupacken, und mir deswegen kurzerhand am Bahnhof dieses Buch gekauft. Wie gesagt, der Klappentext las sich skurril genug, um mein Interesse zu wecken, und auch der Umfang fiel mit knapp über 300 Seiten überschaubar aus. Wer hätte gedacht, dass hinter den Seiten mit Blau-Schnitt eine Geschichte auf mich warten würde, die mich zum Lachen und zum Weinen bringen würde, die sich tief in meine Seele brennen und sich mit Anhieb in die Liste meiner Lieblingsbücher katapultieren würde. Viel von dem immensen Charme des Buches ergibt sich natürlich aus der Geschichte, die mit ein paar schönen, kreativ verpackten Lebensweisheiten um die Ecke kommt. Aber es ist nicht nur die Geschichte, es liegt auch an dem unter die Haut gehenden Schreibstil der Autorin Mariana Leky. Schon lange war ich nicht mehr so beeindruckt von der schieren Sprachkunst einer Autorin (oder eines Autors) – leichtfüssig und dennoch auf den Punkt liefert Leky hier Sätze, die einem ob ihrer schieren Kraft lange im Gedächtnis bleiben, dort nachhallen und Wurzeln schlagen.

Alles in allem erzählt Mariana Leky hier eine wunderbar gefühlvolle Geschichte, die einen bis zum Schluss fesselt und die auf jeden Fall die Lektüre wert ist.

Danke fürs Vorbeischauen und bis zum nächsten Mal – stay tuned…


Die harten Fakten:

  • Originaltitel: —
  • Autorin: Mariana Leky
  • Übersetzerin: —
  • Verlag: DuMont Buchverlag, Köln
  • ISBN: 978-3-8321-6457-7

 

 

5 Kommentare zu „„Was man von hier aus sehen kann“ – Buchrezension

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