„Der wahre Hannibal Lecter“ – Buchrezension

Hallo zusammen,

obwohl ich gerade so viel lese, wie schon lange nicht mehr, komme ich leider kaum dazu euch von diesen Büchern zu berichten, zuerst weil ich durch die Corona-Krise einen Aushilfsjob angenommen hatte, der mich ganz schön auf Trab hielt, und anschließend fehlte mir irgendwie die Motivation zum Schreiben. Aber nachdem sich alles schön langsam wieder eingependelt hat, möchte ich dieses Versäumnis meinerseits nun nachholen und anfangen, die sich in den letzten Wochen angehäuften „Entwürfe“ endlich in fertige Artikel umzuwandeln.

Den Anfang mache ich dabei mit einem Buch, welches mir eine gute Freundin mit den Worten in die Hand drückte „Das musst du lesen“. Lange fristet die Geschichte rund um den wahren englischen Serienmörder Robert Maudsley ein unbeachtetes Dasein in meinem Bücherregal, bis ich mich Anfang des Jahres dann dazu durchringen konnte, es endlich zur Hand zu nehmen. Dank der recht überschaubaren Seitenanzahl von rund 200 Seiten und einer angenehmen Schriftgröße hatte ich das Buch zwar schnell durch, kann allerdings nicht behaupten, dass mir die Lektüre wirklich gefallen hätte.
Leicht schmutzig fühlte ich mich nach dem letzten Satz, denn obwohl ich fiktive Geschichten wie Krimis und Thriller sowohl in Buch-, Serien- und Filmform sehr gerne konsumiere, ist es dann halt doch nochmal etwas ganz anderes, die Lebensgeschichte eines realen Serienmörders zu verfolgen. Ähnlich wie ich Klatsch- und Tratschmagazinen nicht viel abgewinnen kann, habe ich mich auch hier gefragt, ob es wirklich nötig und angebracht ist, so einem Menschen eine solche Bühne zu bieten. Denn auch wenn der Autor stets betont, dass er um Sachlichkeit und Neutralität bemüht sei (ein Unterfangen, das ihm meiner Meinung nach, vor allem bei der Beschreibung der von Missbrauch gezeichneten Kindheit Maudsleys, nicht wirklich gelingt), stellt die Befassung mit dem Leben und den Taten eines Menschen in Buchform nun einmal eine Art von Aufmerksamkeit dar.
Ich will dabei der Thematik auch auf keinen Fall ihren Reiz absprechen – wer fragt sich nicht, wenn er mal wieder von einem schrecklichen Mord erfährt, was einen Menschen nur zu so einer Tat bewegen kann, und was dabei in seinem Kopf vorgeht – ich will damit nur sagen, dass die Lektüre solcher Bücher offensichtlich einfach nicht meine Art ist, um mich mit diesem Thema auseinanderzusetzen.

Danke fürs Vorbeischauen und bis zum nächsten Mal – stay tuned…


Die harten Fakten:

  • Originaltitel: —
  • Autor: Jaques Buval
  • Übersetzer: —
  • Verlag: Weltbild Buchverlag
  • ISBN: 3896045512

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