Filmanalyse: „Die Klapperschlange“ – Blaupause für den 80-er Actionfilm — Film plus Kritik – Online-Magazin für Film & Kino

Nachdem ich mir neulich zum ersten Mal den Action-Klassiker „Die Klapperschlange“ angesehen habe, habe ich den Film quasi als Ausgangspunkt genommen, um mal darüber nachzudenken, was einen „echten“ Actionfilm eigentlich so ausmacht, und warum das Genre so beliebt ist. Die Ergebnisse dieses Denkprozesses könnt ihr hier nachlesen…


Wortkarge Typen, harte Action und treffsichere Oneliner: Mit diesen wenigen Worten hat man die Quintessenz des Actionfilms eigentlich perfekt beschrieben. Doch stimmt das wirklich? Lässt sich ein so beliebtes Genre tatsächlich auf so wenige, simple Zutaten herunterbrechen? Und wenn dem so ist, wieso erfreuen sich die Filme der Hochblüte dieses Genres, also der 80er und […]

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8 Kommentare zu „Filmanalyse: „Die Klapperschlange“ – Blaupause für den 80-er Actionfilm — Film plus Kritik – Online-Magazin für Film & Kino

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  1. Die Fortsetzung habe ich seinerzeit rezensiert:

    Wenn man das Gesamtwerk von US-Regisseur John Carpenter betrachtet, notiert man ab 1982 einen Wendepunkt. Er schuf zwar mit „Dark Star – Finsterer Stern“ (1974) sowie mit „Assault on Precinct 12“ („Das Ende“ 1976) zwei absolute Kultklassiker des Mitternachtskinos und legte 1981 mit „Die Klapperschlange“ („Escape from New York“) ein weiteres stilistisch geschlossenes und kraftvolles Werk vor, läutete aber ein Jahr darauf mit „Das Ding aus einer anderen Welt“ den Wendepunkt ein: Grelle Spezialeffekte standen nun plötzlich im Vordergrund und fraßen die Story auf.
    Nun kommt Kurt Russell alias Snake Plissken zurück in Carpenters „Flucht aus L. A.“, mit dem beide an ihren zum Klassiker gewordenen Lew-Budget-Streifen aus dem Jahre 1981 anknüpfen wollen. Problematisch dabei ist, daß sich der Regisseur zwischen alle Stühle gesetzt hat und sich nicht entscheiden wollte, was der Film denn nun darstellen soll: Zum einen ist er als Fortsetzung zu sehen, denn Plissken muß 16 Jahre später wieder ran, um aus der durch ein Erdbeben zum Gefängnis gewordenen Insel Los Angeles eine geheime CD-ROM zurückzuklauen.
    Viel mehr ist der Actionstreifen natürlich ein Remake der Vorlage, denn eigentlich kennt man schon alles: Wie in einem Videospiel hat der Hauptdarsteller (Plisskens Lederjacke von 1981 ist wieder dabei) exakt 24 Stunden Zeit, seine Aufgabe zu erfüllen.
    Der Schwierigkeitsgrad wird von Level zu Level (damals New York als Tummelplatz schräger Figuren, diesmal L. A.) gesteigert und immer stärkere Gegner sind zu eliminieren, um das Ziel zu erreichen. Daß Carpenter dabei auf neue Möglichkeiten der Bildgestaltung wie Hologramme und digitale Kompositionen zurückgreift, ist nur logisch, kommt seinem Film aber deutlich zugute.
    Und drittens ist „Flucht aus „L. A.“ eine Parodie, da man sich gepflegt über den Erstling lustig macht und eine gehörige Dosis Zynismus reingepackt hat: Die USA werden inzwischen von einem selbsternannten Präsidenten auf Lebenszeit beherrscht, der alle unmoralischen Elemente wie Mörder, Atheisten, Raucher und so weiter auf die Gefängnisinsel Los Angeles schicken läßt. Als Alternative bleibt „Bereuen Sie Ihre Sunden und gehen Sie freiwillig auf den elektrischen Stuhl“, wie der Geistliche den Deportierten anbietet.
    Diese und weitere Anspielungen werden natürlich nur von jenen Zuschauern wahrgenommen, die die Vorlage kennen, für die ist der Film auch empfehlenswert. Die anderen werden „nur“ ein ziemlich aufwendiges Spektakel mit einer eher dünnen Geschichte darunter auf den Leinwanden vorfinden.

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      1. Kann aber noch dauern…das wird dann eher so eine Sichtung nach dem Motto „Oh schau, der läuft heut im TV“ oder „Hey, jetzt hat ihn Netflix im Angebot…dann schauen wir doch mal rein“ 😉

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