„Heavy Trip“ – Aufgabe #48 (Schaue einen Film, in dem es um einen Musiker oder eine Band geht – keine Doku)

Hallo zusammen,

zur Zeit läuft es ganz gut mit dem „Abarbeiten“ der Reiseziele meiner Filmreise-Challenge – trotzdem werde ich die Veröffentlichungsfrequenz noch erhöhen müssen, will ich die Challenge tatsächlich in diesem Jahr abschließen (das Jahr hat nämlich irgendwie einfach zu wenige Wochen 😉 ). Naja, heute geht es auf jeden Fall um einen Film, der rein von der Beschreibung her eigentlich sofort zu meinen Lieblingsfilmen zählen müsste – leider tut er das nach der Sichtung aber nicht. Wieso, weshalb, warum?! Lasst mich erklären…

Die Prämisse ist schon mal abgefahren genug: Eine unbekannte finnische Metal-Garagenband träumt von einem Auftritt beim größten Metal-Festival Norwegens, nachdem sich der Promoter eben jenes Festivals eines Tages zufällig in ihr verschlafenes Dorf verirrt. Aufgeregt macht die frohe Kunde schnell die Runde und das ganze Dorf scheint mit den bisher eher belächelten Außenseitern mitzufiebern. Blöd nur, dass der Promoter dann doch absagt. Doch wahre Musiker akzeptieren kein einfaches Nein. So überschlagen sich die Ereignisse und schließlich macht sich „Impaled Rectum“ im Kleinbus und mit Sarg auf dem Dach auf den Weg zum Gig ihres Lebens.

Klingt das nicht einfach nur herrlich abgedreht? Nein? Nun ja, für mich auf jeden Fall schon – ich habe sowieso eine Schwäche für skandinavische Komödien, für Musikfilme auch und für abgedrehten Humor sowieso. Gut, das hier zelebrierte Metal-Genre ist jetzt nicht wirklich mein Ding, aber selbst ich muss anerkennen, dass sich die Verantwortlich ganz offensichtlich viel Mühe beim Schreiben der Lieder gegeben haben. Schade nur, dass aus den guten Grundzutaten kein wirklich schmackhaftes Gericht gezaubert wurde, denn an allen Ecken und Enden fehlt es an Würze. So gibt es zwar ein paar witzige Ideen, diese wurden in ihrer Schwarzhumorigkeit aber oft nicht bis zu Ende gedacht, oder funktionieren im Kontext des Films nur halb so gut, wie man es sich wohl beim Schreiben des Drehbuchs erhofft hatte. Und eine Komödie bei der die Gags nicht wirklich zünden, krankt schon an der Basis. Da hilft es dann auch leider nicht, dass so ziemlich alle Figuren, vielleicht mal abgesehen vom Protagonisten, eben genau das bleiben: blasse, wenig ausgereifte Figuren, die sich kaum über eine rudimentäre anfängliche Charakterzeichnung hinaus entwickeln – auch wenn diese zugegebenermaßen durchaus sympathisch ausfällt.

Alles in allem ist „Heavy Trip“ aber trotz der angesprochenen Schwächen weit weg von einem Totalausfall; dafür sind einem die Jungs einfach zu sympathisch, die Musik ist zu gut geschrieben und performt, und die Idee ist zu ulkig und abgedreht.

Danke fürs Vorbeischauen und bis zum nächsten Mal – stay tuned…


Die harten Fakten:

  • Originaltitel: Hevi reissu
  • Erscheinungsjahr: 2018
  • Laufzeit: 91 Minuten
  • Regie: Juuso Laatio, Jukka Vidgren
  • Darsteller: Johannes Holopainen, Samuli Jaskio, Max Ovaska, Antti Heikkinen, uvm

2 Kommentare zu „„Heavy Trip“ – Aufgabe #48 (Schaue einen Film, in dem es um einen Musiker oder eine Band geht – keine Doku)

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