„Der Vater meiner besten Freundin“ – Aufgabe #59 (Schaue einen Film in einer dir fremden Sprache)

Hallo zusammen,

so, jetzt ist es aber wirklich an der Zeit hier einen Zahn zuzulegen die Filmreise-Challenge betreffend – sonst geht sich das in diesem Jahr nicht mehr aus. Wobei ich mich mit der heutigen Rezension nicht lange aufhalten werde, denn der heute zu besprechende Film war so belanglos und mittelmäßig, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll.

Vielleicht einfach mal beim Inhalt. Wie der Titel es bereits erahnen lässt, geht es um zwei Freunde, die gemeinsam mit ihren beiden Töchtern Urlaub am Meer machen. Der eine ist bereits getrennt, der andere kämpft gerade mit Eheproblemen. Und da passiert es, eine nächtliche Party am Strand, ein bisschen zu viel Alkohol und schon hat der eine mit der Tochter des anderen geschlafen. Die hat sich Hals über Kopf in den Vater ihrer besten Freundin verknallt, während er das Ganze am liebsten ungeschehen machen würde. Doch wie das nun einmal so ist, solche Geheimnisse bleiben nur selten unentdeckt – und damit fängt der Ärger erst so richtig an.

Eigentlich ein ziemlich brisantes Thema, das man eher bei einem Drama verorten würde, hier aber versucht wurde in einer französische Komödie zu verarbeiten. Das gelingt leider nur mäßig – einerseits weil die dramatischen Elemente der Thematik nun einmal zwangsläufig immer wieder in den Vordergrund treten, andererseits weil der bissige, sozialkritische Humor, den die Franzosen gerne mal an den Tag legen, nicht so wirklich zünden will. So dümpelt der Film so vor sich hin, hakt einen Checkpoint nach dem anderen ab, tritt auf dem Weg in unzählige Genre-Klischees, während die Schauspielgrößen Vincent Cassel und François Cluzet ziemlich unterfordert wirken. Dann kommt noch dazu, dass einem der Film zwar immer wieder ganz deutlich zu verstehen geben will, wieso sich die Figuren gerade so verhalten, wie sie es tun (damit auch wirklich jeder versteht, welch emotionaler Ballast da im Verborgenen eigentlich schlummert, wird dieser gerne einmal während eines Gesprächs offen dargelegt), die Aktionen und Reaktionen dabei aber so übertrieben sind, dass man nicht lachen, sondern sich lediglich gegen den Kopf schlagen möchte. Und das Ende meißelt einem dann sowieso ein dickes, fettes finales Fragezeichen ins Gesicht.

Schöne Bilder, eine solide Inszenierung und gute Schauspieler, viel mehr hat diese französische Komödie nicht zu bieten – schade eigentlich.

Danke fürs Vorbeischauen und bis zum nächsten Mal – stay tuned…

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