„Das Band der Samienen: Rabenkälte“ – Buchrezenison

Hallo zusammen,

nachdem gestern ein Film an der Reihe war, wird es heute wieder Zeit für ein Buch – denn auch hier stapeln sich bereits die noch nicht verfassten Rezensionen. Wobei ich mir heute irgendwie schwer tue, weil die Autorin eine Bekannte von mir ist, die ich sehr schätze. Aber keine Sorge, ich werde trotzdem kein Blatt vor den Mund nehmen.

Fangen wir deswegen zunächst mal mit einer Aussage an, welche der restlichen Rezension etwas Kontext verleihen soll: Bereits nach wenigen Seiten wurde mir klar, dass es sich bei der hier erzählten Geschichte absolut nicht um mein Genre handelt. Ja, es gibt vereinzelte Werke des so genannten „Young Adult“-Genres, die ich durchaus gelungen finde, aber gerade in Kombination mit Fantasy-Elementen funktionieren für mich wirklich nur sehr wenige Bücher. Ich kann euch nicht sagen wieso, da mir das Fantasy-Genre im filmischen Bereich durchaus zusagt, aber Bücher, die in fremden Welten spielen, schaffen es kaum jemals mich richtig zu fesseln.

Trotzdem wollte ich das Buch nicht abbrechen – erstens, weil ich so etwas eigentlich prinzipiell nicht tue, und zweitens, weil ich die Autorin kenne und ich es da einfach respektlos gefunden hätte. Und auch wenn ich weit davon entfernt war, mich durch das Buch quälen zu müssen, war ich doch auch nie Feuer und Flamme dafür. Es war mehr so ein Gefühl des angenehmen Dahinplätscherns. Das lag einerseits an dem sehr angenehme, flüssigen Schreibstil. Problemlos gleiten die Augen über die Zeilen und können die erdachte Welt in sich aufnehmen. Andererseits bot die Geschichte aber auch einfach kaum etwas, dass einen aus dem ruhigen Fahrwasser in etwas schnellere Stromschnellen gezogen hätte. Denn die erzählte Geschichte, rund um eine junge Frau, die nach der unfreiwilligen Ehe mit einem ziemlichen Ekel feststellen muss, dass es nicht nur mehr als eine Welt gibt, sondern dass sie selbst auch noch die einzige Hoffnung ist, diese Welten zu retten, ist zwar nicht uninteressant, bietet aber auch nicht wirklich viel Neues. Da gibt es ein Mädchen, dass bereits so einige Schicksalsschläge in Kauf nehmen musste und dann feststellt, dass sie etwas ganz besonderes ist; einen jungen Mann, der auf eine besondere Weise mit ihre verbunden ist und einfach alles für sie tun würde; eine dunkle Bedrohung, die es zu besiegen gilt. Der Aufbau ist dabei ebenso formelhaft, wie die einzelnen, bereits aus ähnlichen Werken bekannten Elemente – auch wenn diese durchaus gelungen neu zusammengewürfelt und arrangiert wurden.

So kann man das Buch wohl durchaus all jenen empfehlen, die eine große Schwäche für dieses Genre haben, denn sie werden eine Geschichte vorfinden, die gerade anders genug ist, um das Interesse aufrecht zu erhalten, aber auch vertraut genug, um sich bei der Lektüre quasi wie Zuhause zu fühlen. All jene, die eher weniger mit dem Genre anfangen können, würden nach der Lektüre aber wohl kaum ihre Meinung ändern.

Danke fürs Vorbeischauen und bis zum nächsten Mal – stay tuned…


Die harten Fakten:

  • Autorin: Marina Eckhart
  • Verlag: Amazon Selbstverlag
  • ISBN: 9798617148666
  • Band 1 von 3

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