„Django – Ein Leben für die Musik“ – Aufgabe #50: Schaue einen Film, in dem es um einen Musiker oder eine Band geht

Hallo zusammen,

und mal wieder sind die Beiträge auf diesem Blog rar gesät, was einmal mehr beweist, dass es eben so eine Sache mit den Neujahrvorsätzen ist. Aber gut, nun habe ich schon endlich mal wieder die Zeit und Motivation gefunden, mich vor den Laptop zu setzen, da will ich auch nicht lange herumjammern, sondern mich lieber gleich mal in die heutige Besprechung stürzen, mit der ich erneut ein Reiseziel meiner Filmreise-Challenge abhaken kann.

Und zu meiner Schande muss ich gleich mal gestehen, dass mir der Name Django bisher eigentlich nur in Zusammenhang mit einem Westernhelden bekannt war und keine Assoziationen zum Musikgenre „Gypsy Jazz“ bei mir hervorrief. Während der Sichtung dieses Biopics fielen mir dann natürlich in etlichen Szenen die Schuppen von den Augen, denn die hervorragende Musik dieses Virtuosen auf der Gitarre hatte ich natürlich schon gehört. Über sein Leben wusste ich allerdings bis dato noch gar nichts – kein Wunder, war mir ja noch nicht einmal der Name geläufig.

Und was für ein Leben das war. Gebeutelt von Schicksalsschlägen und Tragödien, als Jude hatte man es zur Zeit des deutschen Nationalsozialismus nicht leicht, egal ob man nun talentierter Künstler oder einfach nur hartarbeitender Bürger war. Und so war auch Reinhardt gezwungen seine Heimat zu verlassen und den mit vielen Gefahren versehenen, illegalen Grenzübergang zu wagen, um sein Leben und das seiner Familie zu retten.

So außergewöhnlich und interessant wie sich diese Lebensgeschichte auch anhört, so uninspiriert und nach Schema F wird sie hier leider erzählt. Gerade ein Blick in die jüngeren Jahre des Musikers wird dem Zuschauer verwehrt, wodurch ein elementarer Baustein fehlt, was lange Zeit dazu führt, dass man den Charakter nicht so recht zu greifen vermag. Da hilft es auch nicht viel, dass Schauspieler Reda Kateb einen wirklich guten Job macht und versucht seiner Darstellung so viel Tiefe und Nuancen zu verleihen wie nur möglich. Ja, ein jedes Biopic sieht sich vor der schwierigen Aufgabe, das meiste aus dem Leben der Porträtierten zu streichen, immerhin will die begrenzte Laufzeit sinnvoll ausgefüllt werden und sollte nicht mit „Nebensächlichkeiten“ überladen werden. Hier die richtige Balance zu finden ist die große Kunst, die es bei einem solchen Projekt zu meistern gilt – was den Drehbuchautoren Étienne Comar und Alexis Salatko leider nur rudimentär gelingt.

So werden Kenner sich wohl lediglich an einem ambitionierten Hauptdarsteller und dem grandiosen Soundtrack erfreuen können, ansonsten aber nicht viel von dem Film mitnehmen, während selbst Einsteiger wie ich eine bin, sich nach etwas mehr Gehalt sehnen dürften.

Danke fürs Vorbeischauen und bis zum nächsten Mal – stay tuned…


Die harten Fakten:

  • Originaltitel: Django
  • Erscheinungsjahr: 2017
  • Laufzeit: 117 Minuten
  • Regie: Étienne Comar
  • Darsteller: Reda Kateb, Cécile de France, Bea Palya

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

Erstelle kostenlos eine Website oder ein Blog auf WordPress.com.

Nach oben ↑

%d Bloggern gefällt das: