Rezensionsleichen in meinem Keller – März 2021

Hallo zusammen,

alle jene von euch, die meinen nun aber mal dringend ihren Kalender überprüfen zu müssen, sei hiermit versichert, dass alles in Ordnung ist und ihr trotzdem richtig lest, denn tatsächlich komme ich erst jetzt dazu, euch meine Rezensionsleichen des Monats März hier zu präsentieren. Jetzt wurde es aber auch wirklich mal dringend Zeit – der Geruch war kaum mehr zu ertragen. Beeilen wir uns deswegen lieber damit, die Leichen schnellstmöglich loszuwerden…

⇒ Ein Herz und eine Kanone (Erstsichtung) 

Prädikat: Amüsant aber nicht herausragend

So als kleine, nette Gangsterkomödie für Zwischendurch ohne viel Tiefgang ist dieser Film mit Liam Neeson in der Hauptrolle schon ganz gut zu gebrauchen.

⇒ Suzi Q (Erstsichtung)

Prädikat: Das rockt!

Wer bisher noch nicht wusste, warum Suzi Quatro extrem wichtig für die weibliche Rockszene war, und sie eigentlich nur wegen einer Handvoll Schnulzen kennt, der sollte sich unbedingt mal diese Dokumentation anschauen. Und auch wissende Fans dürften ihre helle Freude mit den Einblicken und Interviewschnipseln haben.

⇒ RoboCop (Erstsichtung)

Prädikat: Robotastisch!

Und der nächste Kultfilm/Klassiker, den ich endlich von meinem Pile of Shame streichen kann. Und ja, auch wenn er mich nicht ganz so von den Socken gehauen hat wie „Starship Troopers“, dafür war er mir irgendwie ein bisschen zu ernst, was sich für mich dann ein wenig mit dem satirischen/gesellschaftskritischen Grundton geschlagen hat, kann ich voll und ganz nachvollziehen, wieso er so eine große Fangemeinschaft hat.

⇒ Red Lights (Erstsichtung)

Prädikat: Schwindler unter sich?

Eigentlich eine ganz spannende Ausgangslage: Ratio gegen Mystik, Wissenschaftler gegen vermeintlichen Schwindler. Und tatsächlich schafft der Film es ganz gut, Spannung aufzubauen, die dann allerdings leider mit einem ziemlich undurchdachten finalen Reveal in Rauch aufgeht.

⇒ Yesterday (Erstsichtung)

Prädikat: Das geht ins Ohr

Ja, man hätte soviel mehr aus dieser tollen Prämisse machen können, als eine ziemlich formelhafte RomCom, aber zumindest funktioniert diese, dank eines äußerst sympathischen Casts, ganz gut.

⇒ Nur noch 60 Sekunden (Rewatch)

Prädikat: Auch heute noch ein großer Spaß

Nachdem Disney+ den Film letztens online gestellt hat, konnte ich mir diesen oktanhaltigen Hybriden aus Action- und Heistmovie mal wieder anschauen. Und was soll ich sagen, er weiß mich nach wie vor zu unterhalten. Wer also gerne einmal sehen möchte, wie Nicolas Cage in seiner Blütezeit eine geile Karre nach den anderen klaut, der sollte ruhig mal einen Blick riskieren.

⇒ Made You Look: A True Story About Fake Art (Erstsichtung)

Prädikat: Die irrsten Geschichten schreibt noch immer das wahre Leben

Was für eine Doku, was für ein Coup, was für ein Skandal. Ich muss gestehen, ich hatte vorher nichts mitbekommen von jenem Betrugsfall, der die Kunstwelt vor kurzem in ihren Grundfesten erschüttert hat (wahrscheinlich auch, weil ich so gut wie nichts mit dieser Welt zu tun habe) und trotzdem fand ich diese Doku so unglaublich fesselnd und gut inszeniert, dass ich sie rückhaltlos empfehlen kann.

⇒ Helden der Nacht (Erstsichtung)

Prädikat: Da wäre mehr drin gewesen

Hier und da hätten ein paar der dramatischeren Elemente etwas näher beleuchtet werden können, beziehungsweise hätten sie nicht ganz so schnell in Wohlgefallen aufgelöst werden sollen. Aber an und für sich doch ein gut gemachtes Cop-Drama mit engagierten Darstellern, die hier wirklich allesamt einen guten Job machen.

⇒ Stealth (Erstsichtung)

Prädikat: Leichte Kost ohne lange Halbwertszeit

Hier wird ordentlich die Klischeekeule geschwungen, die Effekte sind nicht wirklich gut gealtert und viel Potenzial, gerade in Bezug auf die K.I.-Elemente, wurde einfach links liegen gelassen. Die Performances reichen aber aus, um ihn sich mal nach einem harten Arbeitstag am Abend zur Berieselung anzuschauen.

⇒ Paris, Texas (Erstsichtung)

Prädikat: Arthouse-Kino pur

Das finale Aufeinandertreffen ist wirklich ein Stück großartige Filmgeschichte, die einen zu berühren weiß. Der Weg dorthin ist aber durchaus ab und an ein wenig holprig und gerade die Figur des Kindes wirkt nicht wirklich gut ausgearbeitet.

⇒ Braveheart (Erstsichtung)

Prädikat: Epochales Historiendrama

Hier und da ein bisschen zu viele historische Freiheiten und die Pathos-Keule hätte auch mit weniger Schmackes dahinter noch gut funktioniert, aber vom reinen Unterhaltungswert aus betrachtet, wirklich ganz großes und epochales Historienkino.

⇒ The Scorpions Live in 3D (Erstsichtung)

Prädikat: Konzertfeeling auf der heimischen Couch (naja…fast)

Wer einen 3D-Fernseher (plus Player) besitzt und auf guten alten Hardrock steht, der sollte sich dieses immersive Konzerterlebnis nicht entgehen lassen.

⇒ Babylon A.D. (Erstsichtung) 

Prädikat: Anfangs vielversprechend, schlussendlich aber enttäuschend

Einmal von der wirren, nicht durchdachten Auflösung abgesehen, bietet diese Mischung aus Sci-Fi und Endzeitdrama genügend Unterhaltungswert, um einen bei der Stange zu halten…trotzdem wäre hier doch deutlich mehr drinnen gewesen.

⇒ The Other Side of the Wind (Erstsichtung)

Prädikat: Für mich etwas zu verkopft

Natürlich sehe ich das Talent und die großen Ambitionen hinter dem Werk, natürlich ist es eine wirklich geniale Idee, einen von Welles unvollendeten, weil nie fertig geschnittenen Filmen im Jahr 2018 fertigzustellen, und trotzdem muss ich einfach gestehen, dass ich den Film vor allem anstrengend fand. Was nicht so schlimm wäre (immerhin gibt es einige „anstrengende“ Filme, die ich toll finde und immer wieder mal schaue), hätte er mich auf irgendeine Weise in seinen Bann gezogen oder berührt. Leider war dem aber nicht so.

⇒ Ant-Man and the Wasp (Rewatch)

Prädikat: MCU geht eigentlich immer

Ein spaßiges Marvel-Abenteuer, das ich mir immer wieder gerne anschaue.


Top des Monats:

Made You Look: A True Story About Fake Art

Ein Film, der einmal mehr beweist, wieso man sich eigentlich viel mehr Dokus anschauen sollte, denn sie können nicht nur ebenso spannend und mitreißend sein, wie jeder gute Krimi, sondern decken auch noch alle möglichen Themenbereiche ab.

Flop des Monats: 

Babylon A.D. 

Eigentlich war der größte Teil des Films gar nicht einmal so schlecht – ich meine, nicht gerade der Knüller, aber doch ganz in Ordnung. Leider hat das undurchdachte, kaum Sinn ergebende Ende das Ganze für mich dann ziemlich ruiniert und ordentlich gegen die Wand gefahren.


Und damit sind wir auch schon wieder am Ende dieses Beitrages angekommen. Und wie immer würde mich natürlich interessieren: Habt ihr vielleicht einen der oben genannten Filme gesehen? Wenn ja, wie ist eure Meinung dazu. Lasst es mich doch in den Kommentaren wissen.

Danke fürs Vorbeischauen und bis zum nächsten Mal – stay tuned…

Ein Kommentar zu „Rezensionsleichen in meinem Keller – März 2021

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