12 für 2021 – „To Kill a Mockingbird“ (Buchrezension)

Hallo zusammen,

während mir im filmischen Bereich zur Zeit tatsächlich die „Entwürfe“ ausgegangen sind, hab ich zum Glück schon wieder einige unbesprochene Bücher neben meinem Laptop liegen, weswegen es hier heute auch mal wieder um einen Kandidaten meiner „12 für 2021“-Lesechallenge gehen soll. Besagtes Buch ist dabei nicht nur eine meiner älteren SuB-Leichen, die sich endlich über einen Platz bei ihren gelesenen Kameraden freuen darf, sondern auch ein Klassiker der amerikanischen Literatur, den ich endlich mal nachholen konnte.

Und dabei beginnt alles so unverfänglich. Scout, ein junges Mädchen aus den Südstaaten, nimmt uns mit in ihre Welt, lässt uns sie auf ihren Streifzügen durch ihre kleine Stadt begleiten, teilt ihre Gedanken mit uns und bringt uns in Kontakt mit den anderen Einheimischen, zu denen auch ihr Bruder Jem und ihr Vater Atticus zählen. So weit, so weitestgehend unspektakulär. Doch die Ereignisse beginnen sich zu überschlagen, als ein Schwarzer der Misshandlung einer Weißen bezichtigt wird und Atticus die Verteidigung übernimmt. Ab diesem Zeitpunkt verwandelt sich das Geschehen in eine kritische Gesellschaftsstudie, die einem eben so erschreckend wie deutlich vor Augen führt, wie sinnlos und unbegründet der Rassenhass doch ist und wie tief er dennoch in der Gesellschaft verwurzelt scheint.

Ihr merkt schon an meiner Einleitung, „To Kill a Mockingbird“ wusste mich wirklich zu fesseln und tief zu berühren – zumindest teilweise. Denn zunächst hatte ich so meine Probleme wirklich in die Geschichte einzutauchen. Das mag einerseits natürlich daran gelegen haben, dass ich das Buch im Original, also auf Englisch, gelesen habe, was nicht nur bedeutet, dass ich deutlich länger für eine Seite brauchte, sondern auch, dass mich das immer wieder einmal erforderliche Nachschlagen einzelner Worte öfters aus dem Lesefluss gerissen hat. Nicht gerade die besten Voraussetzungen, wenn man sich einmal vor Augen führt, dass die Geschichte doch recht gemächlich in die Gänge kommt. Zunächst ist es nämlich nichts weiter, als die Geschichte eines kleinen Mädchens, welches in einer Kleinstadt aufwächst. Versteht mich nicht falsch, auch solche Geschichten können sehr gut sein, aber im direkten Vergleich mit der zweiten Hälfte des Buches, wo es dann thematisch so richtig zur Sache geht, erscheint einem der erste Teil fast ein wenig zahnlos.

Aber gut, dass ist wirklich jammern auf sehr hohem Niveau, denn alles in allem ist Harper Lee hier ein sehr kraft- und gefühlvolles Werk gelungen, das für mehr Toleranz und Menschlichkeit plädiert, indem es den Leser die Geschichte aus der Sicht eines unbefangenen Kindes erleben lässt.

Danke fürs Vorbeischauen und bis zum nächsten Mal – stay tuned…


Die harten Fakten:

  • Originaltitel: To Kill a Mockingbird
  • Autorin: Harper Lee
  • Verlag: Arrow Books
  • ISBN: 9780099549482

4 Kommentare zu „12 für 2021 – „To Kill a Mockingbird“ (Buchrezension)

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  1. Ja, das Buch fand ich auch wirklich sehr stark. Sowohl an den Film als auch an die literarische Fortsetzung, die Lee vor ein paar Jahren veröffentlicht hat, habe ich mich noch nicht herangetraut

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      1. Der Film wird ja auch sehr gefeiert… den will ich mir auf jeden Fall irgendwann noch anschauen. Aber beim Buch bin ich echt skeptisch… auch wenn es von Lee selbst kommt.

        Gefällt 1 Person

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