12 für 2021 – „Zu wenig Zeit zum Sterben“ (Buchrezension)

Hallo zusammen,

achja, da hätten wir mal wieder so einen Kandidaten, bei dem ich eigentlich schon im Vorfeld wusste, dass mich das Buch wohl eher kalt lassen wird…aber was will man machen, auch einem geschenkten Gaul muss man irgendwann mal ins Maul schauen – oder wie ging das? Wie ihr nach diesem kleinen Scherz bestimmt schon erraten habt, handelt es sich heut mal wieder um eine SuB-Leiche, die ich einst geschenkt bekommen habe weil ich vergessen hatte demjenigen meine Wunschliste zukommen zu lassen. Es ist also zum Teil auch meine eigene Schuld. Gut, jetzt hab ich mir diesen Gerichtskrimi auf jeden Fall mal zur Brust genommen und tja, meine Befürchtungen haben sich leider bestätigt.

Dabei kann ich mir sogar vorstellen, dass die Geschichte rund um einen abgehalfterten Anwalt, der plötzlich von der Mafia dazu gezwungen wird einen schier unmöglichen Fall zu übernehmen oder seine Tochter segnet das Zeitliche, Fans des Genres durchaus gut unterhalten könnte. Es geht ziemlich sofort in medias res, das Tempo bleibt stets hoch, der Stil ist auch schön flüssig und man merkt, dass der Autor Ahnung vom amerikanischen Justizsystem hat. Mein Problem ist nur, ich bin eigentlich kein großer Krimi/Thriller-Freund. Ich weiß auch nicht wieso, aber es ist nun mal so. Zu oft begegnen mir die immer gleichen Elemente, viel zu häufig hat man mit ein bisschen Hirnschmalz den Täter ziemlich schnell identifiziert, wenn er dem Leser nicht sowieso von Haus aus bekannt ist, und zu selten finden sich für mich echte Lichtblicke, Autoren, die sich von der Masse abheben.

Es kommt also in diesem Fall wirklich auf die eigenen Präferenzen an: Wer sowieso eine kleine Krimiratte ist, der wird mit dieser rasanten Story sicher ihren Spaß haben, wer allerdings nicht so viel mit dem Genre anfangen kann, den wird dieses Buch sicher auch nicht hinterm Kamin hervorholen.

Danke fürs Vorbeischauen und bis zum nächsten Mal – stay tuned…


Die harten Fakten:

  • Originaltitel: The Defence
  • Autor: Steve Cavanagh
  • Übersetzer: Fred Kinzel
  • Verlag: Blanvalet
  • ISBN: 978-3-7341-0025-3

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