Der Marvel-Monat: The First Avenger: Civil War

HEADER IMAGE: © MARVEL; DISNEY

Hallo zusammen,

nachdem es in der letzten Zeit lauter „Reposts“ zum Marvel-Monat gab (und ein paar werden da auch noch kommen), geht es heute mal mit einem aktuellen Beitrag weiter…ihr seht also, wo ich das letzte Mal mit meinem Vorhaben stehen geblieben bin. Aber gut, heute soll es hier nicht um meine vergangene mangelnde Planung gehen, sondern um ein weiteres Abenteuer des MCU.

„Together we stand. Devided we fall.“ – so lautete damals die Tagline, und was für ein Fall das dann auch war. Oder besser gesagt ein Knall. Denn „Civil War“ schlug bei den Fans tatsächlich ein wie eine Bombe. Kein Wunder, immerhin wurde hier auch wirklich einiges geboten. Schöne Charakterentwicklungen, einen der legendärsten Kämpfe dieses Cinematic Universe (in dem es mal nicht Gut gegen Böse, sondern Held gegen Held heißt) und einige Franchise-weisende Entwicklungen.

Die Zerstörung Sokovias ging an den Avengers nicht spurlos vorüber – und auch nicht an dem Ansehen, das die Helden in der Bevölkerung genießen. Immer mehr Stimmen werden laut, ob es nicht zumindest irgendeiner Form der staatlichen Kontrolle bedürfte. Dann ein weiterer Einsatz, eine Explosion mitten in einer belebten Stadt und ein Abkommen zwischen den Avengers und den Vereinten Nationen scheint unabdingbar. Doch die Meinungen innerhalb der Gruppe gehen weit auseinander. Während Captain America aus eigener Erfahrung weiß, wie schnell staatlicher Einfluss ausgenutzt werden kann, hat Iron Man nach der unabsichtlichen Erschaffung Ultrons einige Bedenken, dass ihnen die Aufgabe über den Kopf zu wachsen droht. Die Lage ist also bereits angespannt als weiterer Zunder ins Feuer geworfen wird: zunächst in Form von Bucky Barnes. Der soll angeblich ein Attentat auf die UN verübt haben. Doch Steve glaubt an Buckys Unschuld und ist deswegen gar nicht erfreut, als dieser in eine Zelle gesperrt wird. Doch hier fangen die Probleme erst an. Als erster Besucher meldet sich nämlich ausgerechnet Baron Zemo bei Bucky an, der eigentliche Drahtzieher hinter dem Attentat und ehemaliger Einwohner Sokovias. Sein erdachter Rachefeldzug ist äußerst komplex, nicht immer ganz logisch und benötigt eine gute Portion Glück, um funktionieren zu können, aber irgendwie klappt es schließlich doch. Barnes wird mittels alter Hydra-Programmierung wieder zum Winter Soldier, Cap und Iron Man kriegen sich so weit in die Wolle, dass sich zwei Lager innerhalb der Avengers bilden, die schließlich sogar aufeinander los gehen und am Ende sitzt ein großer Teil der Helden in einem Hochsicherheitsgefängnis, der andere versteht irgendwie die Welt nicht mehr und Captain America ist gemeinsam mit Bucky auch der Flucht.

Ihr seht alleine schon an dieser Inhaltsangabe, bei der ich mich eh schon wirklich kurz gehalten habe, dass hier so einige Themen unter einen Hut gebracht werden mussten. Und dabei habe ich noch nicht einmal Black Panther oder Spider-Man erwähnt. Wegen all der Uneinigkeiten und Handlungsstränge muss man ganz klar sagen, dass dies hier wohl der erste Film ist, bei dem ein wenig Vorwissen essentiell scheint, will man das Gesehene auch tatsächlich genießen und einordnen können.
Klar, zu sehen wie Ant-Man auf die Größe eines Hauses anwächst, Spider-Man gegen Falcon und Winter Soldier antritt und sich Black Widow und Hawkeye gegenseitig den Hintern versohlen, macht auch Spaß, wenn man keinen Tau von irgendwas hat, aber um hinter all das Krach-Bumm blicken zu können und die eigentliche Meisterleistung dieses Films würdigen zu können, dafür sollte man sich schon ein wenig mit dem Universum beschäftigt haben.

Gerade die ebenso interessanten wie nachvollziehbaren Charakterentwicklungen auf Seiten der beiden Hauptakteure Captain America und Iron Man sind schon bemerkenswert. In einem Actionspektakel dieser Größe würde man solch durchdachte, gefühlvolle Momente wohl eher nicht vermuten. Aber es gibt sie, glaubt mir, es gibt sie – und für Fans sind es genau diese Augenblicke, diese Szenen, in denen Helden zu Menschen werden, die einen an dieses Franchise binden.

Auch wenn in puncto Bösewicht mal wieder einiges an Potenzial verschenkt wird, sein Plan wirklich ziemlich umständlich ist und man sich ernsthaft fragt, ob man nicht auch anders zu diesem Ziel hätte kommen können, muss man trotzdem sagen, dass auf Seiten der Helden so viel richtig gemacht wurde und einem so unvergessliche Leinwandmomente geschenkt wurden, dass man bei den kleineren Schönheitsfehlern gerne mal ein Auge zudrückt.


Zum Abschluss noch ein wenig Trivia:

  • Dies ist der erste Film von Phase 3 des MCU.
  • Ursprünglich sollte Spider-Man eine wesentlich größere Rolle spielen und Black Panther dafür nur einen kleinen Cameo haben. Nachdem die Verhandlungen mit Sony um die Teilung der Rechte an der Figur aber ins Stocken gerieten und man sich nicht sicher war, ob man den Charakter überhaupt würde verwenden können, entschied man sich dazu, das Script dahingehend umzuschreiben.
  • Die Highway-Verfolgungsjagd in der Captain America und Black Panther hinter Bucky her sind, wurde zu einem großen Teil mit praktischen Effekten realisiert. So zieht Bucky tatsächlich ein an einem Seil angebrachtes Motorrad unter einem Stuntman weg, um dann selber aufzusteigen. Und auch die Verfolgungsjagd durch den Tunnel wurde mit Hilfe von einer Art Laufband und einiger Stuntmen realisiert.
  • Auch die Szene in der Steve Rogers versucht einen Helikopter mit seiner reinen Muskelkraft am Wegfliegen zu hindern, ist kein CGI, sondern wurde wirklich so gedreht. Schauspieler Chris Evans hält hier einen echten Helikopter, der in der Luft schwebt, und versucht ihn an sich heranzuziehen.
  • Die Annäherungen zwischen Scarlet Witch und Vision sind den Comics entnommen, dort sind die beiden sogar eine Zeit lang miteinander verheiratet.
  • Es ist der einzige Crossover-Film des MCU, in dem Nick Fury nicht wenigstens einen kurzen Gastauftritt hat.
  • Eigentlich sollte auch der Hulk einen Auftritt in diesem Film haben, die Verantwortlichen entschieden sich aber dazu, diese Storyline lieber für „Thor: Tag der Entscheidung“ aufzusparen.

Wer noch mehr spannende Trivia zu „The First Avenger: Civil War“ lesen möchte, der kommt durch einen Klick HIER drauf zur passenden IMDb-Seite.

Danke fürs Vorbeischauen und bis zum nächsten Mal – stay tuned…

2 Kommentare zu „Der Marvel-Monat: The First Avenger: Civil War

Gib deinen ab

    1. In der Serie hat er mir auch sehr gut gefallen…im Film fand ich seinen Plan einfach zu unglauchwürdig… ich mein, er musste schon echt einige Male richtig Glück haben, damit das alles am Ende so aufgeht.

      Gefällt 1 Person

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