Der Marvel-Monat: Doctor Strange

HEADER IMAGE: © MARVEL; DISNEY

Hallo zusammen,

nachdem wir mit den Guardians bereits ein paar weiter entfernte Flecken im Universum bereist hatten, wurde es Zeit für einen neuen Akteur im MCU, der uns gar neue Dimensionen erschließen sollte und ein wichtiger Verbündeter im großen finalen Kampf gegen den violetten Titanen werden sollte: Die Rede ist natürlich von Doctor Strange.

Doch bevor Strange in „Infinity War“ und „Endgame“ mit seiner Magie die Welt retten konnte, war er erst einmal ein ziemlich arroganter Schnösel. Zwar brillant als Neurochirurg, aber eben auch verdammt eitel und hochnäsig. Das alles sollte sich jedoch ändern, als ein Autounfall sein scheinbar wichtigstes Kapital ruinierte: seine Hände. Nachdem alle Operationen nichts brachten, wandte sich Strange schließlich alternativeren Methoden zu, reiste nach Kathmandu und begab sich auf die Suche nach einem geheimen Orden. Seine Hartnäckigkeit trug schließlich Früchte, doch was ihn auf der anderen Seite einer relativ unscheinbaren Tür dann erwartete, damit hätte er niemals in seinem Leben gerechnet. Der Orden bestand nämlich aus waschechten Magiern, die es sich zur Aufgabe gemacht hatten, die Welt vor dem Bösen zu bewahren, das immer wieder aus den entlegensten Winkeln der Galaxie oder sogar anderen Dimensionen seine Finger nach dem verletzlichen kleinen, blauen Planeten und seinen Bewohnern ausstreckt. Und gerade als Strange seine Ausbildung beginnt, ist eine weiter solche Gefahr in Form eines ehemaligen Verbündeten namens Kaecilius auf dem Vormarsch.

Es mag nach dem bereits so weitgehend verflochtenen „Civil War“ vielleicht etwas merkwürdig angemutet haben, plötzlich wieder eine Origin-Story eines Charakters präsentiert zu bekommen, von dem man vorher weder etwas gesehen noch gehört hatte (also, ich meine natürlich innerhalb des MCU). Okay, ein paar kleinere Hinweise gab es vielleicht schon, aber außer den echten Comicfans dürfte die zur damaligen Zeit wohl niemand mitbekommen haben.
Wie sich allerdings in den späteren Filmen herausstellen sollte, war die Einführung der Figur entscheidend für den Fortlauf des weiteren Filmuniversums. Kein Wunder, denn mit Strange fand die Magie Einzug in das MCU. Ein Faktor, der sich vielleicht merkwürdig anhört, der allerdings tatsächlich essentiell für das Folgende sein sollte.

Und nachdem sich einem durch diese kleine Zutat schier unendliche Möglichkeiten zu eröffnen scheinen, ist „Doctor Strange“ folgerichtig auch einer der visuell abgedrehtesten Filme des Franchise. In keinem Film des MCU davor oder danach wird auf so beeindruckende Art und Weise mit den Konzepten von Raum und Zeit gespielt. Hier vervielfältigen sich ganze Straßenzüge nur um am Ende in sich selbst zu kollabieren, unternehmen Astralprojektionen wilde Stürze durch sich ständig spiegelnde farbige Fraktale oder unterhalten sich, während im Hintergrund ein Blitz in Superzeitlupe einschlägt. Genau für so etwas wurden große Leinwände und 3D gemacht.
Während der Film also Augenschmaus und visuellen Mindfuck par excellence bietet, kommt die eigentlich Handlung dann leider doch recht bieder und klischeebehaftet um die Ecke. Kaum einmal entfernt man sich von den bereits bekannten, ausgetretenen Genrepfaden. Alle Storyelemente, die man sich so von einer soliden Origin-Story erwartet, sind an Ort und Stelle zu finden, echte Überraschungen sucht man vergebens. Wobei, der finale Kampf gegen den eigentlichen Endgegner nimmt dann doch eine interessante Wendung und geht auf recht unkonventionelle Art vonstatten.

So mag „Doctor Strange“ von einem Story-Standpunkt aus sicher keinen Blumentopf für Innovation gewinnen, von einem visuellen Standpunkt aus betrachtet, kann er aber ohne weiteres mit Spitzenfilmen wie „Inception“ mithalten (und wenn man mal ganz ehrlich ist, diese sogar in manchen Szenen noch übertreffen).


Zum Abschluss noch ein wenig Trivia:

  • Regisseur Scott Derrickson ist ein so großer Fan von der Figur Doctor Strange, dass er das Concept Video, welches er Marvel vorlegte, um den Film machen zu dürfen, aus eigener Tasche bezahlte.
  • Chiwetel Ejiofor hat einen schwarzen Gürtel in Karate, weshalb seine Kampfbewegungen am Set auch besonders geschmeidig aussahen.
  • Während der Dreharbeiten erlaubte sich Benedict Cumberbatch einen kleinen Spaß und ging in voller Montur in einen Buchladen, um sich einen „Doctor Strange“-Comic zu kaufen.
  • Auch wenn man es aufgrund der surreal anmutenden Bilder wohl kaum glauben mag, aber tatsächlich holte sich Marvel für dieses Projekt den Astrophysiker Adam Frank mit an Bord, der mit Rat und Tat zur Seite stand, wenn es darum ging, wie sich die dargestellten Veränderung in Raum und Zeit wohl auf die Umgebung und die Menschen auswirken würden.

Wer jetzt noch mehr Lust auf spannende Trivia zu dem Film bekommen hat, den leitet ein Klick HIER drauf zu der entsprechenden IMDb-Seite weiter.

Danke fürs Vorbeischauen und bis zum nächsten Mal – stay tuned…

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