Der Marvel-Monat: Thor: Tag der Entscheidung

HEADER IMAGE: © MARVEL; DISNEY

Hallo zusammen,

nachdem wir gestern mit Spider-Man mal wieder auf den Boden zurückgekehrt waren, also auf die Erde, begeben wir uns mit dem dritten Abenteuer unseres liebsten Donnergottes erneut in den Weltraum.

Genauer gesagt zunächst einmal auf eine Quest, denn wieder einmal herrscht Chaos in Asgard. Auf seiner Suche nach den Infintity-Steinen kommt Thor nämlich das Gerücht zu Ohren, dass Odin gar nicht mehr auf seinem Thron weile. Das für sich genommen ist schon bedenklich, doch könnte es weiter reichende Konsequenzen zu haben, denn auch Ragnarök scheint nicht mehr fern zu sein. Wieder in Asgard ist der Schelm hinter dem Ganzen natürlich schnell entlarvt. Loki hat den Kampf mit den Dunkel Elfen doch überlebt, Odin kurzerhand mit Hilfe eines Zaubers in ein Seniorenheim auf der Erde verfrachtet und selber seinen Platz eingenommen. Gerade als die beiden Söhne ihren Vater von dem Zauber befreien, eröffnet ihnen Odin nicht nur sein baldiges Ableben, sondern auch, dass dies sein ältestes Kind, seine herrschsüchtige, verbannte Tochter Hela wieder auf den Plan rufen würde. Und so geschieht es dann auch, Odin stirbt, Hela erscheint und spannt erst einmal ein wenig ihre Muskeln an, indem sie mir nichts dir nichts Mjölnir zerstört. Bei der darauf folgenden Flucht von Thor und Loki über den Bifröst schafft Hela es, ihren Brüdern hinterher zu jagen, sie in die weiten des Alls zu katapultieren und selber in Asgard einzufallen. Thor verschlägt es dabei auf den Müll-Planeten Sakaar, wo er allerdings einige neue und ein paar überraschende Verbündete findet, mit denen er sich schließlich auf den Weg nach Asgard macht, um Hela ein für alle Mal das Handwerk zu legen.

Es ist echt ein Wahnsinn, wie lange diese Inhaltsangabe ist, obwohl ich mich eh schon zurückgehalten und einige Handlungsstränge unerwähnt gelassen habe. Wer nun allerdings befürchtet, der Film könnte überladen sein, den kann ich an dieser Stelle beruhigen. Die Geschichte ist weder besonders komplex, noch wendungsreich, sondern einfach nur bereits so stark mit den Vorgängern verwoben, dass so einiges vor sich geht, das man als Unkundiger wahrscheinlich gar nicht so mitbekommen wird. Allerdings besteht hierin einer der großen Pluspunkte dieses Films, denn selbst wenn man nicht alle Plotpoints und Referenzen versteht, wird man dennoch seinen Spaß mit dem gezeigten Spektakel haben.

Das liegt einerseits daran, dass man mit dem dritten Teil der Thor-Reihe eine neue Richtung eingeschlagen hat, endlich einmal das komödiantische Talent Hemsworth, das in den vorherigen Teilen bereits ab und an durchblitzen konnte, zu nutzen wusste und sich mit Taika Waititi einen Regisseur mit ins Boot geholt hat, der das Ganze dann auch noch in seinem ganz eigenen Stil hervorragend auf die große Leinwand transportieren konnte. So ist „Thor: Ragnarok“, wie er im Original heißt, mehr abgedrehte Komödie als ernstes Familiendrama, was dem Stoff erstaunlich gut zu Gesicht steht nach den größtenteils bierernsten Vorgängern. Ein Hauch „Guardians“ möchte man fast sagen, und doch ganz anders.

Doch bevor wir zu meinem Fazit kommen noch einmal kurz zum Titel. Dieser beinhaltet im Original den Beisatz „Ragnarok“, was wunderbar vielschichtig ist, da so nicht nur auf das entsprechende Event in den Comics hingewiesen wird, sondern auch auf die mythologische Bedeutung Bezug genommen werden kann. Wieso man im Deutschen dann „Tag der Entscheidung“ machen und so die eigentlich durchdachte Titelgebung ziemlich gegen die Wand fahren musste, bleibt wohl auf Immer Rätsel und Ärgernis in einem.

Aber kommen wir lieber wieder zum eigentlichen Film, der einem eine Superhelden-Komödie par excellence mit folgenschwerem Endkampf zu präsentieren versteht, und mit seiner End-Credit-Scene schließlich endgültig die Brücke zum lang erwarteten „Infinity War“ schlägt.


Zum Abschluss noch ein wenig Trivia:

  • Laut Aussagen von Taika Waititi sind rund 80% der Dialoge improvisiert.
  • Auch der berühmte Ausspruch „He’s a friend from work“ stand so nicht im Script, sondern wurde von einem Kind beigesteuert, welches das Set dank der Make-A-Wish-Foundation einen Tag lang besuchen durfte.
  • Waititi ließ es sich nicht nehmen selbst eine Rolle in dem Film zu übernehmen: Er spielt das Steinwesen Korg mit Hilfe von Motion Capturing.
  • Im ursprünglichen Script war Hulk nicht enthalten, aber nachdem er in „Age of Ultron“ verschwunden und seitdem nicht mehr aufgetaucht war, entschied man sich dazu, die „Planet Hulk“-Story aus den Comics in Ansätzen mit einzubauen, um den grünen Riesen rechtzeitig für den „Infinity War“ zurückholen zu können.
  • „Hela“ ist Marvels abgewandelte Version des nordischen Gottes Hel, der über das Reich Niflheim herrscht. Eine Art Hölle, in die all jene kommen, die keinen heroischen Tod gestorben sind.

Wer nun gerne noch mehr spannende Trivia zu dem Film nachlesen möchte, der gelangt durch einen Klick HIER drauf zur entsprechenden IMDb-Seite.

Danke fürs Vorbeischauen und bis zum nächsten Mal – stay tuned…

 

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