„Maria Stuart, Königin von Schottland“ – Kritik — Film plus Kritik – Online-Magazin für Film & Kino

Ich habe mich mal wieder für „Film plus Kritik“ ins Kino begeben und mir das neue Historiendrama „Maria Stuart, Königin von Schottland“ angeschaut. Wie mir der Film so gefallen hat, erfahrt ihr hier in meiner Rezension…

Historische Dramen, die auf realen Ereignissen beruhen, erfreuen sich nicht erst heutzutage großer Beliebtheit, und auch die schottischen Highlands sind dem geneigten Cineasten spätestens seit „Braveheart“ ein Begriff. Als Ende 2016 dann bekannt wurde, dass die etablierte britische Theaterregisseurin Josie Rourke das Leben von Maria Stuart, der legendären Königin Schottlands, mit Saoirse Ronan und Margot […]

über „Maria Stuart, Königin von Schottland“ – Kritik — Film plus Kritik – Online-Magazin für Film & Kino

6 Kommentare zu „„Maria Stuart, Königin von Schottland“ – Kritik — Film plus Kritik – Online-Magazin für Film & Kino

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  1. Was finden nur alle an Rob Roy?
    Den habe ich vor 25 Jahren wie folgt rezensiert:

    Rob Roy – Breitwandiges Bauerntheater

    Willkommen in unserer Kinoversuchsküche. Unser heutiger Kochkurs beinhaltet Zubereitung und Verzehr eines breitwandigen Bauerntheaters. Für die Hauptfigur Robert Roy MacGregor – quasi die schottische Kreuzung aus Robin Hood, Che Guevara und Michael Kohlhaas – sollten wir eigentlich Kevin Costner nehmen, doch ist der Mann gerade dabei, sich mit weiteren Mammutprojekten endgültig ins Aus zu befördern.
    Nehmen wir statt dessen Liam Neeson, der hat ja dank „Schindlers Liste“ und „Nell“ inzwischen Popularität sowie filmische Erfahrung mit Massenszenen und Wäldern. Zusätzlich wird er auf den Werbeplakaten Herrn Costner zum Verwechseln ähnlich sein.
    Und nun die Partnerin. Als treues Weib stellen wir ihm da Jessica Lange zur Seite. Die Dame hat zwar seit ihrem Debüt in „King Kong“ keine wesentlichen Fortschritte gemacht, andrerseits fiel ihr erst kürzlich (und versehentlich?) ein Oscar zu. Den reichen Gegenspieler gibt John Hurt. Der guckt nicht nur furchterregend grimmig, sondern bringt auch die nötige Körperhaltung für diese Aufgabe mit. Und sein noch fieserer Handlanger ist Tim Roth.
    Da Auge und Ohr mitessen, richten wir im schottischen Hochland des Jahres 1703 an. Dazu reichen wir gewaltige Naturbilder, untermalt von ebensolcher Musik. Langsam köcheln lassen, dann abwechselnd sanft und wieder kräftig umrühren.
    Nun zur wichtigsten Ingredienz, der Geschichte. Da haben wir tief in die Zutatenkiste gegriffen und fügen folgende wertvolle Bestandteile hinzu: rauhe Winter, Überleben des Clans, Schuld und Ehre, Vertrauen und Tod, Brandschatzung und Schändung, Blut und Rache, Männerduelle mit Hieb- und Stichwaffen, Happy-End … Alles vermengen und direkt lauwarm auf der Leinwand servieren. Prost Mahlzeit!
    Was, Ihnen dreht sich der Magen um? Durchfälle, Übelkeit und Langeweile? Mit 139 Minuten viel zu üppig geraten? Unser Romantikschinken bleibt Ihnen im Hals stecken und verdaut sich nicht? Und Männer in Röcken sind sowieso nichts für Sie? In diesem Fall kommen wir zum krönenden Abschluß des Abends: Das Ganze gießen wir unter ständigem Rühren in den Ausguß…

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    1. Latha math, Gerd.
      Deine anmerkenswerte Kritik zu ‚Rob Roy‘ hat mich gernst an meine Fanzine-Rezis von vor 30 Jahren erinnert. Frei von der Leber weg. Wobei mir ‚Rob Roy‘ nach wie vor zusagt. 🙂
      Bliadhna mhath ùr!

      bonté

      Gefällt 1 Person

    2. Eine wirklich sehr schön bissige Rezension…einfach herrlich zu lesen😆!
      Ich finde den Film allerdings bei weitem nicht so schlimm wie du sagst und grad im Vergleich zu Braveheart finde ich ihn zugegebenermaßen um einiges besser…aber vielleicht auch nur weil ich finde, dass Neeson der deutlich besser Schauspieler ist😉

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  2. Feasgar math, Mara.
    Nun kennen wir die Zeit nur aus schriftlichen Überlieferungen & der Kunst, ich denke aber, daß speziell an Höfen eine gewisse Theatralik im Auftritt mitschwang. Allein, weil die Beteiligten um die Wirkung eines jeden Auftritts wußten („The Favourite“ wird Dir in der Hinsicht sicher gefallen).
    Der erwähnte ‚Braveheart‘ atmet mir etwas zuviel Testosteron-Pathos aus (‚Rob Roy‘ ist hier weitaus näher an der Realität). Es bleibt anzunehmen, daß deswegen der Academy (mit Oscar für Film & Regie) schlicht die Gäule durchgegangen sind. 😎

    Die anderen Zeilen habe ich „drüben“ bereits geparkt.

    bonté

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo Robert,
      was die schottischen filmischen Epen betrifft würde ich persönlich auch einen Rob Roy einem Braveheart vorziehen, allerdings habe ich mich in meiner Rezension doch an zweiteren gehalten weil er meiner Meinung nach der bekanntere der beiden ist und dies gerade bei einem durch einen Vergleich erzeugten Bild von großer Bedeutung ist.

      Liebe Grüße

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