„Baywatch“ – Filmrezension

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Ist dieser Film hirnverbrannt? – Ja, aber auf die beste Art und Weise!

Mitch Buchannon ist zurück und zwar mit deutlich weniger Harren dafür aber deutlich mehr Muskeln. Als Rettungsschwimmer mit Leib und Seele ist er der Star am Strand – alle kennen ihn, alle lieben ihn, viele verdanken ihm sogar ihr Leben. Nur eines stört Mitchs heile Welt – immer öfter werden kleinen Tütchen mit Meth an seinem Strand angespült. Sowas geht nun wirklich nicht und nach bewährter Baywatch-Manier macht sich das Team auf, um den Fall zu lösen. Dass Mitch sich dabei auch noch um den hochnäsigen neuen Rekruten kümmern muss, erschwert die Sache zusätzlich – doch die Rettungsschwimmer von Malibu geben nicht auf und sind erst zufrieden, wenn ihr Reich wieder sicher ist. 

Hat dieser Film eine tiefschürfende Handlung – nein…hat dieser Film hochkarätige Dialoge – nein…stört einen das als Zuschauer – nein, denn dieser Film hat gar nicht den Anspruch all das zu haben. Dieser Film möchte eine Persiflage/Hommage an eine in Vergessenheit geratene Kultserie aus den 1990ern sein und das schafft er meiner Meinung nach blendend. Warum das so ist? Nun…

Fangen wir zunächst einmal mit den Schauspielern an. „The Rock“ (ja, ich nenne diesen Mann nach wie vor so weil er einfach ein Berg von einem Mann ist! – sorry) als Nachfolger von David Hasselhoff und somit als tragenden Hauptdarsteller zu casten war wohl die beste Entscheidung, welche die Macher treffen konnten. Dieser Mann versprüht soviel Charisma, wenn er sich nur die Nase putzt, dass es beinahe unmöglich ist ihn nicht zu mögen. Daher kauft man ihm auch ohne mit der Wimper zu zucken den allseits beliebten Strahlemann sofort ab. Neben diesem Charmbolzen zu bestehen ist sicher keine leichte Aufgabe und doch schafft es Zac Efron (der mit seinen letzten Filmen durchaus bewiesen hat, dass er seinen „High School Musical“-Zeiten ein für alle mal entwachsen ist) erstaunlich gut. Auch wenn der Rest des Teams dann doch eher zu Nebenfiguren verkommt schadet das dem Film nicht, da diese trotzdem gekonnt eingesetzt werden und so für viele Lacher sorgen. Auch die Cameos von den zwei Aushängeschildern der alten Serien sind gut in die Handlung eingebaut worden.

Was mich zu meinem nächsten Punkt überleitet – dem Humor. Dank des R-Ratings im amerikanischen Raum (FSK 14 bei uns!?) fallen die Sprüche und Gags ein wenig derber aus, als man das bei einem filmischen Reboot/Sequel der Serie erwarten würde. Meist schaffen es die Autoren aber sich genau auf dem schmalen Grat zu bewegen, auf dem solche übertriebenen und lächerlichen Witze gut zünden. Die ein oder andere Szene ist dann zwar schon unter der Gürtellinie, allerdings werden diese Stellen oft durch die folgenden entschärft und so doch noch zu einer lustigen Gesamtsequenz zusammengefügt.

Negativ anzumerken wäre vielleicht, dass etwas fragwürdige CGI…wobei man auch hier das ganze natürlich in Relation zu den Absichten der Filmemacher setzen muss. Trotzdem hätte es durchaus noch einen Ticken mehr Qualität vertragen ohne dabei das gewünschte Ergebnis aus den Augen zu verlieren.

Auch die allzu vorhersehbare und geradlinige Handlung hätte durchaus ein paar Ecken und Kanten vertragen – wenn man sich allerdings das Ausgangsmaterial anschaut, kann man den Machern auch diesen Punkt nicht wirklich als Manko ankreiden, da es offensichtlich genau so von den ihnen beabsichtigt wurde.

Alles in allem ist „Baywatch“ eine aberwitzige Verfilmung einer aberwitzigen Serie, die unglaublich gut funktioniert weil sie gar nicht versucht mehr zu sein als leichter, spritziger Kinospaß!

  • Titel: Baywatch
  • Originaltitel: Baywatch
  • Erscheinungsjahr: 2017
  • Laufzeit: 116 Minuten
  • Produktionsstudio: Paramount Pictures
  • Regie: Seth Gordon
  • Darsteller: Dwayne Johnson, Zac Efron, Alexandra Daddario, Kelly Rohrbach, Priyanka Chopra, Jon Bass

 

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11 Gedanken zu “„Baywatch“ – Filmrezension

    • Ab und an genieße ich solche Filme, die wissen, dass sie dämlich sind und das auch noch feiern. Und ich kann echt nicht leugnen, dass ich mich sehr gut unterhalten fühlte und oft gelacht habe…und ich war nicht die einzige im Saal, der es so ging. Ich glaub es kommt sich bei dieser Art von Filmen immer sehr darauf an mit welchen Erwartungen man an die Sache ran geht…das wäre so ähnlich wie wenn ich Rosamunde Pilcher zur Hand nehme und Albert Camus erwarte! Für das was der Film sein will macht er meiner Meinung nach einfach einen überraschend gute Job.

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