Der Marvel-Monat: Iron Man 3

Header Image: © Marvel; Disney

Hallo zusammen,

nachdem die Zeit bereits etwas drängt, gibt es hier gleich die nächste Rezension zu dem inzwischen siebten Film des MCU. Nach dem großen Aufeinandertreffen unserer liebsten Helden in „Avengers“, geht es der erste Film von Phase 2 wieder etwas kleiner und persönlicher an und schickt abermals Iron Man in sein inzwischen drittes Soloabenteuer.

Die Schlacht von New York hat ihre Spuren hinterlassen und das nicht nur in der Skyline, sondern auch bei den Beteiligten. Nachdem er einen kurzen Blick auf die wahre Größe von Thanos lauernder Armee werfen konnte, ist Tony Stark nicht mehr der selbe. Er verbringt seine schlaflosen Nächte damit neue Anzüge zu entwerfen, wird von Panikattacken geplagt und riskiert durch dieses Verhalten sogar die Beziehung zu Pepper. Als dann plötzlich ein Terrorist auftaucht, der sich selbst der „Mandarin“ nennt, muss Tony allerdings feststellen, dass die Gefahren nicht nur im All lauern, sondern auch der ein oder andere Geist aus der Vergangenheit noch eine Rechnung offen hat.

Die meisten würde der Aussage, dass die Soloabenteuer des metallenen Helden mit der großen Klappe in ihrer Qualität schwanken, wohl durchaus zustimmen. Und die meisten würden wohl, ähnlich wie bei Teil 2, sagen, dass der dritte Teil auch nicht gerade der große Bringer war – die meisten, aber nicht ich. Ja, ich gebe es zu, auch der dritte Teil hat wieder einige Schwächen aber dennoch finde ich, dass es ein stimmiger Einstieg in die nächste Phase dieses großen Projektes namens Marvel Cinematic Universe war.
Das liegt einerseits daran, dass die Geschehnisse des Vorgängers ganz eindeutig ihre Auswirkungen auf diesen Film zeigen und somit die Interkonnektivität des Universums weiter vorangetrieben wird, andererseits erfährt auch die Figur des Tony Stark eine spürbare Entwicklung, die den Zuschauer noch tiefer hinter die Lebemann-Fassade blicken lässt. Dabei ist es einmal mehr Robert Downey Jr. zu verdanken, dass man der Figur die Mischung aus tiefsitzender Verstörung gepaart mit einem nach wie vor losen Mundwerk abkauft. Auch Gwyneth Paltrow bekommt diesmal etwas mehr zu tun, schafft es aber meiner Meinung nach noch immer nicht der Figur der Pepper Potts die dringend benötigten Sympathien zu verschaffen. Ganz allgemein wirkt die Beziehung der beiden nach wie vor eher disharmonisch, was allerdings aufgrund der Kriseleien beabsichtigt sein könnte.
Wenn wir schon bei den Charakteren und ihren Schauspielern sind, begeben wir uns doch am besten gleich mal auf die andere Seite des Spektrums, zu den Antagonisten und jenem Twist, der die Fangemeinschaft noch heute spaltet – der Mandarin-Enthüllung. Nachdem wohl schon bekannt sein dürfte, worum es sich dabei handelt, spare ich mir an dieser Stelle mal die Spoilerwarnung und oute mich lieber gleich als jenem Lager zugehörig, welches diesen Twist als genial empfand. Meiner Meinung nach war es nicht nur eine clevere Möglichkeit den wahren Mandarin als nächsten Erzfeind in der Hinterhand zu behalten, denn wie in einem der berüchtigten One-Shots deutlich wird, war auch Aldrich Killian nicht der echte Mandarin, sondern auch eine vollkommen überraschende Wendung, perfekt in Szene gesetzt vom großartigen Ben Kingsley. Während also der begabte Brite es fertig gebracht hat, sowohl als eiskalter Terrorist, als auch als verpeilter Schauspieler auf ganzer Linie zu überzeugen, gelingt dieses Kunststück dem eigentlichen Bösewicht der Geschichte leider nicht so überzeugend. Obwohl Guy Pearce sich löblich bemüht und der Charakter auch einige aufbauenden Momente spendiert bekommt, bleibt die Figur doch bis zum großen Finale, in dem er sich dann plötzlich in einen unbesonnen Schurken des berüchtigten Schemas F verwandelt, eigentümlich blass und nichtssagend.

Alles in allem stellt das dritte Abenteuer von Iron Man sicher nicht den Höhepunkt der Reise dar, aber dank der Fokussierung auf Tony Starks innere Dämonen und Ängste, einiger hervorragender Dialoge, die wohl Regisseur Shane Black geschuldet sein dürften und eines gut platzierten Twists, steht einem vergnüglichen Abend vor dem Fernseher nichts im Weg.


Zum Abschluss noch ein wenig Trivia:

  • Es ist der erste Iron Man Film in dem Jon Favreau nicht die Regie übernahm – dafür mimte er sehr gerne erneut die Figur des „Happy“ Hogan.
  • Der Ring, welchen der falsche Mandarin am Finger trägt, ist derselbe, den einer der Entführer Tonys im ersten Teil am Finger trug – ein weitere Hinweis darauf, dass der wahre Mandarin sich absichtlich noch nicht zu Erkennen gab.
  • Dies ist der erste Film des MCU, in welchem in den End-Credit-Scenes auf keinen der kommenden Filme verwiesen wird.
  • Ursprünglich war eine End-Credit-Scene geplant, in der Tony ins Weltall fliegen sollte, um auf die Guadians of the Galaxy zu stoßen – diese Idee wurde aber wieder verworfen.
  • Für den chinesischen Markt existiert eine andere Version des Films, in der nicht nur andere Schnitte vorgenommen wurde, sondern auch zwei neue Figuren vorkamen.
  • Die Figur des Ho Yinsen, jener Mann, der Tony im ersten Teil bei seiner Flucht aus der Höhle behilflich war, hat hier einen kurzen Auftritt in einer Falshback-Sequenz.
  • Die Herabwürdigung der Figur des Mandarin war volle Absicht, da Shane Black die Figur in den Comics als äußerst rassistisch empfand.
  • Die meisten der zweiundvierzig von Tony gebauten Iron Man Anzüge hatte spezielle Spitznamen und Designs, auch wenn am Ende nur eine handvoll tatsächlich erwähnt und gezeigt wurden.
  • Es ist der erste Iron Man Film in dem kein einziges Lied von AC/DC vorkommt.
  • Jude Law war für die Rolle des Aldrich Killian vorgesehen.

Und wieder findet ihr ⇒HIER auf der IMDB Trivia Page noch mehr Wissenswertes rund um den Film.

Danke für’s Vorbeischauen und bis zum nächsten Mal – stay tuned…

 

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Ein Gedanke zu “Der Marvel-Monat: Iron Man 3

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